Archiv der Kategorie: Schnittmuster

Immerhin ein Startpunkt

In letzter Zeit geht es bei meinem Schnittgenerator relativ langsam voran. Ich musste mich erst durch die Anatomie wühlen und einen Mittelweg finden zwischen „wichtig für die Berechnung“ – „verallgemeinerbar“ – „vernachlässigbar“ – „akzeptabel für das Perfektionisten-Ego“ – „gnnnaaaa“ finden. Jetzt ist das aber herausgeschwitzt, glaub ich.

Und damit geht es zum nächsten Problem: wie organisiere ich meine Daten so, dass sie flexibel genug für spätere Erweiterungen sind, aber unnötige Detailverliebtheit vermeiden? Wie kann ich das später auch noch so gestalten, dass eine Bedienung für andere Menschen ausser mir auch noch nachvollziehbar ist. Auch das habe ich jetzt gut definiert, glaub ich.

Weiter geht es mit der konkreten Umsetzung. Weil ich wiederverwendbare Module schreibe und nicht zu viele Zwischenschritte machen wollte, habe ich jetzt eine Mini-Desktop-Applikation zum Testen erstellt. Momentan macht die noch nicht viel mehr als ein paar Striche – die aber in der Technologie, die ich später für die Webapplikation und das Generieren der PDFs brauche. Damit kann ich mal meine Berechnungen ohne grosse Umwege testen. Das sieht ausser mir eh keiner – d.h. da kann ich hacken.

Die Kundenseite sieht dann nur die Webapplikation. Die muss ich erst noch etwas aufräumen und setze ich dann um, wenn meine Algorithmen stehen. Das Arbeitsprinzip habe ich ja schon getestet und funktioniert.

Langer Rede, kurzer Sinn: der mühsamste Teil neigt sich dem Ende zu. Es gibt hoffentlich bald was zu sehen.

Schneller als gedacht

… konnte ich die allererste Version vom Schnittgenerator online stellen und inzwischen ist sie sogar „responsive“, d.h. sie passt sich an die Seitenbreite der Anzeige an und ist damit auch auf dem Smartphone bedienbar.

Jetzt mach ich mir zur Feier des Tages einen Prosecco auf.

06.06.2020 ist ein schönes Startdatum 🙂

Ich freu mich!

Gut erwischt

.. hab ich die regenfreie Phase heute Morgen. Gut, dass ich gleich nach dem Frühstück raus gegangen bin, um die vorgezogenen Bohnen und Erbsen in den Garten zu setzen. Tomaten noch gegossen (die haben ein Dach und daher nix vom Regen), 1 Erdbeere probiert und kurz drauf kam dann auch schon der Regen wieder. Sehr gut – dann dürften die Setzlinge gut anwachsen.

Gestern habe ich an meinem Web-Schnittmuster-Programm weiter programmiert. Heute geht es weiter und wenn alles so funktioniert wie geplant, werde ich das noch am Wochenende online stellen und Links an interessierte Näherinnen zum Testen verschicken. Das ist erstmal nur eine supersimple Seite, die serverseitig einen Rockschnitt zu eingegebenen Massen generiert, ein Bild der Schnitt-Teile anzeigt und ein PDF zum Herunterladen und Ausdrucken anbietet. Mit diesem einfachen Use Case sind alle grundsätzlichen (software-)technischen Fragen für mich geklärt.

Danach überlege ich, wie ich die gesamte Seite aufbauen will und in welcher Reihenfolge welche Schnittmuster dazu kommen sollen. Auch die Verwaltung verschiedener Masse (schwankendes Gewicht -> verschiedene Tabellen für 1 Person und Schnitte, mehrere Personen) muss ich noch definieren. Da tun sich viele Baustellen gleichzeitig auf und ich hirne schon die ganze Zeit, wie ich das am besten angehe.

Ausgedacht

Heute habe ich meine Hosenkonstruktionsvorschriften weiter verfeinert. Im Massstab 1:5 schaut das erst mal nicht schlecht aus.

Gleich werde ich das in Originalgrösse zeichnen, dann zuschneiden und ein Probemodell nähen. Ich bin gespannt.

Warum ich nicht die gängigen Vorschriften nehme?

a) überzeugen die mich nicht immer, v.a. für Figuren, die nicht dem Standard entsprechen

b) aus Copyright-Gründen

c) damit ich die Zusammenhänge genau verstehe

d) gute Grundlagen -> guter Code

Im Akkord

… haben wir heute BHs (unsere weissen Probemodelle) genäht. Bis auf Träger und Verschlüsse sind jetzt 25 Stück fertig. Uff.

Eben hab ich noch die nächsten Cups mit meiner Software konstruiert, damit ich die in den nächsten Tagen schablonieren und am Wochenende zuschneiden kann. Jetzt bin ich einigermassen groggy.

Ausserdem haben wir heute bei jedem Schritt für jede 10er Kleinserie unsere Zeiten gestoppt, damit ich Durchschnittszeiten ermitteln kann. Till hat mich zwar aufgrund der old-fashioned Stoppuhren ausgelacht. Aber effizienter und mit weniger Ablenkung geht nicht. Ich will kein blinkendes Smartphone neben den Nähmaschinen liegen haben – auch wenn man da natürlich auch Zeiten stoppen kann. Die Zeiten hab ich in ein Excel-Sheet eingetragen und jetzt eine gute Datengrundlage für die 46 (!!) benötigten Arbeitsschritte.

Jetzt hüpf ich mal ins Betti, damit ich morgen wieder fleissig programmieren und abends konstruieren / schneiden kann. Mach ich abhängig vom Grad der geistigen Umnachtung … 😉

Guets Nächtli!

Wenn Träume wahr werden..

trau ich mich immer kaum, es zu glauben …

Man glaubt es ja kaum – aber wir konnten heute Vormittag die letzten Details absegnen und die Verarbeitung für gut befinden und *tätäääää* mit der Serieproduktion der Probemodelle beginnen.

Die ersten 10 Cups sind zugeschnitten und z.T. schon genäht. Der Rest + das Einsetzen in die Unterbrustbänder + Träger + Verschluss folgt morgen – und dann auch gleich die nächsten 10 Cups.

Endlich (!!) nach über 10 Jahren (!!) Entwicklungszeit bin ich mit der Passform zufrieden. Ich kann es kaum glauben.

Hirntraining

Früher (also daaaamals) war ich richtig gut und schnell in Kopfrechnen. Die Fähigkeit hab ich inzwischen scheinbar ganz schön verlernt.

Für meine Schnittkonstruktionen hab ich je Cup-Grösse (also A, B, .. bis G) einen Zettel, auf dem nochmals je Unterbrustweite (65, 70, .. bis 110) 10 Werte, die ich notiere und quer vergleiche. Teilweise muss ich die Zahlen addieren und kontrollieren. Das kann ich jetzt für 700 Zahlen zelebrieren und bin dann vielleicht am Ende wieder etwas fitter.

Die ersten 16 Cups von den insgesamt 70 sind fertig konstruiert. Ich brauche jeweils 17-20 Minuten pro Grösse (je 5 Schnittteile), wenn das Basismodell für die entsprechende Cupgrösse fertig ist. Für das Basismodell brauche ich ca. 1 Stunde. Wie lange das noch dauert, könnt ihr euch selber ausrechnen ;). Es werden insgesamt 350 Teile, die dann auch alle erst noch aus Papier und Folie geschnitten werden müssen, bevor es an die eigentliche Produktion geht.

Heute werde ich erst mal schnipseln (Papier + Folie), dann ins Atelier fahren und aus Stoff zuschneiden und wenn die Zeit noch reicht, mach ich noch ein paar Schnitte am Rechner.

Ziel wäre, Ende der Woche alle Cup-Schnittteile fertig konstruiert zu haben. Plus die noch fehlenden 40 Grössen (je 3 Schnittteile) für die Unterbrustbänder.

Ich geh mal schnippeln …

Eine Frage des Standpunkts

Nein – ich rede nicht von der Bayern-Wahl. (Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden und freue mich, dass das Land von einer grünen Wahlbeteiligung verschont bleibt. Da können sind die quieckende Klassensprecherin, der Hofreiter Toni und der beleidigte Habeck noch so sehr darüber aufregen. Die sollen anderen Vorschriften machen)

Heute hat der Nachbarsbub Till gefragt, warum er so komisch redet. Er hat sich darüber aufgeregt. Tjoah – Hochdeutsch ist hier halt nicht die Norm … *grins* .. und für schweizerische Ohrwaschel redet er halt komisch. Ich auch. Aber ich red wenigstens sympathisch-lustig-komisch 😉

Und ich darf verkünden: Die Verarbeitung der Cups ist jetzt auch im Detail definiert, getestet und für gut befunden. Am Wochenende werde ich Schnittmuster für die verschiedenen Grössen ausdrucken, laminieren und ausschneiden. Sonntag gleich noch die ersten Teile zuschneiden und nähen, damit wir Montag früh dann etwas entkoppelt voneinander mit der Serieproduktion beginnen können.

Am Dienstag war die Zeitung da. War sehr spannend und ich bin schon neugierig auf den Artikel.

Gekocht habe ich schon (Bolognese mit Rüebli, Sellerie, Chili, Zwiebeln und Kräutern aus dem Garten köchelt schon eine Zeitlang vor sich hin, Spaghetti sind ja gleich gekocht). Heute Abend werde ich nur noch eine Kleinigkeit (nur paar Umgebungsparameter und Einstellungen – ca. 1 Stunde) programmieren und Till dann das Kundenlaptop installieren, damit er testen kann.

Kein Hintertürchen mehr

So. Jetzt gibt es kein Zurück mehr.

Der Kollektions-Vorstellungstermin steht. Die ersten Inserate sind geschaltet. Die Zeitung kommt und macht einen Artikel, der ca. 1 Woche davor erscheint.

Es wird (weisse, schlichte) Probemodelle zur Ermittlung der optimalen Passform in 70 Grössen geben. Die ersten 30 Unterbrustbänder haben wir Montag und Dienstag zugeschnitten und komplett mit Futter, Gummiband, Etiketten und Co. genäht. Aktuell gestalte ich den Flyer, damit der spätestens Montag in Druck gehen kann.

Am Wochenende erstelle ich die Schnittmuster für die Cups elektronisch. Montag und Dienstag werden die genäht. Parallel dazu die bunten Kollektionsmodelle.

Spannende Zeiten 🙂

Etwas ärgerlich

… finde ich es ja schon, dass ich

a) jeden Abend noch Nachtschichten einlegen muss

b) natürlich auch morgen am Feierabend arbeiten muss

c) dito für’s Wochenende gilt

d) darum auch am Wochenende nicht in den Garten gehen kann

e) meine Kundenaufträge vor mir herschieben muss

f) ich mich gar nicht über die tollen BH-Erfolge freuen kann.

Aber das Ende der Programmierarbeiten ist greifbar nahe (bild ich mir ein – vielleicht phantasier ich aber auch schon…). Und dann werde ich ein paar textile Tage einlegen 🙂

Der grosse, so lange ersehnte BH-Erfolg ist der, dass ein Schnitt für die Varianten

  • mit Bügel
  • ohne Bügel
  • Sport-BH
  • Neckholder-BH

funktioniert. Sprich: nach über 10 Jahren und hunderten Schnittmustern habe ich jetzt meine persönliche Weltformel gefunden 🙂

Mag sein, dass der Schnitt nicht für alle Körperformen passt – aber er ist das, was ich immer wollte. Und es passt nie allen jedes Kleidungsstück. Da muss man realistisch sein.

Auch die Verarbeitungsfragen sind jetzt gelöst und wir haben Techniken gefunden, um schnell und sauber zum gewünschten Ergebnis zu kommen.

Übrigens wird es Ende Oktober eine offizielle Vernissage / Kollektionsvorstellung geben. Der Termin ist fix und wir können da zielstrebig drauf hinarbeiten. Natürlich wird der Webshop vorher gefüttert und auch vorher schon Werbung gemacht.

Aber eben … erst noch den Release durch die Tür drücken …