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Im Akkord

… haben wir heute BHs (unsere weissen Probemodelle) genäht. Bis auf Träger und Verschlüsse sind jetzt 25 Stück fertig. Uff.

Eben hab ich noch die nächsten Cups mit meiner Software konstruiert, damit ich die in den nächsten Tagen schablonieren und am Wochenende zuschneiden kann. Jetzt bin ich einigermassen groggy.

Ausserdem haben wir heute bei jedem Schritt für jede 10er Kleinserie unsere Zeiten gestoppt, damit ich Durchschnittszeiten ermitteln kann. Till hat mich zwar aufgrund der old-fashioned Stoppuhren ausgelacht. Aber effizienter und mit weniger Ablenkung geht nicht. Ich will kein blinkendes Smartphone neben den Nähmaschinen liegen haben – auch wenn man da natürlich auch Zeiten stoppen kann. Die Zeiten hab ich in ein Excel-Sheet eingetragen und jetzt eine gute Datengrundlage für die 46 (!!) benötigten Arbeitsschritte.

Jetzt hüpf ich mal ins Betti, damit ich morgen wieder fleissig programmieren und abends konstruieren / schneiden kann. Mach ich abhängig vom Grad der geistigen Umnachtung … 😉

Guets Nächtli!

Wenn Träume wahr werden..

trau ich mich immer kaum, es zu glauben …

Man glaubt es ja kaum – aber wir konnten heute Vormittag die letzten Details absegnen und die Verarbeitung für gut befinden und *tätäääää* mit der Serieproduktion der Probemodelle beginnen.

Die ersten 10 Cups sind zugeschnitten und z.T. schon genäht. Der Rest + das Einsetzen in die Unterbrustbänder + Träger + Verschluss folgt morgen – und dann auch gleich die nächsten 10 Cups.

Endlich (!!) nach über 10 Jahren (!!) Entwicklungszeit bin ich mit der Passform zufrieden. Ich kann es kaum glauben.

Hirntraining

Früher (also daaaamals) war ich richtig gut und schnell in Kopfrechnen. Die Fähigkeit hab ich inzwischen scheinbar ganz schön verlernt.

Für meine Schnittkonstruktionen hab ich je Cup-Grösse (also A, B, .. bis G) einen Zettel, auf dem nochmals je Unterbrustweite (65, 70, .. bis 110) 10 Werte, die ich notiere und quer vergleiche. Teilweise muss ich die Zahlen addieren und kontrollieren. Das kann ich jetzt für 700 Zahlen zelebrieren und bin dann vielleicht am Ende wieder etwas fitter.

Die ersten 16 Cups von den insgesamt 70 sind fertig konstruiert. Ich brauche jeweils 17-20 Minuten pro Grösse (je 5 Schnittteile), wenn das Basismodell für die entsprechende Cupgrösse fertig ist. Für das Basismodell brauche ich ca. 1 Stunde. Wie lange das noch dauert, könnt ihr euch selber ausrechnen ;). Es werden insgesamt 350 Teile, die dann auch alle erst noch aus Papier und Folie geschnitten werden müssen, bevor es an die eigentliche Produktion geht.

Heute werde ich erst mal schnipseln (Papier + Folie), dann ins Atelier fahren und aus Stoff zuschneiden und wenn die Zeit noch reicht, mach ich noch ein paar Schnitte am Rechner.

Ziel wäre, Ende der Woche alle Cup-Schnittteile fertig konstruiert zu haben. Plus die noch fehlenden 40 Grössen (je 3 Schnittteile) für die Unterbrustbänder.

Ich geh mal schnippeln …

Eine Frage des Standpunkts

Nein – ich rede nicht von der Bayern-Wahl. (Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden und freue mich, dass das Land von einer grünen Wahlbeteiligung verschont bleibt. Da können sind die quieckende Klassensprecherin, der Hofreiter Toni und der beleidigte Habeck noch so sehr darüber aufregen. Die sollen anderen Vorschriften machen)

Heute hat der Nachbarsbub Till gefragt, warum er so komisch redet. Er hat sich darüber aufgeregt. Tjoah – Hochdeutsch ist hier halt nicht die Norm … *grins* .. und für schweizerische Ohrwaschel redet er halt komisch. Ich auch. Aber ich red wenigstens sympathisch-lustig-komisch 😉

Und ich darf verkünden: Die Verarbeitung der Cups ist jetzt auch im Detail definiert, getestet und für gut befunden. Am Wochenende werde ich Schnittmuster für die verschiedenen Grössen ausdrucken, laminieren und ausschneiden. Sonntag gleich noch die ersten Teile zuschneiden und nähen, damit wir Montag früh dann etwas entkoppelt voneinander mit der Serieproduktion beginnen können.

Am Dienstag war die Zeitung da. War sehr spannend und ich bin schon neugierig auf den Artikel.

Gekocht habe ich schon (Bolognese mit Rüebli, Sellerie, Chili, Zwiebeln und Kräutern aus dem Garten köchelt schon eine Zeitlang vor sich hin, Spaghetti sind ja gleich gekocht). Heute Abend werde ich nur noch eine Kleinigkeit (nur paar Umgebungsparameter und Einstellungen – ca. 1 Stunde) programmieren und Till dann das Kundenlaptop installieren, damit er testen kann.

Kein Hintertürchen mehr

So. Jetzt gibt es kein Zurück mehr.

Der Kollektions-Vorstellungstermin steht. Die ersten Inserate sind geschaltet. Die Zeitung kommt und macht einen Artikel, der ca. 1 Woche davor erscheint.

Es wird (weisse, schlichte) Probemodelle zur Ermittlung der optimalen Passform in 70 Grössen geben. Die ersten 30 Unterbrustbänder haben wir Montag und Dienstag zugeschnitten und komplett mit Futter, Gummiband, Etiketten und Co. genäht. Aktuell gestalte ich den Flyer, damit der spätestens Montag in Druck gehen kann.

Am Wochenende erstelle ich die Schnittmuster für die Cups elektronisch. Montag und Dienstag werden die genäht. Parallel dazu die bunten Kollektionsmodelle.

Spannende Zeiten 🙂

Etwas ärgerlich

… finde ich es ja schon, dass ich

a) jeden Abend noch Nachtschichten einlegen muss

b) natürlich auch morgen am Feierabend arbeiten muss

c) dito für’s Wochenende gilt

d) darum auch am Wochenende nicht in den Garten gehen kann

e) meine Kundenaufträge vor mir herschieben muss

f) ich mich gar nicht über die tollen BH-Erfolge freuen kann.

Aber das Ende der Programmierarbeiten ist greifbar nahe (bild ich mir ein – vielleicht phantasier ich aber auch schon…). Und dann werde ich ein paar textile Tage einlegen 🙂

Der grosse, so lange ersehnte BH-Erfolg ist der, dass ein Schnitt für die Varianten

  • mit Bügel
  • ohne Bügel
  • Sport-BH
  • Neckholder-BH

funktioniert. Sprich: nach über 10 Jahren und hunderten Schnittmustern habe ich jetzt meine persönliche Weltformel gefunden 🙂

Mag sein, dass der Schnitt nicht für alle Körperformen passt – aber er ist das, was ich immer wollte. Und es passt nie allen jedes Kleidungsstück. Da muss man realistisch sein.

Auch die Verarbeitungsfragen sind jetzt gelöst und wir haben Techniken gefunden, um schnell und sauber zum gewünschten Ergebnis zu kommen.

Übrigens wird es Ende Oktober eine offizielle Vernissage / Kollektionsvorstellung geben. Der Termin ist fix und wir können da zielstrebig drauf hinarbeiten. Natürlich wird der Webshop vorher gefüttert und auch vorher schon Werbung gemacht.

Aber eben … erst noch den Release durch die Tür drücken …

8:0

Heute war eine ganz liebe langjährige Kundin bei mir, die mir jedes Mal erzählt, dass sie ohne meine BHs gar nicht mehr arbeiten könnte und sooo dankbar ist, dass es mich gibt 🙂

Ich hatte sie angeschrieben, ob ich meinen neuen BH-Schnitt an mir probieren dürfte. Sie hat sofort zugesagt und war heute da. 70G ist ihre Grösse und unglaublicherweise passte das Modell auf Anhieb. Sogar ohne Bügel!

Sie hatte noch nie einen ohne Bügel, der gut genug gestützt hätte bzw. den es überhaupt zu kaufen gegeben hätte. Sie will das jetzt mal ausprobieren und hat grad einen bestellt.

Sooo toll 🙂

Das letzte Spiel (das A-Körbchen) geht übrigens grad ins Elfmeterschiessen. Wir haben an Corinnes Modell (B-Cup) auch noch Anpassungen vornehmen müssen (jetzt ist er absolut perfekt) und die fürs A-Cup übertragen. Das Modell ist heute auf die Post gegangen und ich bin recht zuversichtlich, dass der passen wird. Aber wir werden es sehen.

Und Hurtigruten für April 2019 mit Till und Tills Schwester sind auch gebucht – gleiches Schiff wie letztes Mal. Wir sind aber ja auch dieses Jahr wieder im gleichen Ferienhaus in Norddänemark wie alle 2 Jahre. Wir sind ja solche Spiesser … 🙂

6:0 und noch eine kurze Verlängerung

So. Auch mein Tochter-Mutter-Gespann meldet Erfolgserlebnisse.

Die Tochter hat einen deutlichen Sieg eingefahren. Bei der Mama müssen wir gegen eine schon arg angeschlagene Mannschaft mit einem Mann weniger in die Verlängerung. In einer Cupnaht müssen je 2-3 mm weg – dann passt auch Cup A perfekt. Das ändere ich noch und schick es retour – aber das ist keine grosse Sache.

Damit ist uns der Sieg nicht mehr zu nehmen, wir sind ganz kurz vor unserem perfekten Schnittmodell für Cups von A bis F, Unterbrustweiten von 65 bis 105.

Morgen machen wir noch minimale Korrekturen und machen uns an die Verarbeitungsdetails unserer Standardmodelle.

Ich froi mich ja so sehr 🙂

Seit 10 Jahren bin ich auf der Jagd nach genau DIESEM Schnitt: schöne, natürliche Form, guter Halt, bequem, mit und ohne Bügel verwendbar. Das ist sooo toll 🙂

Ich installiere, installiere, installiere

… im (gar nicht) Sauseschritt ….

Heute ist der Server der anderen Kunden dran. Auch hier sind Updates fällig und für noch einen Kunden, dessen Projekte auch auf dem Server laufen, habe ich neue Features implementieren müssen. Damit bin ich heute erstaunlicherweise komplett fertig geworden. Nicht, dass ich das nicht so abgeschätzt hatte – aber bekannterweise sind meine Zeitschätzungen ja eher relativ (um nicht zu sagen grottenschlecht). Wenn das aber so schnarchlangsam weiter geht, bin ich hier noch länger beschäftigt ..

Montag / Dienstag habe ich noch Verbesserungen am BH-Schnitt vorgenommen. Das wird jetzt die letzte Variante. Meiner passt gut, der von Caroline auch, der von Tanja ist auch auf dem richtigen Weg. Als nächstes versuche ich, die Cups zu harmonisieren und daraus die Grösse für meine Mama abzuleiten. Dann werden die BHs für Caroline, Tanja und mich nochmals komplett nach dem neuen Schnitt genäht (ohne Anstückelungen und Änderungen wie bei den jetzigen Modellen), um ihn zu validieren und noch Feinjustierungen machen zu können. Davon ausgehend nähen wir noch die Modelle für die weiteren 3 Probieropfer. Und dann heisst es Hopp oder Top.

Für meine Mama habe ich am Dienstag und heute Abend noch einen Jeans-Bahnenrock und ein Ringelshirt genäht. Das hat sie sich zum Geburtstag gewünscht. Der ist Anfang nächster Woche und da fahr ich wie jedes Jahr hin. Heuer ist es auch ein runder (der 70.) – aber wir feiern nur wie immer gemütlich daheim. Wer kommt, ist da – wer nicht, eben nicht. Mama mag keine grossen Feiern.

Montag Abend haben wir noch Verlegeplatten und Vlies für die Zweitküche geholt. Die legen wir morgen Abend schon mal aus und verkleben sie. Dann müssen wir Samstag nur noch das Laminat legen. Unter der Eckbank wird das bestimmt eine ganz schöne Stückelei ..

Der Server ist wieder da … ich installier mal weiter …

Hopp oder Top?

Noch immer laboriere ich an meinen BH-Schnitten herum.

Die Anforderungen sind klar: das Modell soll gut stützen, schön formen, mit und ohne Bügel tragbar, prothesengeeignet und etwas tolerant (sprich leicht elastisch) sein. Obendrein soll es keinen Druck ausüben, um Lymphstau zu vermeiden.

So lange die Kriterien für meine 5 Testpersonen nicht erfüllt sind, geht es leider nicht weiter voran.

Um nicht endlos Zeit zu investieren, hab ich mir eine harte Deadline gesetzt: Ende April müssen alle 5 Testpersonen + 2 Validierungsdamen (meine Mama und eine liebe Freundin, die noch nichts von ihrem Glück weiss) „TOP“ gesagt haben. Gibt es 1 oder mehrere „FLOP“-Stimmen, gebe ich auf.

Ich bin vorsichtig optimistisch, hatte letzte Woche aber einen rechten Dämpfer. Der hat aber zu einer grundlegenden Änderung der Schnittführung und Passformverbesserung geführt.

So oder so: ein Ende ist in Sicht 😉