Archiv der Kategorie: Stricken

Meine Eule hat einen Daumen…

… und Augen (das gelb ist in echt eher ein ocker und nicht so leuchtend):

Als nächstes kommen die Ohrwaschel.

Dann muss noch ein Bündchen unten dran. Anschliessend nur noch seitlich und oben an der Spitze zusammen machen – und *schwupps* schon ist nach nur 1 Woche ein ganzer Handschuh fertig.

Zum Glück muss ich damit nicht mein Geld verdienen 😉

Welche Schweinderl …

.. hätten’s denn gern?

Die kontrastreichere Variante (links) ist jetzt auch gestrickt:

Welche Variante gefällt euch besser?

Hier steht’s 1:1 .. 😉

Das kann sich (nicht) sehen lassen …

Die letzten 3 Tage habe ich mehr oder weniger durchgehend tagsüber mit meiner alten Strickmaschine gekämpft. Das Ergebnis bisher ist ernüchternd: viele Fehlversuche, fast alles wieder aufgetrennt und ein fehlerhafter Handschuh im Rohbau:

Das gelbe passt: da kommt der Daumen hin. Der Fehler ist im oberen Bereich – da hatte ich aus Versehen beide Fäden gleichzeitig in der Fadenführung.

Die Augen werden noch in gelb gestickt, Ohrwaschel kommen auch noch dran und ein Daumen natürlich.

Was man allerdings nicht sieht: Ich habe unglaublich viel gelernt in den 3 Tagen und erkannt, dass es nicht immer so ist, wie es scheint. Z.B. ist es nicht gut, wenn der Warenabzug zu gross ist (zu viele Gewichte am Kamm) oder lose Maschen nicht zu wenig Fadenspannung bedeuten, sondern zu viel.

Nachdem die Einstellungen jetzt scheinbar passen, mach ich mal den 2. Handschuh (gegengleich) und trenne den oben danach vermutlich nochmals auf und strick ihn neu …

Vielleicht nehm ich auch das dunklere Violett, damit die Eule schöner raus kommt … weiss ich noch nicht.

Unspektakulär…

… kommt der dänische Julkalender daher:

4 grosse braune Papiertüten mit einer Nummer für jeden Adventssonntag und eine Karte dazu. Als Farbvariante hatte ich blau / grün gewählt.

Der Inhalt der 1. Tüte:

Sockenwolle in einem zarten grün. Hm. Die Wolle ist schön, aber zugegebenermassen nicht so mein farbliches Beuteschema. Dazu als Strickanleitungen Strümpfe oder ein Schal mit einem interessanten Muster. Und wie immer reihenweise Beschreibung und keine Skizze – deswegen mag ich die dänischen Anleitungen nicht.

Einer von Tills Nichten würden die Socken und die Farbe bestimmt gefallen. Vielleicht mach ich aber auch was anderes daraus. Mal schauen.

Unspektakulär war übrigens auch mein gestriger (freier) Tag: Ich habe die Semesterarbeiten korrigiert und den neuen Kurs vorbereitet. Ausserdem noch etwas am Shopsystem und Mailserver gebastelt und etwas Support gemacht. Gekocht und *wusch* war der Tag rum.

Die nächste Eule..

… gefällt mir farbenverteilungstechnisch besser, aber wg. Fehlern werd ich auch die nochmals auftrennen müssen.

Ansonsten hab ich beschlossen, dass das Silvesterüberraschungsgeschenke werden. Ich mach die also stressfrei und in Ruhe.

Aller guten Dinge sind 3

Dieses Jahr soll es maschinengestrickte Handschuhe geben. Das Muster (eine Eule) hab ich mir im Internet gekauft. Prinzipiell gemacht hab ich solche Doppelbett-Jacquards auch schon. Also hab ich gleich die richtige Wolle umgewickelt und losgelegt.

Das Bündchen klappte ja gut, aber das Muster wollte nicht so richtig. Beim 1. Versuch hab ich mehr Löcher als Maschen gestrickt. Beim 2. Versuch hatte ich viele lose Fäden. Dann habe ich andere Wolle genommen. Die eine war zu unelastisch. Die andere zu dick und hart. Die 3. Probewolle war dann ok und ich habe dann mit nur einem kurzen Rand nur das Muster gestrickt, um zu sehen, ob das überhaupt funktioniert, wie ich mir das so vorstelle.

Perfekt ist es noch nicht – v.a. oben im Kopfbereich wollte ich eigentlich in der Mitte und an den Seiten für die Schräge abnehmen und die Maschen umhängen. So hatte ich auch das Muster angepasst. Das bekomme ich mit dem Doppelbett-Jacquard aber nicht hin. Also werde ich die Stellen mit der Overlock versäubern und dann zusammennähen. Die 2 Farben sind auch vertauscht – die Grundfarbe sollte das Farbverlaufgarn sein und das Muster in schwarz.

Ich habe relativ feines Sockengarn in Grünschattierungen, das ich mit schwarz oder grau kombinieren will. Ausserdem noch ein zweites in Violettschattierungen. Die Wolle kann auch in die Waschmaschine. Die Daumen strick ich von Hand. Da bin ich schneller als mit der Maschine.

Im 2. Bild ist die Rückseite – der grosse Vorteil von Doppelbett-Jacquard: keine Spannfäden und es ist etwas dicker, was gerade für feines Garn, das wärmen soll, ideal ist.

Jetzt muss ich nur noch das Muster anpassen und morgen starte ich den nächsten Versuch mit dem richtigen Garn.

Oma auf der Wolke

Heute ist der Geburtstag meiner Oma, die mir mein Faible für Textiles vererbt und mir schon mit 3 Jahren stricken beibebracht hat. 94 würde sie heute werden. Leider ist sie bereits vor 29 Jahren kurz nach ihrem 65. Geburtstag gestorben. Sie fehlt mir immer noch.

Sie war immer fröhlich und gut gelaunt, obwohl sie als lediges Kind eine sehr schwierige Kindheit hatte und mein Opa nach der russischen Gefangenschaft auch nicht gerade einfach war.

Für alle Lebenslagen hatte sie einen Spruch auf Lager. Meine liebsten sind:

  • Kein Nachteil ohne Vorteil
  • Es hängt nicht 100 Jahre auf eine Seite
  • Du hast Recht und ich meine Ruhe

Sonntag Nachmittags ist sie immer zu uns gekommen und dann wurde um die Wette gestrickt (Oma, Mama und ich). Oder ich war bei ihr mit dem Strick-, Stick- oder Knüpfzeug bewaffnet.

Schnieff.

Wege aus dem Wolldilemma

Vor ca. 3 Monaten hatte ich ja mit meiner weissen Strickjacke angefangen. Die Wolle habe ich schon seit knapp 10 Jahren. Sie ist aus Baumwolle / Leinen / Viskose und wechselt zwischen matt / glänzend / flauschig / glatt in mehr oder weniger regelmässigen Abständen. Ich würde die Wolle heute nicht mehr kaufen, aber wenn ich sie schon habe, sollte sie nun auch endlich verarbeitet werden.

Ein passendes Muster zu finden war nicht ganz so einfach, weil ein zu kleines / filligranes Muster in der unruhigen Qualität ersäuft. Nach ein paar Versuchen aus meiner japanischen Strickbibel hab ich eine Kombination gefunden, die mir gefällt. Allerdings habe ich unterwegs festgestellt, dass mir die Wolle vermutlich nicht reichen wird – ich mag keine dreiviertellange Ärmel und sie soll noch etwas länger werden.

Gestern war ich im örtlichen Wollladen, um mal zu schauen, ob es etwas ähnliches gibt. Hm. Gar nicht so einfach. Aber ich habe etwas in einer ähnlichen Qualität (auch Baumwolle / Leinen / Viskose) mit Anteilen in matt / glänzend mit einer ähnlichen Lauflänge und dem gleichen Weiss gefunden.

Das obere Garn ist der Neukauf. Bei den Ärmeln werde ich 2 Reihen mit dem einen und dann 2 Reihen mit dem anderen Garn stricken. Damit sollte sich auch die Unruhe aus dem Originalgarn, das sich durch die kürzeren Reihen ergibt, etwas reduzieren lassen.

Ob ich an den Ärmeln nach der Bordüre das gleiche kleine Streifenmuster mache oder ein anderes, weiss ich noch nicht. Das entscheide ich, wenn ich soweit bin. Die Blende mache ich vermutlich aus dem neuen Garn. Erst mal muss ich aber die Vorderteile und das Rückenteil fertig stricken. Mein linker Zeigefinger ist nach knapp 2 Wochen fast verheilt – mit Pflaster sollte das funktionieren.

Auch wenn der Sommer vorbei ist, stricke ich die jetzt fertig. Aus den Resten will ich nämlich lauter kleine Sternchen häkeln – für den Christbaum und als Geschenkanhänger. Muster dafür habe ich in meinem norwegischen Weihnachtsbuch. Und der nächste Sommer kommt ja auch und dann habe ich schon ein neues Jäckli 🙂

Wollfest

Das Wollfest in Züri letztes Wochenende hatte dann ja doch stattgefunden und mir hat es sehr gut gefallen. Am Samstag hatte ich 2 Workshops: „Gestickte Schätze besticken“ von einer Norwegerin, von der ich beide Bücher habe. Mir gefällt so was Verspieltes ja gut. Statt eines Musterstücks hab ich grad ein Stirnband gestrickt. Rechts oben ohne Stickerei, links mit 4 verschiedenen Stichen verziert. Die Farben links treffen die Realität ganz gut:

Besticken

Beim 2. Workshop ging es um das Anpassen von Modellen an die eigene Körperform. Das war für mich jetzt nicht so neu, aber ich hab ein paar sehr interessante Gedankenansätze für meine Schnittmuster-Software erhalten. Sie hat das mehr nach Try-and-Error gemacht – das ist jetzt nicht so meine Welt. Aber ich kenn die Theorien dahinter und kann das übertragen.

Am 2. Tag hatte ich dann nette Begleitung. Leider waren unsere Workshops nicht wie ursprünglich geplant, beide nachmittags. Meiner war vormittags und beschäftigte sich mit Farb-Effekten beim Fair-Isle-Stricken. Das war SEHR spannend und auch anstrengend (wegen der schlechten Luft). Ich bin als Einzige mit dem Strickmuster fertig geworden, obwohl (oder vielleicht auch weil) ich die Fäden nicht je rechts und links halte, sondern da eine eigene Technik entwickelt hab.

Farbeneffekte

Man erkennt schon gut, welche Farben ich gern mag … 😉

Nachmittags hab ich dann noch die Ausstellung ausgiebig besucht (es waren 3 grosse Räume) und etwas Beute gemacht. 2 verschiedene Garne, die ich an der Strickmaschine ausprobieren möchte.

AusstellungAusstellung2Beute

Nächstes Jahr geh ich bestimmt wieder hin 🙂

Letzte Auslieferung

vom Christkindl war heut. Ich war bei meinem Bruder und habe u.a. meiner Nichte ihren Pulli geschenkt:

Der Tag war schön, Weihnachten auch – aber ich froi mich jetzt auch auf ein paar freie Tage ohne Essen, Feiern, Familie und Geschenke.

Ich fotografier euch später noch meine tollen Geschenke und schreib etwas mehr. Jetzt lieg ich faul mit der Katze auf dem Sofa.