Archiv der Kategorie: Textiles

6:0 und noch eine kurze Verlängerung

So. Auch mein Tochter-Mutter-Gespann meldet Erfolgserlebnisse.

Die Tochter hat einen deutlichen Sieg eingefahren. Bei der Mama müssen wir gegen eine schon arg angeschlagene Mannschaft mit einem Mann weniger in die Verlängerung. In einer Cupnaht müssen je 2-3 mm weg – dann passt auch Cup A perfekt. Das ändere ich noch und schick es retour – aber das ist keine grosse Sache.

Damit ist uns der Sieg nicht mehr zu nehmen, wir sind ganz kurz vor unserem perfekten Schnittmodell für Cups von A bis F, Unterbrustweiten von 65 bis 105.

Morgen machen wir noch minimale Korrekturen und machen uns an die Verarbeitungsdetails unserer Standardmodelle.

Ich froi mich ja so sehr 🙂

Seit 10 Jahren bin ich auf der Jagd nach genau DIESEM Schnitt: schöne, natürliche Form, guter Halt, bequem, mit und ohne Bügel verwendbar. Das ist sooo toll 🙂

Stricklieseln

Meine dänische Jacke hat an den Vorderkanten Rollränder. Eigentlich werden die laut Anleitung mit 4 Maschen gestrickt.

Weil es das gleiche Prinzip ist, strickliesl ich die aber:

Die letzte Reihe nähe ich dann von Hand an die Rollwurscht 😉

Die Jacke ist in einem Stück quergestrickt mit Nadelstärke 3. Entsprechend lange nadel ich daran schon:

Jetzt fehlen nur noch die Ärmel. Die werden uni. Ich weiss aber noch nicht, ob ich sie kraus rechts oder mit dem anderen Muster (3 R re, 1 R li) stricke.

Nähen, programmieren, basteln und stricken

Gestern und heute haben wir an den BHs und Panties weiter genäht. Dort geht es hauptsächlich um die Verarbeitungstechniken in Kombination mit den Standardschnitten. Das Ganze natürlich so effizient wie möglich und mit möglichst flachen Nähten.

Dabei hatte ich an einer Quernaht am Cup gar keine Freude. Ich hab den Schnitt jetzt nochmals etwas überarbeitet, 3 Schnittteile zu 2 zusammengelegt und jetzt gefällt mir das doch sehr gut. Mit nur 2 vertikalen Nähten im Cup wirkt das viel harmonischer und streckt auch schön. Die Funktion kommt wie zuvor aus dem speziellen technischen Stoff.

Zum Testen gibt es jetzt erst mal einen BH für mich und Carole. Aber ich bin da recht zuversichtlich. Die Änderungen sind nicht gross, die Form sieht gut aus und stimmt beim Dranhalten an die alte Form überein. Drückt mir die Daumen, dass das klappt. Das würde die Näharbeiten sehr vereinfachen.

Am Schnittmusterprogramm habe ich auch weiter geschrieben. Es wird. Langsam, aber doch stetig. Mit 2 Nachmittagen pro Woche kommt man halt auch nicht so schnell voran. Ich muss mal abends etwas fleissiger sein.

Und heute Abend hab ich mal die Bauteile für meinen Cutter zusammengesucht und eine Stückliste in Excel angefangen. Ich will ja nicht alles einzeln bestellen müssen. Die ganzen Beschläge und Kleinteile kann ich über meinen Bruder beziehen. Die Bezugsquellen für die Linearschienen, Lager, Zahnriemen, Schrittmotoren, Endschalter, Platinen & Co. hab ich auch schon rausgesucht.

Gestern habe ich übrigens Vorder- und Rückenteil von meiner schönen bunten Kuscheljacke fertig gestrickt. Die hat ja ein Allover-Ornament-Muster. Für die Ärmel möchte ich gern ein kleineres Muster und unten am Saum dann einen Ornament-Streifen. Ein paar passende Muster habe ich gestern noch rausgesucht, muss mich also nur noch entscheiden. Die Wolle ist recht knapp und ich möchte gleiche Farbverläufe für beide Ärmel – also werde ich beide wieder gleichzeitig von oben nach unten im Rund stricken.

Cutter-Pläne

Mein Cutter-Projekt nimmt zaghaft Formen an.

Ich hab meine Zeitschriften jetzt etwas studiert und auch das Forum dazu. Ausserdem habe ich das Internet nach geeigneten Messern und Messerhaltern durchforstet und bin auch fündig geworden. Der Input aus der Messe ist auch mit eingeflossen.

Und jetzt hab ich mich getraut, im Forum der Selberbastler, Fragen zu stellen. Ich bin dort sehr nett aufgenommen worden von den Jungs. Ich bin wohl das erst weibliche Wesen, das sich dort blicken lässt und hab auch schon viel Hilfe angeboten bekommen.

Ich werde jetzt mal eine Liste erstellen und dann anfangen, einen eigenen Cutter zu bauen. Ist das nicht aufregend? Ich hoffe, es funktioniert alles so, wie ich mir das vorstelle. Aber irgendwie werde ich das – mit tatkräftiger Unterstützung – schon zum Laufen bekommen 🙂

Ansonsten hab ich heut an der Einsatzsoftware geschrieben – nächste Woche ist eine grössere Tagung von einem wichtigen potentiellen Kunden (ist in anderem Zusammenhang schon Kunde, aber nicht für die Software). Dafür sind die doch eher kurzfristigen Erweiterungen, die andere Kunden aber auch freudig begrüssen werden.

Und jetzt koch ich: Kalbspiccata mit Rosmarinkartoffeln und Tomatensauce (Tomaten & Rosmarin aus dem Gärtli)

Halbzeit

.. beim Stoff hochladen. Sprich: 3 hab ich schon. Das ist jetzt noch eine einfache Übung, weil ich die Bilder alle schon habe und das jeweils der gleiche (Bade-)Stoff ist. Ich muss also nur die Farbe tauschen und kann die Beschreibung so lassen wie sie ist.

Das Überarbeiten der Bilder dauert aber schon auch seine Zeit. Das ist echt ganz schön viel Arbeit, die da drin steckt. So als rumsurfender Kunde (der ich ja auch bin), denkt man das gar nicht.

Programmiertechnisch ist aktuell etwas Unruhe drin, weil Till für einen Kunden ein paar Abklärungen machen muss für weitere Entwicklungen und ich dann immer mal wieder Auswertungen aus der Datenbank rausziehen muss. Der Kunde selber kommt immer wieder mal mit Mutationen an – wenn halt wieder Personal / Zuständigkeiten wechseln. Und dann kommt auch noch der Zulieferer des Kundin mit irgendwelchem Zeug zum Testen an – die hab ich jetzt aber angewiesen, das doch bitte selber zu machen. Ich hatte ihnen extra dafür schon vor vielen Wochen einen separaten Zugang frei gegeben.

Sylvia (meine Doktormutter) hatte heute auch noch Fragen zu meinem Programm. Das konnten wir auch klären, glaub ich.

Mein Messer ist auch da – konnte ich heute aber nur ganz kurz ausprobieren. Da muss ich noch üben. Und die 31 Modelle sind verpackt und gehen morgen früh auf die Post. Geld ist schon da.

So – dann weiter an die 3 restlichen Stoffe …

Verdoppelt

… habe ich jetzt die Anzahl der Modelle auf meiner Seite. Tönt mehr als es ist. Von 6 auf 12 ;). Aber das ist mehr als in den letzten Monaten.

Mein Pflichtprogramm für die nächsten Wochen / Monate sieht vor:

  • 1 Modell und
  • 3 Stoffe / Spitzen / Gummibänder

einstellen je Tag.

Allerdings werde ich dabei abwechselnd an einem Tag Modelle (mindestens 2) und am nächsten Stoffe (mindestens 6) einstellen. Dann muss ich nicht dauernd zwischen beiden Shops hin und her springen.

Heute habe ich noch 2 Styroportorsen in Grösse 38/40 und 44/46 bestellt. Die sind recht günstig. Bei einer ist noch ein hautfarbener Stoffbezug dabei. Ich möchte ausprobieren, ob ich so ungleich grosse Brüste / grössere Brüste durch aufgesteckte / gepolsterte Schalen simulieren kann. Wenn der Bezug nicht so schön ich, nehme ich ihn als Schnittmuster und näh selber rasch einen.

Mein Ultraschallmesser scheint seit gestern in der Schweiz zu sein. Das sollte also bald ankommen. Bin schon gespannt 🙂

Rationelles Zuschneiden

.. ist gar nicht so einfach.

Ich hatte mit einem kleinen Lasercutter geliebäugelt. Von der Idee habe ich inzwischen Abstand genommen. Erstens ist das Teil mit 40 cm/min viel zu langsam bei einer relativ kleinen Schnittfläche (40x50cm). Da bin ich nur mit Stoff wechseln alle 15 Minuten beschäftigt. Zweitens verbrennen die Kanten bei Naturfasern und verschmelzen sie bei synthetischen Fasern – das kratzt auf der Haut und müssten wir alles nachschneiden. Drittens haben die Hersteller scheinbar keine Erfahrung mit Stoffen und viertens ist es mit 2000 Euro zu teuer für mal einfach so.

Das Modell hat einen Kurzwellenlaser – es gibt auch noch CO2-Laser. Die sind schneller, haben aber bezüglich der Kanten ähnliche Probleme. Ausserdem braucht es dazu dann auch eine Absaugung und Kühlung, was die Geräte dann NOCH teurer macht. Das macht mit meinen aktuellen Stückzahlen keinen Sinn.

Mein kleiner Messercutter zerrupft die Stoffe ja gern – aber mit Hilfe einer aufklebbaren Folie habe ich jetzt ein quasi unelastisches Sandwich, mit dem ich gerade die feinen Futterstoffe besser schneiden kann. Das muss also aktuell für die Probemodelle weiter herhalten.

Die dann ausgeschnittene Folie will ich dann auf die feineren Aussenstoffe kleben und dort entlang mit meinem neuen Ultraschall-Messer schneiden. Das habe ich jetzt in Japan bestellt und per PayPal bezahlt. Mit Lieferkosten, Zoll und MwSt. überschreitet das auch die 500 CHF-Grenze. Allerdings meinte Sylvia (meine Doktormutter), dass sie damit gute Erfahrungen gemacht hätten – gerade auch für elastische Stoffe.

Mal schauen, wie das funktioniert – ich bin sehr gespannt, ob ich damit auch mehrlagig schneiden kann und wie exakt das arbeitet. Beim Rollschneider (den verwenden wir ansonsten für manuelles Zuschneiden) braucht man doch viel Kraft und kann nur bedingt mehrlagig schneiden.

Später (in ca. 2 Jahren) hätte ich schon gern ein CNC-Maschinchen – welcher Kopf (Messer, Ultraschall, Laser) kann ich dann auf Basis der jetzigen Erfahrungen entscheiden. Dazu müssen aber nach den Probemodellen erst mal die Stückzahlen hoch gehen.

Farbenrausch in türkis-magenta

Endlich komme ich dazu, den Nachbericht zum Färbekurs zu schreiben und v.a. euch Bilder zu zeigen.

Der 1. Tag war wie erwartet für mich der interessanteste. An dem ging es vorrangig um den Färbeprozess an sich, die Ermittlung von Mischverhältnissen und das Erstellen von Rezepten.

Als erstes wurde ein Farbton aufgehellt. Ich wählte meine Lieblingsfarbe türkis:

WP_20170609_002

So sieht dann das fertige Ergebnis auf feinem Baumwoll-Hemdenstoff aus:WP_20170610_020

Weiter ging es mit dem Farbübergan zwischen 2 Farbtönen. Ich habe türkis und magenta gewählt. Stoff ist hier Baumwolljersey:WP_20170610_022

Interessanterweise sieht man schon an den Fingerabdrücken auf Papier relativ gut, wie die Farbe nachher wirken wird:WP_20170609_003

Die Farben sind sehr gut aus den 3 Grundfarben gelb, rot und blau mischbar. Es gibt die Farben jeweils als warme als auch kalte Farben. Spannend sind wohl auch gerade Mischungen zwischen kalten und warmen Farben. Die Stoffe haben wir als Muster bekommen: WP_20170609_008

Ich möchte mir bei Gelegenheit mehrere Farbkreise mit Abhellungen und Abdunklungen mit meinem Stoff machen. Dazu muss ich mich aber erst für einen Standardstoff entscheiden. Der schöne Modalstoff mit Seidenbeimischung pillt leider ziemlich.

Am 2. Tag ging es dann „kreativ“ weiter. Das war erwarteterweise nicht so meins – ich bin nicht so der Batik-Hippie-Typ. Ich zeige euch 2 der Stoffe. Aus dem hier werde ich Unterhösli machen:WP_20170610_023

Der hat Corinne so gut gefallen, dass ich ihn ihr geschenkt habe. Ist ein Rippjersey.WP_20170611_006

Am 3. Tag wurde gedruckt (Siebdruck). Das fand ich recht spannend. Es kommt sowohl auf RippjerseyWP_20170611_002als auch feinem glatten Jersey gut heraus:WP_20170611_005

Ich könnte mir das als „Spitzenersatz“, der nicht zeichnet sehr gut vorstellen. Beim Kurs habe ich sehr viel gelernt und werde wohl einiges davon verwenden können.

Wächst und gedeiht

So schaut’s aktuell aus:

Patty2

Die Splines können jetzt auch editiert werden: Zwischenpunkte verschoben, eingefügt und gelöscht werden.

Einen Namen für die Software habe ich auch und die Domain dazu auch schon reserviert.

Am Wochenende progammier ich weiter. Montag will ich soweit sein, dass ich die ersten Schnittmuster zum Cutten am Dienstag erfassen kann.

Umstellungen

Meine aktuell grösste Umstellung ist das Erweitern der Software, so dass mehrere Organisationen im Verbund arbeiten können und damit quasi Partner-Organisationen Daten aus anderen Organisationen abfragen und eintragen können. Clientseitig schaut das schon recht gut aus. Jetzt muss ich das analog serverseitig noch umprogrammieren. Ziel für eine erste Testversion ist heute Abend.

Meine 2. geistige Umstellung hängt mit meinem neuerlich aufgeflammten Strickvirus zusammen. Es gibt seit ein paar Jahren (Hand-)Stricktechniken, mit denen man ein Modell komplett in einem Stück und auf Figur strickt – mit verkürzten Reihen (für z.B. Abnäher) und anderen Techniken für Armkugeln und Schulterrundungen. Der Trend kommt wohl aus USA. Ich hab dazu aber auch dänische und deutsche Bücher gefunden. Das Buch, das die Technik scheinbar am besten beschreibt, hab ich jetzt bestellt. Es geht stark in die Richtung von dem 3d-Stricken, von dem ich letzthin geschrieben habe. Dazu muss man die Anleitungen umstellen. Ich strick ja ohnehin Vorder-und Rückenteil rundherum in einem Stück – bisher habe ich die Ärmel aber von Hand eingesetzt. Das Ganze möchte ich dann auch auf der Strickmaschine umsetzen, obwohl ich ja viel lieber von Hand stricke. Dafür habe ich mir auch DAS Standardwerk für die technische Funktionsweise von Strickmaschinen und deren Bindungen bestellt. Das bezieht sich auf Industrie-Strickmaschinen (hauptsächlich Rundstrick) und ist entsprechend technisch reduziert geschrieben, wie ich das gern hab.

Die 3. Umstellung ist die für mich komplett nebensächliche Zeitumstellung. Ich merk das nicht mal, weil ich ja ohnehin sehr unregelmässig lebe.