Archiv der Kategorie: Norwegen

Gebucht!

Nachdem ich jetzt in etwa weiss, wie ich meine Tage in Norwegen einteilen werde, habe ich eben meine Flüge gebucht.

Weil Bergen flugtechnisch nicht soooo gut zu erreichen ist, fliege ich von Züri nach Oslo und fahre mit dem Zug nach Bergen (soll eine wunderschöne Strecke sein, ca. 6.5 Stunden für rund 100 CHF). Nach einer Übernachtung in Bergen geht es weiter nach Balestrand mit meiner Lehrerin.

Von dort kann ich nach dem Kurs mit ihr Richtung Hardangerfjord mitfahren. Dort werde ich 2, 3 Tage mit Wandern, Museumsbesuchen und Fährenfahrten verbringen. Dann Strikkemuseum / -Produktion, Midtsommer-Feier und mit dem Zug retour nach Oslo, wo ich noch vielleicht 2 Tage bleibe, bevor mich der Flieger dann wieder retour nach Züri bringt.

Soweit der Plan.

Die Flüge kosten gerade mal etwas über 250 CHF – das nenne ich mal günstig 😉 – und ich muss nicht stundenlang an einem Flughafen rumhängen und auf einen Anschlussflug warten.

Erfreulich

Über den Arbeitskollegen einer Freundin habe ich einen Kontakt zu Dale of Norway gesucht, weil ich nächstes Jahr auf meiner Sprachreise dort gern die Produktion anschauen würde.

Er hat mir die Kontaktdaten vom CEO gegeben und ich hab mich kaum getraut, ihn anzuschreiben. Der „Kontaktmann“ meinte aber, ich solle es einfach probieren und wenn nötig ein paar Mal erinnern (würde ich nicht machen) oder einfach anrufen (niemals!!)

Gestern Abend habe ich mir ein Herz gefasst und ihn (auf norwegisch) angeschrieben. Heute am frühen Nachmittag kam schon die Antwort, dass ich sehr gerne vorbei kommen dürfe und mich ein paar Wochen vor der Reise nochmals melden soll, damit wir einen passenden Termin finden.

Oh – ich freu mich ja so sehr 🙂

Hjemlengsel

Direkt Heimweh nach Norwegen habe ich bekommen in den letzten Tagen. Ich habe nämlich (endlich!) das Fotobuch zur Tour an Ostern gemacht. Das wird das Weihnachtsgeschenk für Tills Schwester, die ja mit dabei war. Und wir bekommen natürlich auch eines. Ausserdem hatte ich gestern wieder Skype-Kurs. Das ist immer total lustig 🙂

Weil ich schon dabei war, habe ich heute auch noch einen Kalender mit den schönsten Bildern gemacht. Die habe ich aber rein nach Stimmung den Monaten zugeordnet – nicht chronologisch. Es sind auch nur Landschaftsbilder – im Buch habe ich schon so viele Bilder von uns und ich will den Kalender auch mehrfach verschenken. Da passen so interne Spassbilder nicht so gut, finde ich.

Das hier ist z.B. der Januar 2020:

Kalender_2020_01

Wollt ihr jeden Monat das jeweilige Kalenderblatt sehen?

Glücksgriff

Gestern hatte ich meine 1. Norwegischlektion per Skype. Bei meiner netten Lehrerin, bei der ich ja schon einen Einzelkurs in Hamburg gemacht hatte.

Die 90 Minuten waren total schnell vorbei und neben allgemeinen Themen haben wir uns auch an die Planung der Sprachreise nächsten Sommer gemacht. Welche der ausgeschriebenen Kurse für mich in Frage kommen, hatte ich ja davor schon überlegt.

Als ich ihr erzählt habe, dass ich gern noch ins Strikke-Museum in Bergen und zu Dale (dort produziert Dale of Norway – logisch, odr?) gehen würde (vor oder nach dem Kurs), hat sie von sich aus angeboten, dass wir uns in Bergen treffen, zusammen nach Dale fahren, Produktion angucken und dann erst weiter zum Kursort.

Weil: sie könnt mich gut leiden und mit mir wär das für sie auch wie Urlaub und ich hätte so einen positiven Einfluss auf sie. Uiuiuiui… dabei bin ich so ein sprachlicher Problemfall. Aber es wird. Langsam, aber die Richtung passt schon 🙂

Auf jeden Fall war sie ein echter Glücksgriff 🙂

Hver dag et lite skritt…

(Jeden Tag einen kleinen Schritt…)

sprich:

Mühsam ernährt sich das Eichkätzli – aber ich bin fleissig dran, jeden Tag wenigstens etwas norwegisch zu lernen.

Zuhören und lesen ist schon viel einfacher als selber zu formulieren, egal ob mündlich oder schriftlich.

Jetzt habe ich auch meinen ersten Skype-Termin (90 Minuten): Anfang November an einem Dienstag Abend werde ich mir meine wenigen Kenntnisse raus schwitzen .. 😉

Operation „Polarstjerna Mi“

So langsam nimmt Operation „Polarstjerna Mi“ etwas Gestalt an.

Neben dem zielstrebigen Arbeiten (und Geld verdienen) an verschiedenen Textil-/IT-Projekten gehört dazu auch norwegisch lernen.

Ziel ist es, genügend Geld für ein (Ferien-)Haus in Norwegen zu erwirtschaften. Die sind dort relativ günstig zu haben.

Ausserdem gehört dazu logischerweise, Ballast abwerfen und möglichst viel von meinen Sachen zu verkaufen / verschenken / vernähen / verstricken. Und absolut nichts Unnötiges mehr zu kaufen. Tue ich eh kaum, wird jetzt aber noch rigoroser verfolgt.

Das ist ein mehrjähriges Projekt, ich hau nicht morgen ab – also keine Panik bitte 😉

(Auch wenn ich keine Haus in Norwegen kaufen sollte, sind alle Nebenaspekte des Projekts sinnvoll)

Mein Norwegischkurs

Der Anlass für meine Reise nach Hamburg war mein Norwegischkurs. Zwei Mal 3 Stunden Einzelunterricht sollten es sein und ich war davor schon etwas nervös, weil ich in den Wochen vorher kaum zum Lernen gekommen war und das Gefühl hatte, gar nichts zu können.

Weil ich Distanzen in Städten schwierig abschätzen kann (und schon schweizerisch infiziert bin), war ich viel zu früh dran. Eine geschlagene halbe Stunde. Sie meinte, sie wäre gerade erst zur Tür rein und noch nicht so weit. Ich hab ihr dann angeboten, dass ich auch noch spazieren gehen kann bei dem schönen Wetter – sie meinte dann, ich könnte mich doch auch raus auf die Terrasse setzen.

Wir sind dann sofort über den Garten ins Gespräch gekommen und sie meinte, wir könnten auch zusammen Unkraut jäten, sie redet norwegisch und erklärt mir ein paar Sachen und würde die halbe Stunde auch nicht verrechnen. Gesagt, getan – nach einer halben Stunde stand ihre Haustür noch immer offen, weil sie das vor lauter Begeisterung ganz vergessen hatte. Wir waren ca. 1.5 Stunden im Garten beschäftigt und ich weiss jetzt viel über Pflanzen / Beeren / Schnecken (!!) auf norwegisch.

Danach gab es Kafi und Kuchen, etwas Grammatik, Ausspracheregeln, Zahlen, Lesen. Sie hat mir noch ganz viele Zeitschriften auf norwegisch geschenkt – weil die super zum Üben sind. Kochrezepte sind da auch drin und Strickanleitungen :). Ich konnte auch einige Sachen sogar schon auf norwegisch erzählen / erklären. Sie fand es total lustig, dass ich immer erst überlegt habe und dann den Satz mit möglichst richtiger Grammatik raus geschwitzt habe. Die meisten plappern wohl drauf los – aber das hatte ich ihr vorher schon gesagt, dass ich das nicht kann.

Am nächsten Tag haben wir früher als geplant angefangen, weil ich a) früher gehen wollte, um sicher den Zug zu erreichen und wir b) noch Kräuter im Baumarkt kaufen wollten. Auch dort hat sie mir alles mögliche auf norwegisch erzählt / erklärt und sogar der Kassiererin noch 3 norwegische Wörter beigebracht. Wieder retour bei ihr, haben wir Kräuter gepflanzt, vorne noch gejätet, Kafi getrunken und hauptsächlich Zeitformen geübt. Die Zeit war so schnell um – sie hat mich noch zum Bus gebracht, mich fest gedrückt und zum Busfahrer gesagt „passen sie gut auf sie auf!“

Wir haben einen sehr guten Draht zueinander – das passiert mir nicht so oft. Hier scheint mir die Wahl der Lehrerin ein echter Glücksgriff zu sein. Ich werde mir zum Geburtstag von allen Skype-Stunden bei ihr wünschen – dann kann ich weiter üben und dran bleiben.

Eine Sprachreise werde ich mit ihr (und anderen) sicher machen – ist nur noch die Frage, wann und wohin. Aber das muss ich jetzt noch nicht entscheiden.

Einmal Hamburg und retour

Letzten Samstag habe ich mich auf den Weg nach Hamburg gemacht. Till hat mich morgens zum Bahnhof gebracht und nach knapp 7 Stunden war ich pünktlich (!!) in HH, wo mich Frau Verbalkanone netterweise abgeholt hat.

Nach einem schönen Abend stand am Sonntag Flohmarkt (aufgrund ausfallender U-Bahnen wurde gleich etwas Sightseeing draus), Kuchen backen, Verwandtenbesuch*, kochen und norwegisch lernen auf dem Programm.

*Ich war nachmittags bei Tills Nichte in ihrer neuen Wohnung und habe endlich ihren Freund und das neueste Familienmitglied (ein noch ganz junger Hund) kennengelernt. Das letzte Mal hatte ich sie vor 5 Jahren gesehen – wie die Zeit doch vergeht.

Montag Morgen ging’s ins Industriegebiet – zur Wollfabrik Hamburg. Die haben ganz viel Garn einfädig auf Spulen, das man sich zu Wunschkombinationen zusammenspulen lassen kann. Weil ich selber Farbübergänge machen will und sowieso an der Strickmaschine auch mehrere Fäden durch eine Öse laufen lassen kann, hab ich nur einfädiges Garn gekauft. 3 Kilo reines Merino in 7 Farben (violett 2x, lila, blau 2x, schwarz, ecru) und 1 Kone Baumwolle in weiss. Damit kann ich jetzt gut experimentieren – ich bin schon echt gespannt, wie das rauskommt.

Anschliessend mussten wir erst mal herausfinden, wie man von dort wieder in die Zivilisation kommt und haben schliesslich einen Bus in die City gefunden, um uns erstmal mit Waffeln und Kafi zu stärken. Danach nahm Frau Verbalkanone meine Eroberungen mit (nur vorübergehend natürlich, damit ich sie nicht schleppen muss – danke nochmals!) und setzte mich in die U-Bahn Richtung Norwegisch-Kurs.

Ich war soo gespannt und auch etwas aufgeregt, weil ich ja nicht so viel zum Lernen gekommen war in den letzten Wochen. Der Kurs war unglaublich toll und die Lehrerin ist Spitze. Ich schreibe darüber einen separaten Eintrag. Abends bin ich wieder in die Stadt, um mich mit meinem alten Deutschlehrer zu treffen. Er ist Prof. in Kiel und extra meinetwegen nach 30 Jahren nach Hamburg gekommen. Ist das nicht toll? Der Abend war sehr unterhaltsam und *schwupp* vorbei.

Nach einer kurzen Nacht, Kafi, duschen und packen, ging es leider schon ans Abschiednehmen. Gleichzeitig freute ich mich aber auch auf den 2. Teil des Norwegisch-Kurses gleich am Morgen. Der war auch wieder unglaublich schnell vorbei und *zack* schon ging es per Bus und U-Bahn zum Bahnhof und heim in die Schweiz. Der Zug hatte eine gute halbe Stunde Verspätung, so dass ich Dienstag Abend erst um halb 10 Till in die Arme gefallen bin.

Ausser Katze kraulen, Bierchen trinken, Kleinigkeit essen und etwas erzählen habe ich am Abend auch nichts mehr gemacht.

Gratulerer med dagen, Norge

Heute ist Nationalfeiertag in Norwegen und ich hab Freude an den Bildern, z.B. solchen:


(Quelle: ourwaytours.com)

Irgendwann will ich an dem Tag auch mal in meinem Lieblingsland sein …

*soifz*

soooo schön …