Archiv der Kategorie: Schnittmuster

8:0

Heute war eine ganz liebe langjährige Kundin bei mir, die mir jedes Mal erzählt, dass sie ohne meine BHs gar nicht mehr arbeiten könnte und sooo dankbar ist, dass es mich gibt 🙂

Ich hatte sie angeschrieben, ob ich meinen neuen BH-Schnitt an mir probieren dürfte. Sie hat sofort zugesagt und war heute da. 70G ist ihre Grösse und unglaublicherweise passte das Modell auf Anhieb. Sogar ohne Bügel!

Sie hatte noch nie einen ohne Bügel, der gut genug gestützt hätte bzw. den es überhaupt zu kaufen gegeben hätte. Sie will das jetzt mal ausprobieren und hat grad einen bestellt.

Sooo toll 🙂

Das letzte Spiel (das A-Körbchen) geht übrigens grad ins Elfmeterschiessen. Wir haben an Corinnes Modell (B-Cup) auch noch Anpassungen vornehmen müssen (jetzt ist er absolut perfekt) und die fürs A-Cup übertragen. Das Modell ist heute auf die Post gegangen und ich bin recht zuversichtlich, dass der passen wird. Aber wir werden es sehen.

Und Hurtigruten für April 2019 mit Till und Tills Schwester sind auch gebucht – gleiches Schiff wie letztes Mal. Wir sind aber ja auch dieses Jahr wieder im gleichen Ferienhaus in Norddänemark wie alle 2 Jahre. Wir sind ja solche Spiesser … 🙂

6:0 und noch eine kurze Verlängerung

So. Auch mein Tochter-Mutter-Gespann meldet Erfolgserlebnisse.

Die Tochter hat einen deutlichen Sieg eingefahren. Bei der Mama müssen wir gegen eine schon arg angeschlagene Mannschaft mit einem Mann weniger in die Verlängerung. In einer Cupnaht müssen je 2-3 mm weg – dann passt auch Cup A perfekt. Das ändere ich noch und schick es retour – aber das ist keine grosse Sache.

Damit ist uns der Sieg nicht mehr zu nehmen, wir sind ganz kurz vor unserem perfekten Schnittmodell für Cups von A bis F, Unterbrustweiten von 65 bis 105.

Morgen machen wir noch minimale Korrekturen und machen uns an die Verarbeitungsdetails unserer Standardmodelle.

Ich froi mich ja so sehr 🙂

Seit 10 Jahren bin ich auf der Jagd nach genau DIESEM Schnitt: schöne, natürliche Form, guter Halt, bequem, mit und ohne Bügel verwendbar. Das ist sooo toll 🙂

Ich installiere, installiere, installiere

… im (gar nicht) Sauseschritt ….

Heute ist der Server der anderen Kunden dran. Auch hier sind Updates fällig und für noch einen Kunden, dessen Projekte auch auf dem Server laufen, habe ich neue Features implementieren müssen. Damit bin ich heute erstaunlicherweise komplett fertig geworden. Nicht, dass ich das nicht so abgeschätzt hatte – aber bekannterweise sind meine Zeitschätzungen ja eher relativ (um nicht zu sagen grottenschlecht). Wenn das aber so schnarchlangsam weiter geht, bin ich hier noch länger beschäftigt ..

Montag / Dienstag habe ich noch Verbesserungen am BH-Schnitt vorgenommen. Das wird jetzt die letzte Variante. Meiner passt gut, der von Caroline auch, der von Tanja ist auch auf dem richtigen Weg. Als nächstes versuche ich, die Cups zu harmonisieren und daraus die Grösse für meine Mama abzuleiten. Dann werden die BHs für Caroline, Tanja und mich nochmals komplett nach dem neuen Schnitt genäht (ohne Anstückelungen und Änderungen wie bei den jetzigen Modellen), um ihn zu validieren und noch Feinjustierungen machen zu können. Davon ausgehend nähen wir noch die Modelle für die weiteren 3 Probieropfer. Und dann heisst es Hopp oder Top.

Für meine Mama habe ich am Dienstag und heute Abend noch einen Jeans-Bahnenrock und ein Ringelshirt genäht. Das hat sie sich zum Geburtstag gewünscht. Der ist Anfang nächster Woche und da fahr ich wie jedes Jahr hin. Heuer ist es auch ein runder (der 70.) – aber wir feiern nur wie immer gemütlich daheim. Wer kommt, ist da – wer nicht, eben nicht. Mama mag keine grossen Feiern.

Montag Abend haben wir noch Verlegeplatten und Vlies für die Zweitküche geholt. Die legen wir morgen Abend schon mal aus und verkleben sie. Dann müssen wir Samstag nur noch das Laminat legen. Unter der Eckbank wird das bestimmt eine ganz schöne Stückelei ..

Der Server ist wieder da … ich installier mal weiter …

Hopp oder Top?

Noch immer laboriere ich an meinen BH-Schnitten herum.

Die Anforderungen sind klar: das Modell soll gut stützen, schön formen, mit und ohne Bügel tragbar, prothesengeeignet und etwas tolerant (sprich leicht elastisch) sein. Obendrein soll es keinen Druck ausüben, um Lymphstau zu vermeiden.

So lange die Kriterien für meine 5 Testpersonen nicht erfüllt sind, geht es leider nicht weiter voran.

Um nicht endlos Zeit zu investieren, hab ich mir eine harte Deadline gesetzt: Ende April müssen alle 5 Testpersonen + 2 Validierungsdamen (meine Mama und eine liebe Freundin, die noch nichts von ihrem Glück weiss) „TOP“ gesagt haben. Gibt es 1 oder mehrere „FLOP“-Stimmen, gebe ich auf.

Ich bin vorsichtig optimistisch, hatte letzte Woche aber einen rechten Dämpfer. Der hat aber zu einer grundlegenden Änderung der Schnittführung und Passformverbesserung geführt.

So oder so: ein Ende ist in Sicht 😉

Guter Kompromiss

Nach einigen Tagen Testtragen habe ich jetzt einen guten Kompromiss für meine BHs ohne Bügel gefunden, glaube ich.

Er stützt schön, drückt nicht, ist bequem, hat keine Falten und ist gut zu fertigen. In der vorderen Mitte liegt er nicht ganz, ganz, ganz genau an – das geht aber ohne Bügel halt auch nicht, ohne dann entweder ganz eng an den Körper zu drücken (ist unbequem, quetscht die Brust) oder das Körbchen grösser zu nähen (dann gibt es hässliche Falten an der Cupnaht). Aber es ist ein Kompromiss, mit dem ich sehr gut leben kann.

Das Modell für Caroline und meines haben wir für gut befunden. 3 weitere Testgrössen habe ich schon vorbereitet und nähe ich nächste Woche fertig. Und noch 2 Grössen werde ich überprüfen. Danach ändere ich am Schnitt nichts mehr. 100% Trefferquote werden wir nie erreichen, irgendeinen Tod stirbt man halt immer.

Die 3 ersten Grundfarben habe ich auch definiert. Nächste Woche werden wir Verarbeitungsvarianten für die Cups testen. Unterbrustband, Träger, Ausschnitt usw. sind soweit definiert. Bei den Cups versuchen wir noch, die Anzahl Nähte zu minimieren und die Verarbeitung zu vereinfachen.

Später gibt es noch eine kleine Testrunde mit Bügel-BH, Still-BH, Sport-BH und Bikini-Oberteil.

Sie ziert sich noch …

… meine Weltformel…

Aber: wir sind grosse Schritte weiter und es ist nur noch Feinarbeit nötig. Die nächste Runde ist dann hoffentlich die letzte.

Ich bin da jetzt doch recht zuversichtlich 🙂

Ziel ist immer noch Ende Januar und das ist auch immer noch schaffbar. Wir sind auf Kurs.

Von toten Gäulen

… soll man absteigen.

Im November habe ich beschlossen, keine Massarbeiten mehr zu erledigen. Der Zeitaufwand steht in keinem Verhältnis zum Preis. Auch mit den Probemodellen ist kein grüner Zweig in Sicht. Davon abgesehen, sind die Erwartungen teilweise extrem hoch und schon allein aufgrund der Schwerkraft nicht zu erfüllen.

Auch Änderungsarbeiten übernehme ich nicht mehr. Das lohnt sich weder für die Kundin noch für mich – meistens wird es auch nicht so wie gewünscht und dann sind alle Seiten unglücklich.

Aktuell entwickle ich Schnitte, die vielen gut passen – mit und ohne Bügel, für grosse Cups, mit oder ohne Prothese. Riesige Grössen (also extrem Übergewichtige) werden bei mir nicht fündig – dafür müssen die Modelle ganz anders gearbeitet werden. Wem die Form / das Modell / der Schnitt nicht gefällt, der muss woanders schauen.

Wir fangen mit ganz wenig Modellen an, die auch umgetauscht werden können. Und dann schauen wir mal. Und wenn das nicht klappt, hör ich ganz auf mit der Produktion und mach was anderes.

Nähen, programmieren, basteln und stricken

Gestern und heute haben wir an den BHs und Panties weiter genäht. Dort geht es hauptsächlich um die Verarbeitungstechniken in Kombination mit den Standardschnitten. Das Ganze natürlich so effizient wie möglich und mit möglichst flachen Nähten.

Dabei hatte ich an einer Quernaht am Cup gar keine Freude. Ich hab den Schnitt jetzt nochmals etwas überarbeitet, 3 Schnittteile zu 2 zusammengelegt und jetzt gefällt mir das doch sehr gut. Mit nur 2 vertikalen Nähten im Cup wirkt das viel harmonischer und streckt auch schön. Die Funktion kommt wie zuvor aus dem speziellen technischen Stoff.

Zum Testen gibt es jetzt erst mal einen BH für mich und Carole. Aber ich bin da recht zuversichtlich. Die Änderungen sind nicht gross, die Form sieht gut aus und stimmt beim Dranhalten an die alte Form überein. Drückt mir die Daumen, dass das klappt. Das würde die Näharbeiten sehr vereinfachen.

Am Schnittmusterprogramm habe ich auch weiter geschrieben. Es wird. Langsam, aber doch stetig. Mit 2 Nachmittagen pro Woche kommt man halt auch nicht so schnell voran. Ich muss mal abends etwas fleissiger sein.

Und heute Abend hab ich mal die Bauteile für meinen Cutter zusammengesucht und eine Stückliste in Excel angefangen. Ich will ja nicht alles einzeln bestellen müssen. Die ganzen Beschläge und Kleinteile kann ich über meinen Bruder beziehen. Die Bezugsquellen für die Linearschienen, Lager, Zahnriemen, Schrittmotoren, Endschalter, Platinen & Co. hab ich auch schon rausgesucht.

Gestern habe ich übrigens Vorder- und Rückenteil von meiner schönen bunten Kuscheljacke fertig gestrickt. Die hat ja ein Allover-Ornament-Muster. Für die Ärmel möchte ich gern ein kleineres Muster und unten am Saum dann einen Ornament-Streifen. Ein paar passende Muster habe ich gestern noch rausgesucht, muss mich also nur noch entscheiden. Die Wolle ist recht knapp und ich möchte gleiche Farbverläufe für beide Ärmel – also werde ich beide wieder gleichzeitig von oben nach unten im Rund stricken.

Die Jagdsaison

.. auf Schnecken ist wieder eröffnet.

Vorhin habe ich 8 so elende Biester beim Fressen erwischt und gleich in der Mitte durchgeschnitten. Die sind so eine Seuche, die keiner braucht.

Ansonsten habe ich mich heute mit Matrizenrechnung, Rotationen und Translationen und einem Knoten im Hirn beschäftig. Ich wollte nämlich, dass sich das umschreibende Rechteck eines Schnittteils am Fadenlauf ausrichtet – weil ich ja im Normalfall parallel bzw. rechtwinklig dazu skalieren möchte. Das geht jetzt endlich.

Das erlaubt mir meine Editierfunktionen alle visuell vornehmen zu können – mit sofortigem Feedback für den Benutzer. Später kann ich in die Grundfläche auch noch den Konstruktionsblock für das jeweilige Teil (Oberteil – vorne / hinten / Ärmel, Rock – vorne / hinten, Hose – vorne / hinten) integrieren. Deswegen war mir der Umbau jetzt so wichtig.

Danach kommen Abnäher (mit und ohne Zusammenschieben) dran. Das brauche ich nämlich selber als nächstes.

Aufwändiger als gedacht

… war das Erweitern der Editierfunktion für mein Schnittmusterprogramm.

Dafür kann man jetzt aber Punkte per Objektfang verknüpfen und beim Verschieben werden alle verbundenen Linien mitverschoben. Das heisst, wenn ich z.B. das Armloch nach unten verschiebe, verkürzt sich automatisch die Seitennaht. Die vorherige Schnittführung bleibt erhalten bis zur Bestätigung. Ebenso wird die alte und die neue Länge der Naht angezeigt und auch während des Ziehens mit der Maus sofort aktualisiert.

Das erleichtert die Änderungen enorm. Und das wird in Zukunft ja meine Hauptarbeit sein, wenn alle Grundschnitte stehen. Ein BH-Schnittmuster kann ich so in 10 Minuten an die Kundin anpassen. Das ist natürlich sensationell im Vergleich zu früher.

Jetzt hab ich eben noch 2 Schnittmuster für morgen zum Nähen gemacht. 75E und 75F sind morgen dran – dann ist die 75er-Reihe mal fertig. Ausserdem werden wir die Abschlussarbeiten an den Probemodellen von letzter Woche fertig machen und noch 2 Kundenmodelle nähen.

Geht voran 🙂