Archiv der Kategorie: Planung

Zufrieden und glücklich

Seit ich mir vorgenommen habe, viele Dinge nicht mehr so an mir rankommen zu lassen und erst mal einen Moment inne zu halten, bevor ich reagiere, geht es mir so richtig rundum gut. Ich lasse ganz viel an mir abperlen. Und ich mache grad gerne immer wieder Leuten eine kleine Freude. Das kostet mich gar nicht viel und wenn sich andere freuen, freue ich mich mit und alle sind glücklich.

Gestern habe ich geplant (meine eigenen Sachen!!), programmiert, Zitate für den Adventskalender gesammelt und an der Mütze für meine Nichte gestrickt. Heute habe ich unsere neue Version fertig programmiert (Juhuu!!), meinen Online-Zugang + Mail zum neuen Dozentenjob eingerichtet, aufgeräumt und alte Kontakte angeschrieben. Gleich werde ich noch norwegisch lernen, dann die nächste Woche planen und die Mütze fertig stricken. Ausserdem noch das Päckli für die Kleine und meine Mama schnüren. Die gehen morgen über die Grenze und zur Post.

Nächste Woche fange ich mit dem Photobuch + Kalender über unsere Norwegen-Reise los. Da waren wir zusammen mit Tills Schwester und das wird ihr Weihnachtsgeschenk werden. Mit den Anhängern für die Adventskalender werde ich wohl auch schon bald anfangen – dann ist es nicht so viel auf einmal. Ist eigentlich auch mal schön, das nicht alles so auf den letzten Drücker zu machen.

Fokus schärfen

Zu meiner aktuellen Fokussierung gehört neben dem scharf stellen auf bestimmte Bereiche logischerweise auch das Verschwummern anderer Bereiche.

Im Moment konzentriere ich mich sehr stark darauf, in mich rein zu fühlen, was ich will und was ich nicht will. Was ich gar nicht mehr will, ist Lebensenergie für unnötige Dinge verschwenden. Ich folge schon immer dem Motto „Accept it, Change it or Leave it“:

there-are-three-solutions-to-every-problem

Allerdings habe ich die dumme Angewohnheit, mich schnell involvieren zu lassen. Aktuell gewöhne ich mir ab, mich über irgend was aufzuregen, das ich nicht ändern kann. Das gehört zum „Accept it“ nämlich nicht dazu und saugt nur Energie ab. Ich werde mich auch künftig aus Diskussionen, die eh nix bringen, raus halten („Leave it“). Nach einem ersten Impuls halte ich immer öfter inne, überlege, ob ich es ändern kann oder nicht bzw. ob es überhaupt wichtig ist für mich. Wenn nicht, nehme ich es nur noch zur Kenntnis, ohne selber zu reagieren. Immer klappt das noch nicht, aber es wird immer besser.

Was ich will:

  • Im Hier und Jetzt leben – gesund, fröhlich und zufrieden
  • Norwegisch lernen – es ist mir ein Herzenswunsch, warum auch immer
  • Entwickeln – Software, Schnittmuster, Verarbeitungstechniken, Strickmaschinen-Steuerungen, .. (die Liste ist lang) – auch das ist mir ein Grundbedürfnis
  • Konzentriert an meinen Projekten arbeiten – ohne Ablenkung, Fokus behalten auf der gerade bearbeiteten Aufgabe
  • Freundschaften pflegen – real sticht virtuell dabei um Längen
  • Leichter werden – sowohl im wörtlichen Sinne (Gewicht) als auch übertragen (Ballast in Form von Einsortieren, Aussortieren, Verarbeiten, Verbrauchen). Ich habe über Jahrzehnte angesammelt und lasse mir auch Zeit beim wieder los werden. Zum Minimalisten werde ich deshalb sicher nie.
  • Kreativ sein und Zeit für mich haben – stricken, Fraktale, nähen, malen, was auch immer

 

Was ich nicht will:

  • Mich aufregen – über Politik, Verhaltensweisen anderer, mich selber
  • Mich für Projekte anderer einspannen lassen
  • Mich ablenken lassen
  • Mich selber ausbeuten – das habe ich lang genug
  • Sachen vor mir her schieben

 

Ich tapse mich vor .. Schritt für Schritt.

Operation „Polarstjerna Mi“

So langsam nimmt Operation „Polarstjerna Mi“ etwas Gestalt an.

Neben dem zielstrebigen Arbeiten (und Geld verdienen) an verschiedenen Textil-/IT-Projekten gehört dazu auch norwegisch lernen.

Ziel ist es, genügend Geld für ein (Ferien-)Haus in Norwegen zu erwirtschaften. Die sind dort relativ günstig zu haben.

Ausserdem gehört dazu logischerweise, Ballast abwerfen und möglichst viel von meinen Sachen zu verkaufen / verschenken / vernähen / verstricken. Und absolut nichts Unnötiges mehr zu kaufen. Tue ich eh kaum, wird jetzt aber noch rigoroser verfolgt.

Das ist ein mehrjähriges Projekt, ich hau nicht morgen ab – also keine Panik bitte 😉

(Auch wenn ich keine Haus in Norwegen kaufen sollte, sind alle Nebenaspekte des Projekts sinnvoll)

Luft nach oben

So ganz habe ich meinen Rhythmus noch nicht gefunden. Meine Tage sind derzeit aber auch etwas zerfranst mit Mini-Ausstellungen, Besuchen, Zahnreinigung, Skype-Gesprächen, Kundenterminen, usw. Wirklich besser wird es damit erst ab Ende Oktober, wenn dann auch Kontrolluntersuchungen, Passverlängerung, Zahnarzt, Familientreffen und so durch sind.

Ich bin etwas unzufrieden mit mir, weil ich nicht so effizient bin, wie ich das gerne wär. Und weil ich meine eigenen Pläne nicht so ernst nehme, wie ich es sollte. Ich lass mich momentan gern ablenken – das ist nicht gut.

ABER: ich habe ein relativ konkretes mittelfristiges Ziel, auf das ich hinarbeiten will. Mein Polarstern. Zeithorizont: rund 5 Jahre. Das Projekt läuft auch schon – allerdings bisher leider eher auf Sparflamme. Das werde ich jetzt aber höher hängen (Polarstern eben) und mich stärker darauf ausrichten (Polarstern – ganz genau).

Bis Sonntag gebe ich der Software Vorrang – dann wird nächste Woche verpflichtend geplant und startet Operation „Polarstjerna Mi“.

Polarstjerna

Schlachtplan

Ihr wolltet es so – also beschwert euch bitte nicht, wenn ich euch an meinen Plänen teilhaben lasse.

Neben meinen beiden Jobs (Software / Nähatelier) habe ich 5 Bereiche, die mir wichtig sind / in denen ich weiterkommen will:

  1. Norwegisch lernen
  2. Strickmaschine
  3. Schnittmuster-Projekt
  4. Webshop
  5. Nähen / Garten / Hobbies

1. und 4. sollten eher gleichmässig / täglich oder jeden 2. Tag laufen. 2. und 3. eher als etwas grösserer Block von mehreren Stunden. 5. kann ich flexibel handhaben.

Montags und Mittwochs esse ich normalerweise nichts, habe abends also komplett frei, weil ich auch nicht koche an den 2 Tagen. An die Abende kommt ein Block „Strickmaschine“ und ein Block „Schnittmuster“. An die anderen 3 Abende kommt „Webshop“. Freitags schenke ich mir das je nach Stimmung vielleicht auch. Jeden Abend wird allerdings norwegisch gelesen / gehört / gelernt.

Am Wochenende wird natürlich auch norwegisch gelernt, 1x Webshop gepflegt und mindestens 2 Stunden dem Punkt 5 gewidmet. Ob dann neben Haushalt und sonstigen Pflichtaufgaben noch Zeit für einen Block 2 oder 3 ist, werde ich nur spontan je nach Auftragslage im Geschäft entscheiden können. Sollte ich unter der Woche aber einen Block ausfallen lassen, muss er am Wochenende nachgeholt werden.

Jo – ich glaub, das kommt gut. Das werde ich mal so in meinen himmelblauen Produktivitätsplaner eintragen. Ich reserviere also Zeitblöcke statt konkrete Aufgaben zu planen. Was ich zu tun habe, weiss ich eh meist recht gut. Ich wär nur gern effizienter und zielstrebiger.

Tiptop!

(Amüsanterweise hat meine Norwegisch-Lehrerin zum Schluss auch immer tiptop gesagt. Sie fand das so fröhlich und treffend.)

Skandinavisches Finale

… gibt es morgen. Da freu ich mich schon drauf. Fahnen von Dänemark und Norwegen haben wir da. Till wird wie immer für die Dänen sein, ich für die Norweger. Wird bestimmt spannend 🙂

Ich hätte es den Deutschen auch gegönnt, wenn sie besser gespielt hatten. Aber die Norweger waren einfach eine Nummer zu gross und wahnsinnig abgebrüht – und das noch dazu gegen DAS Publikum. Irgendwie hatte ich vorher schon das Gefühl, dass viele mit dem Kopf schon im Finale waren. Das ist immer gefährlich.

Schön wäre, wenn man in Zukunft etwas mehr Handball im Fernsehen sehen würde. Das ist schon eine tolle, schnelle, spannende Sportart.

Bei mir ist am Wochenende Programmieren angesagt. Mein Umbau geht voran, gestern Abend kurz vor dem Heimgehen habe ich endlich alle sich überlagernden Touchevents sauber trennen und verarbeiten können. Im Büro hab ich einen Monitor mit Toucheingabe und kann das erheblich besser testen als daheim.

Heute mach ich noch ein paar kleinere Ergänzungen daran. Dann teste ich auf einem unserer Tablets, ob die Touchbefehle da auch richtig funktionieren. Leider ist das Handling der Touchevents von Hardware zu Hardware unterschiedlich. Anschliessend kann ich das Modul in der Software tauschen und noch den Rest der Releaseversion implementieren.

Nächste Woche noch für das Administriertool – dann ist es geschafft. Das dürfte allerdings ein anstrengender Endspurt werden, eher ein Marathonlauf.

Heut in 2 Wochen

.. hab ich alles hinter mir.

Den Software-Release für die kundenspezifische Software. Die geht dann in den kantonsweiten Testbetrieb. Bis dahin ist noch massig zu tun – für Till und mich.

Und meine Kollektions-Vorstellung. Bis dahin ist noch viel mehr zu tun. Bei den Schnittmustern bin ich relativ weit – ich habe 61 von 70 Grössen bei den Unterbrustbändern und 52 von 70 bei den Cups. Gedruckt sind die alle. Heute Abend (und Nacht) werde ich sie schablonieren – ich vermute, es gibt eine Nachtschicht. Egal – dann kann ich nebenher die Quitten, die mir meine nette Nachbarin geschenkt hat, einkochen.

Morgen schneide ich zu: 30 Cups und 40 Unterbrustbänder. Und programmieren muss ich auch noch.

Montag und Dienstag wird wieder im Akkord genäht.

Aktuell arbeite ich schätzungsweise deutlich über 100 Stunden pro Woche. Das ist sogar mir als bekennendem Workaholic eigentlich zu viel – aber die 2 Wochen schaff ich jetzt auch noch 😉

Im Akkord

… haben wir heute BHs (unsere weissen Probemodelle) genäht. Bis auf Träger und Verschlüsse sind jetzt 25 Stück fertig. Uff.

Eben hab ich noch die nächsten Cups mit meiner Software konstruiert, damit ich die in den nächsten Tagen schablonieren und am Wochenende zuschneiden kann. Jetzt bin ich einigermassen groggy.

Ausserdem haben wir heute bei jedem Schritt für jede 10er Kleinserie unsere Zeiten gestoppt, damit ich Durchschnittszeiten ermitteln kann. Till hat mich zwar aufgrund der old-fashioned Stoppuhren ausgelacht. Aber effizienter und mit weniger Ablenkung geht nicht. Ich will kein blinkendes Smartphone neben den Nähmaschinen liegen haben – auch wenn man da natürlich auch Zeiten stoppen kann. Die Zeiten hab ich in ein Excel-Sheet eingetragen und jetzt eine gute Datengrundlage für die 46 (!!) benötigten Arbeitsschritte.

Jetzt hüpf ich mal ins Betti, damit ich morgen wieder fleissig programmieren und abends konstruieren / schneiden kann. Mach ich abhängig vom Grad der geistigen Umnachtung … 😉

Guets Nächtli!

Eine Frage des Standpunkts

Nein – ich rede nicht von der Bayern-Wahl. (Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden und freue mich, dass das Land von einer grünen Wahlbeteiligung verschont bleibt. Da können sind die quieckende Klassensprecherin, der Hofreiter Toni und der beleidigte Habeck noch so sehr darüber aufregen. Die sollen anderen Vorschriften machen)

Heute hat der Nachbarsbub Till gefragt, warum er so komisch redet. Er hat sich darüber aufgeregt. Tjoah – Hochdeutsch ist hier halt nicht die Norm … *grins* .. und für schweizerische Ohrwaschel redet er halt komisch. Ich auch. Aber ich red wenigstens sympathisch-lustig-komisch 😉

Und ich darf verkünden: Die Verarbeitung der Cups ist jetzt auch im Detail definiert, getestet und für gut befunden. Am Wochenende werde ich Schnittmuster für die verschiedenen Grössen ausdrucken, laminieren und ausschneiden. Sonntag gleich noch die ersten Teile zuschneiden und nähen, damit wir Montag früh dann etwas entkoppelt voneinander mit der Serieproduktion beginnen können.

Am Dienstag war die Zeitung da. War sehr spannend und ich bin schon neugierig auf den Artikel.

Gekocht habe ich schon (Bolognese mit Rüebli, Sellerie, Chili, Zwiebeln und Kräutern aus dem Garten köchelt schon eine Zeitlang vor sich hin, Spaghetti sind ja gleich gekocht). Heute Abend werde ich nur noch eine Kleinigkeit (nur paar Umgebungsparameter und Einstellungen – ca. 1 Stunde) programmieren und Till dann das Kundenlaptop installieren, damit er testen kann.

Kein Hintertürchen mehr

So. Jetzt gibt es kein Zurück mehr.

Der Kollektions-Vorstellungstermin steht. Die ersten Inserate sind geschaltet. Die Zeitung kommt und macht einen Artikel, der ca. 1 Woche davor erscheint.

Es wird (weisse, schlichte) Probemodelle zur Ermittlung der optimalen Passform in 70 Grössen geben. Die ersten 30 Unterbrustbänder haben wir Montag und Dienstag zugeschnitten und komplett mit Futter, Gummiband, Etiketten und Co. genäht. Aktuell gestalte ich den Flyer, damit der spätestens Montag in Druck gehen kann.

Am Wochenende erstelle ich die Schnittmuster für die Cups elektronisch. Montag und Dienstag werden die genäht. Parallel dazu die bunten Kollektionsmodelle.

Spannende Zeiten 🙂