Archiv der Kategorie: Textiles

Der Anfang ist gemacht

.. und eigentlich geht es unerwartet einfach zu stricken. Till verdreht nur die Augen – er findet es schrecklich. Mir egal – ich find’s toll 🙂

Strickrechner, die letzte

​Und hier kommt der letzte Eintrag zum Thema Fraktalflächen.

Die 6 Teilflächen sind definiert:

Ich hab sie mal rasch auseinandergeschoben, damit man sie besser erkennen kann.

​Alle Flächen habe ich mir segmentieren und rastern lassen. Macht insgesamt genau 198 Teilflächen.

Mal schauen, ob das Stricken so funktioniert, wie ich mir das so vorstelle :classic_blush:

Strickmuster in Sicht

​Inzwischen hab ich dem Programm noch beigebracht, nur Farben aus meiner Farbpalette zu verwenden und die Kästchen grösser und klarer zu malen.Damit wird alles grad pixeliger, aber halt auch näher am Gestrick:

Und rein spasseshalber hab ich dann mal meine 16 Teilflächen grob aneinander gesetzt. Einfach nur, um zu schauen, wie es wohl so kommen könnt. Ich finde es gar nicht so schlecht:

Klar – meilenweit vom Original weg, aber das war mir ja vorher klar und es wird auch durch die Farbverläufe leben. Aufmerksame Beobachter haben vielleicht auch festgestellt, dass das hellrosa jetzt durch schwarz ersetzt wurde. Ich werde das durch ein dunkles Bordeaux ersetzen, dafür wird die Grundfarbe in der Mitte der Spirale mit den den hellen Farben starten – und auch mit gelb, das dann in grün übergeht. Es wird beim Stricken also etwas improvisiert zugehen, das kann und will ich gar nicht vorher so genau simulieren. Da lass ich mich überraschen.

Ich werde jetzt wohl mal die definitiven Flächen festlegen und schau mal, ob die Teilflächen so funktionieren. Für mich reicht das erst mal so.  ​

Strickrechner, die nächste

Ich bin etwas weitergekommen.

Flächen konnte ich ja schon definieren und auch unterteilen. Jetzt kann ich die einzelnen Flächen auch ausschneiden und jeweils so drehen, dass die oberste Kante horizontal ist. Erst dann wird die Fläche gerastert, wobei die Raster nicht quadratisch sind, weil meine Maschen das ja auch nicht sind.

Warum ist das wichtig?

Weil das immer eine durchgehende Maschenreihe ist. Dann kommen verkürzte Reihen, um der Form zu folgen. Bei der nächsten Fläche fängt das Spiel von vorne an. Also eigentlich alles ganz simpel.

So sieht das Ganze jetzt aus.

Ausschnitt definieren:

Musterausschnitt.png

Fläche unterteilen:

Musterausschnitt_Subareas.png
Subareas.png

Und dann die Einzelflächen raus extrahieren. Ich hab hier jeweils den Bildausschnitt selber und die gerasterte Variante daneben:

Einzelmuster.png

Der Dateimanager macht alle Bilder gleich breit, deshalb gibt es zum Teil Sprünge in den Bildbreiten, die da gar nicht sind.

Der Ausschnitt ist nur ein Beispiel und macht stricktechnisch nicht so viel Sinn. War jetzt nur zum Ausprobieren, ob das Programm das tut, was es soll.

Ganz am Ziel bin ich noch nicht – ich will noch Farbzuordnungen machen und mir ein PDF mit der Anleitung generieren lassen. Das ist aber eher eine etwas langweilige Fingerübung, die ich schon oft gemacht habe.

Vielleicht lass ich mir auch noch ein Vorschaubild ohne Rastergitter generieren. Mal schauen.

Flächenunterteilung

… ist jetzt auch fertig und schaut so aus:

Für jede der Unterflächen gibt es dann so ein pixeliertes Bild wie im letzten Eintrag gezeigt.

Die Kurven kann ich interaktiv eingeben, editieren, speichern und auch wieder laden.

Grosse Schritte weiter

… bin ich mit meinem Programm weiter gekommen.

Ich kann Bilder reinladen und Splines definieren:

Jeden einelnen Punkt einer solchen Linie kann ich editieren. Es sind simple Bezier-Splines:

Mehrere Splines kann ich zu einer Fläche kombinieren und eine Mittelachse dazu auswählen.

Auf der Basis der Mittelachse kann ich dann Unterflächen automatisch generieren lassen (fehlt noch). Aber ich habe schon mal ausprobiert, eine komplette Fläche mit Rechtecken zu unterteilen und jeweils die Hauptfarbe für das Feld ermitteln zu lassen.

Sieht doch schon ganz vielversprechend aus. Das wird nachher natürlich viel feiner werden, ist jetzt nur ein Test gewesen.

Maschenprobe hab ich gestern Abend mit kräftiger Unterstützung gemacht:

Die Wolle strickt sich wunderbar weich.

Idee für den Algorithmus

Die Grundlage für den Algorithmus steht mal und auch die Idee dafür, wie ich das Muster zum Nachstricken darstellen will.

Und die Fläche lässt sich auch relativ gut in 2 Flächen aufteilen. Ich hab das mal grob eingemalt und auch die Strickrichtung angedeutet. Die vertikalen Linien sind die gedachten Seitennähte + Armlöcher. Der schräge Keil ist der V-Ausschnitt.

Strickanfang ist die Spiralmitte.

Fraktal -> Strickmuster

Inzwischen habe ich die Farbanzahl meines Musters reduziert und auch in etwa die Farbverteilung festgelegt.

Die gelbe bzw. weisse Linie zeigt jeweils die Strickrichtung der 2 Stränge. Die Farbabstufungen kommen aus den verschiedenen kleinen Strängen und münden schliesslich in den Grundfarben. Das Fraktal selber wird grün / gelb – das bietet den grössten Kontrast. Kleinere Details werden aufgestickt.

Jetzt muss ich die Flächen definieren und überlegen, wie ich dem Programm verkürzte Reihen beibringen kann…

Jaja – lacht nur. Till ist auch schon genervt.

Fraktal-Generator

Ich habe die freie Zeit gestern und heute genutzt, um einen kleinen Fraktal-Generator zu programmieren.

Beim Einfärben muss ich noch etwas optimieren, um das dann gut für 2-3 Farben rastern zu können. Aber der Ausschnitt ist schon mal relativ sicher der hier:

Stellt euch das als linkes Vorderteil, Rückenteil, rechtes Vorderteil ausgebreitet vor. Die Flächen ohne Muster würden uni in den beiden Grundtönen werden (ohne Verlauf). Das Muster in den Rosa- / Gelb-Tönen im Verlauf. So einen tollen Verlauf bekomme ich im Gestrick natürlich nicht hin, aber mir geht es erst mal um das Grundmuster.

Ob ich der Form nachstricke oder klassisch in Reihen, weiss ich noch nicht. Durch die klar abgegrenzten Bereiche könnte auch eine klassische Strickweise in Frage kommen.

Endlich! Gestrickte Fraktale

Nachdem jeder 2. Freitag aktuell der Strickmaschine gehört, kann ich euch mein heutiges Tageswerk zeigen:

Beim 1. Versuch habe ich möglichst klare Einzelmuster stricken wollen (Julia-Menge bzw. Koch’sche Schneeflocke).

Fraktale1.png

Die Muster erkennt man zwar schön, allerdings sieht man auch die Fehler klar und deutlich und auch, dass die Technik nur bedingt für diese Art Muster geeignet ist. Im rechten bzw. linken Teil seht ihr jeweils den weissen Faden durchscheinen, der dann am Rand auch eine Schlaufe bildet. Die Farbe wird halt nur in der Mitte benötigt, muss aber irgendwie zur Seite wieder raus. Vermutlich wäre es schlauer gewesen, eine Seite weissgrundig zu machen.

Ausserdem wellt sich der Rand, weil ohne Muster 1re, 1li gestrickt wird, beim Muster aber glatt rechts. Fallmaschen hat es auch. Aber immerhin hat es im Prinzip funktioniert – und zwar mit Motor!

Hier noch ein paar Detailaufnahmen für die technisch Interessierten:

Technische_Details.jpg

Das Prinzip ist bei allen E-Maschinen von Passap-Maschinen gleich:

Die Position der Stösser gibt vor, ob eine Masche gestrickt wird oder nicht. Bei meiner Maschine erfolgt die Auswahl der Stösser über den Controller. Wenn der Schlitten drüber fährt, schaut ein optischer Sensor, welcher Stösser bewegt werden muss, die Bewegung erfolgt magnetisch.

Beim 2. Versuch wollte ich dann etwas in der gleichen Technik stricken, aber etwas kleingemusterter. Zum Ausprobieren habe ich einmal etwas verschwommeneres genommen und einmal klare Strukturen. Das „fluffige“ kommt nicht so gut raus. Meine 2 Farben haben halt auch nicht so viel Kontrast.

Wieder links Entwurf, rechts Vorder- bzw. Rückseite:

Fraktale2.png

Was man sehr schön erkennt: Die Art Muster passt sehr gut zu der Technik.

Man kann wie beim Handstricken auch verschiedene Techniken wählen. Ich könnte auch beide Seiten glatt rechts als Schlauch ohne Verbindung stricken.

Für 900 Reihen habe ich ca. eine Dreiviertelstunde gebraucht.

Die Maschen sind höher als breit. D.h. ich muss später dann auch noch eine Verzerrung einkalkulieren, damit das Muster so wird, wie ich mir das vorstelle ;)