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Getrennt

Uff. Nach 3 aufreibenden und intensiven Tagen ist meine Webseite nun getrennt in eine Seite, die nur die Modelle enthält und eine, auf der nur die Materialien zu finden sind. Unglaublich, wie aufwändig das dann doch ist, wenn man es harmonisch gestalten will.

Die Materialien-Seite hat das bisherige Design behalten – dort habe ich nur die Modelle rausgeworfen, die Struktur etwas angepasst und alles auf eine neue Domain umgebogen. Den Standard-Shop hatte ich damals ziemlich geändert, um Dezimalstellen verwenden zu können. Und ich finde das passt so auch ganz gut.

Die Modell-Seite ist komplett neu. Neues schlichtes Design, neue Benutzerführung, zum Teil auch neue Inhalte. Neu ist auch ein Bonussystem. Alt ist hier nur die Domain. Ein paar Texte muss ich noch übersetzen, glaub ich.

Jetzt gibt es keine Ausrede mehr, keine Modelle und Materialien einzuspeisen. Das wird meine Daueraufgabe für die nächsten Wochen werden.

Web web web

Zur Zeit bin ich hauptsächlich mit Webentwicklung beschäftigt. Das gehört ja nicht so zu meinen Steckenpferden. Gerade die Oberflächen finde ich extrem mühsam. Und dann noch in verschiedenen Browsern und ach .. einfach nervig.

Gestern und vorgestern Vormittag habe ich noch ziemlich mit dem Installer gekämpft. Aber jetzt ist das auch erledigt und die Kunden können mit einem Klick die gesamte Software inklusive Datenbanken + deren Inhalten + Kartenmaterial alles selbst installieren. Das reduziert bei uns den Supportaufwand erheblich und von daher ist der Aufwand schon gerechtfertigt.

Den restlichen Teil des gestrigen Tages und von heute Vormittag bis eben hab ich mit der Umstellung einer Webapplikation auf dynamische Karten statt statischer Bilder verbracht. V.a. das Positionieren der Karte abhängig von verschiedenen Dokumenten und Informationen, die nicht immer sichtbar sind, hat mich dort viel Zeit gekostet. Openlayers kann nicht so gut mit Prozentangaben umgehen … Jetzt passt das aber und die restliche Umstellung mache ich nächste Woche.

Jetzt sind meine Sachen dran und da werde ich als erstes meinen Webshop auf 2 Domains – 1x für Materialbezug, 1x für meine fertigen Modelle aufteilen. Also erstmal den bestehenden Shop umschreiben, installieren und Modelle rauswerfen. Dann den neuen Modell-Shop neu aufsetzen und dort die Modelle rein.

Ich hoffe, dass ich bis morgen Abend mal mit dem Gröbsten durch bin.

Die Jagdsaison

.. auf Schnecken ist wieder eröffnet.

Vorhin habe ich 8 so elende Biester beim Fressen erwischt und gleich in der Mitte durchgeschnitten. Die sind so eine Seuche, die keiner braucht.

Ansonsten habe ich mich heute mit Matrizenrechnung, Rotationen und Translationen und einem Knoten im Hirn beschäftig. Ich wollte nämlich, dass sich das umschreibende Rechteck eines Schnittteils am Fadenlauf ausrichtet – weil ich ja im Normalfall parallel bzw. rechtwinklig dazu skalieren möchte. Das geht jetzt endlich.

Das erlaubt mir meine Editierfunktionen alle visuell vornehmen zu können – mit sofortigem Feedback für den Benutzer. Später kann ich in die Grundfläche auch noch den Konstruktionsblock für das jeweilige Teil (Oberteil – vorne / hinten / Ärmel, Rock – vorne / hinten, Hose – vorne / hinten) integrieren. Deswegen war mir der Umbau jetzt so wichtig.

Danach kommen Abnäher (mit und ohne Zusammenschieben) dran. Das brauche ich nämlich selber als nächstes.

Aufwändiger als gedacht

… war das Erweitern der Editierfunktion für mein Schnittmusterprogramm.

Dafür kann man jetzt aber Punkte per Objektfang verknüpfen und beim Verschieben werden alle verbundenen Linien mitverschoben. Das heisst, wenn ich z.B. das Armloch nach unten verschiebe, verkürzt sich automatisch die Seitennaht. Die vorherige Schnittführung bleibt erhalten bis zur Bestätigung. Ebenso wird die alte und die neue Länge der Naht angezeigt und auch während des Ziehens mit der Maus sofort aktualisiert.

Das erleichtert die Änderungen enorm. Und das wird in Zukunft ja meine Hauptarbeit sein, wenn alle Grundschnitte stehen. Ein BH-Schnittmuster kann ich so in 10 Minuten an die Kundin anpassen. Das ist natürlich sensationell im Vergleich zu früher.

Jetzt hab ich eben noch 2 Schnittmuster für morgen zum Nähen gemacht. 75E und 75F sind morgen dran – dann ist die 75er-Reihe mal fertig. Ausserdem werden wir die Abschlussarbeiten an den Probemodellen von letzter Woche fertig machen und noch 2 Kundenmodelle nähen.

Geht voran 🙂

Erster Erfahrungsbericht Cutter

Heute haben wir also BH-Teile zeichnen und cutten lassen.

Beim 1. Versuch klebte der Stoff nicht stark genug, schon beim Zeichnen gab es unschöne versetzte Linien, weil sich der Stoff zum Teil in Falten legte. Beim Schneiden des 1. Teils hat es dann grad den Stoff verrissen und ich hab den Vorgang gestoppt.

Versuch 2 war dann erfolgreich. Für Versuch 3 habe ich den Stoff mit der anderen Seite nach unten geklebt, um die gegengleichen Teile zu erhalten. Den Stift sieht man bei dem feinen Stoff durch. Anschliessend habe ich noch den sehr feinen bielastischen Futterstoff geschnitten – auch das ging gut. Warum der Cutter allerdings die Datei mit den Nahtlinien für den Stift partout nicht öffnen wollte, muss ich noch raus finden. Online lädt die Software.

Schneiden funktioniert also, der Massstab ist auch sehr exakt. Ich muss nur meine Auflösung auf 96 dpi umrechnen. Allerdings wird die Matte schon recht in Mitleidenschaft gezogen. Das ist ja so ein dünnes Teil. Ausserdem sind die Originalmatten mit 40 Euro auch nicht grad günstig. Ich hab mir jetzt eine 2mm normale Schneidematte bestellt. Die werde ich auf das seltsame Sondermass zurecht schneiden und die Markierungszeichen drauf kleben / zeichnen, damit der Cutter sie auch erkennt. Papier in der Stärke zieht er ein. Ich denke, das Schneiden geht mit entsprechendem Gegendruck auch besser. Aber muss ich ausprobieren.

Anschliessend haben wir genäht, was zum Teil etwas mühsam war, je nachdem wie stark die Teile klebten. Ich muss also in Zukunft 1 Tag vor dem Nähen schneiden lassen. Aber die Nahtlinien passen perfekt. Ich hatte mir eine Exceltabelle mit den Nahtlängen für die verschiedenen Grössen angelegt, um das genau anpassen zu können.

Weil die Teile exakter als von Hand geschnitten werden, sind sie minimal kleiner. Daher fehlte am fertigen BH für Carina dann auch etwas Tiefe. Ich hatte eine Naht auch noch um 2mm verkürzt, weil es dort unschöne Minifältli gab. Wir haben dann in der Mitte unterhalb der Brust noch 8mm dazu gegeben und jetzt pass die Rundung perfekt und der BH sieht auch am Bügel von der Form her sehr schön aus.

Mit der Software kann ich das jetzt super einfach einfach ändern, speichern und beim nächsten Zuschnitt werden dann die richtigen Masse genommen.

Insofern: Funktioniert soweit schon gut, die Qualität ist deutlich besser, wir sind auch deutlich schneller – aber es hat noch Luft nach oben 😉

Die ersten BH-Schnitte

.. hab ich soeben in 3 Grössen fertig bekommen. Erstellt in meiner Software (hat noch Verbesserungspotential, aber immerhin tut es schon mal, was es soll und alles ist reproduzierbar für später).

Die Nahtlinie und die Schnittkante hab ich in 2 Vektordateien exportiert. Dann kann ich erst mit dem Stift zeichnen und anschliessend mit dem Messer cutten. Auf dem Preview sieht es schon mal gut aus 🙂

Dann bin ich mal gespannt, wie das morgen in echt ausschaut.

Nicht so einfach

… wie ich mir das vorgestellt hatte, ging das Cutten des Stoffes.

Zuerst musste ich feststellen, dass das Gerät keine Images lesen kann, sondern nur svg- und dxf-Dateien, was ja eigentlich logisch ist.

Till war so nett und hat mir die Dateien konvertiert in svg-Format. Die konnte das Gerät aber nicht einlesen *grr*. Das Onlinetool konnte sie auch nicht lesen. Absturz mit einer nichtssagenden Fehlermeldung.

Also hab ich irgendwann die Schnitte ausgedruckt, eingescannt und konnte die Muster dann nutzen.

Dann haben Corinne und ich in vielen Varianten ausprobiert, wie wir den Stoff am besten auf der Matte befestigen, damit er beim Schneiden nicht verrutscht und beim Abnehmen nicht verzieht. Das scheint jetzt gut zu funktionieren.

Das Scannen ist für mich keine gangbare Lösung, weil es mir zu ungenau ist und ich in 2 Schritten zeichnen (Nahtlinie mit einem Stift, der nach ein paar Tagen wieder verschwindet) und schneiden will. Dafür müsste ich entweder 2 Zeichnungen scannen – die müssten dann aber absolut genau platziert werden, was unpraktikabel ist. Oder sie müssten 2x gescannt werden und jeweils die nicht genutzten Teile gelöscht werden. Abgesehen davon, dass mir das zu aufwändig ist, will ich die Schnittmuster nicht erst auf Papier ausdrucken.

Also hab ich jetzt eben noch eine kleine Erweiterung programmiert, die mir meine Nahtlinien, Passzeichen & Beschriftungen sowie die Schnittkanten als 2 separate SVG-Dateien speichert. Dann hab ich auch die Kontrolle darüber, in welcher Reihenfolge ich zeichnen und schneiden lasse. Das läuft bei den automatisierten Sachen recht unkoordiniert. Ich hab dann doch lieber bei 3 Schnittkanten auch nur 3 Schnittlinien, die ausgeführt werden.

Seit Mittwoch Morgen ist aber erst mal wieder Tills Software dran. Ich kann jeweils erst später am Abend was machen, wenn ich dann noch mag. Sonntag kann ich richtig weiter machen. Montag cutte ich die Teile für 6 Grössen, dienstags nähen wir die dann (75A – 75F).

Wunderbar :)

.. bin ich heute vorangekommen.

Ich kann jetzt

  • Bilder massstabsgetreu einlesen
  • rein und raus zoomen
  • massstabsgetreu zeichnen
  • die Nahtzugaben massstabsgetreu berechnen und in den Ecken verlängern, so dass sich die Tangenten in einem Punkt schneiden
  • massstabsgetreu als Image exportieren
  • rudimentär die Daten speichern und auch wieder laden

Damit kann ich jetzt meine Schnitte für morgen vorbereiten.

Aber erst mal koch ich jetzt.

Matrizen, Koordinatensysteme & Co.

Jetzt kann man die einzelnen Schnittmuster auch drehen und verschieben. Damit das problemlos geht, habe ich jedem Schnittteil ein eigenes Koordinatensystem mit normierten Achsen verpasst. Dann muss nämlich nur der Offset und Winkel bezogen auf den gerade betrachteten Container verändert werden.

Dazu konnte ich mal wieder etwas Vektor- und Matrizenrechnung betreiben. Zwar nur relativ wenig aber immerhin. Etwas kniffliger wurde es beim Verschieben von verdrehten Flächen. Es ist mir immer wieder ein Rätsel, wie manche behaupten können, man brauche keine Mathematik zum Programmieren. Etwas räumliches Vorstellungsvermögen braucht man zum Entwickeln von Benutzeroberflächen schon.

Und jetzt gehe ich raus in den Garten – das Wetter ist grad sonnig. Es ist zwar noch etwas frisch, aber morgen soll es wieder regnen. Till ist schon draussen.

Wächst und gedeiht

So schaut’s aktuell aus:

Patty2

Die Splines können jetzt auch editiert werden: Zwischenpunkte verschoben, eingefügt und gelöscht werden.

Einen Namen für die Software habe ich auch und die Domain dazu auch schon reserviert.

Am Wochenende progammier ich weiter. Montag will ich soweit sein, dass ich die ersten Schnittmuster zum Cutten am Dienstag erfassen kann.