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Wollfest

Das Wollfest in Züri letztes Wochenende hatte dann ja doch stattgefunden und mir hat es sehr gut gefallen. Am Samstag hatte ich 2 Workshops: „Gestickte Schätze besticken“ von einer Norwegerin, von der ich beide Bücher habe. Mir gefällt so was Verspieltes ja gut. Statt eines Musterstücks hab ich grad ein Stirnband gestrickt. Rechts oben ohne Stickerei, links mit 4 verschiedenen Stichen verziert. Die Farben links treffen die Realität ganz gut:

Besticken

Beim 2. Workshop ging es um das Anpassen von Modellen an die eigene Körperform. Das war für mich jetzt nicht so neu, aber ich hab ein paar sehr interessante Gedankenansätze für meine Schnittmuster-Software erhalten. Sie hat das mehr nach Try-and-Error gemacht – das ist jetzt nicht so meine Welt. Aber ich kenn die Theorien dahinter und kann das übertragen.

Am 2. Tag hatte ich dann nette Begleitung. Leider waren unsere Workshops nicht wie ursprünglich geplant, beide nachmittags. Meiner war vormittags und beschäftigte sich mit Farb-Effekten beim Fair-Isle-Stricken. Das war SEHR spannend und auch anstrengend (wegen der schlechten Luft). Ich bin als Einzige mit dem Strickmuster fertig geworden, obwohl (oder vielleicht auch weil) ich die Fäden nicht je rechts und links halte, sondern da eine eigene Technik entwickelt hab.

Farbeneffekte

Man erkennt schon gut, welche Farben ich gern mag … 😉

Nachmittags hab ich dann noch die Ausstellung ausgiebig besucht (es waren 3 grosse Räume) und etwas Beute gemacht. 2 verschiedene Garne, die ich an der Strickmaschine ausprobieren möchte.

AusstellungAusstellung2Beute

Nächstes Jahr geh ich bestimmt wieder hin 🙂

Anstrengend, aber spannend

.. war mein 1-tägiger Ausflug am Dienstag nach Frankfurt zur texprocess  und TechTextil.

Um halb 7 bin ich aus dem Haus, Till hat mich zum Zug gebracht. Daheim war ich kurz nach halb 11 abends.

Gezeigt wird dort eigentlich alles entlang der textilen Kette, wobei ein sehr grosser Schwerpunkt schon die Konfektion ist. Bei den Nähautomaten schwanke ich immer zwischen Faszination („WOW – eine perfekte Paspeltasche in 2 Minuten!“) und Entsetzen („Wo sollen all die ungelernten Arbeiter irgendwann noch arbeiten?“, „Wie soll man als kleines Atelier in Europa da noch mithalten können?“). Ähnlich geht es mir bei den ganzen Softwareprodukten, die momentan recht stark Richtung „Virtuelle Produktpräsentation“ gehen. Da wird virtuelle Bekleidung in virtuelle Showrooms projiziert, die es weder in Stoff noch Schnittform gibt und von der keiner weiss, ob sie in echt je so aussehen wird. Vieles davon habe ich aber schon auf vergangenen Messen oder im Internet gesehen – da hab ich bei vielen nur Prospekte mitgenommen.

Was ich wirklich faszinierend fand, waren die Strickmaschinen mit ihren 3D-Strickereien (wurde am Beispiel Schuhe gezeigt – es war aber auch ein Sport-BH ausgestellt). Das finde ich einfach technisch unglaublich spannend und das geht auch in die Richtung Masskonfektion. Leider sind die Maschinen im deutlich 6-stelligen Bereich und damit weit, sehr sehr weit jenseits meines Budgets.

Spannend war auch noch ein Aufsatz für Stickmaschinen, bei dem direkt vor dem Sticken das weisse Garn softwaregesteuert gefärbt, gewaschen, getrocknet und geschmiert wurde. Damit sind wahnsinnig tolle Effekte möglich und man braucht auch nur noch weisses Garn statt Unmengen an verschiedenen Farben. Der ganze Produktionsprozess und das Digitalisieren ist damit natürlich auch viel einfacher. Von sowas habe ich ja schon immer in Kombination mit Strickmaschinen geträumt 😉

Am Stand von der TU Dresden war ich auch noch kurz und hab rasch Hallo gesagt. Das war auch ganz nett. Und an einem Stand, wo ich früher gearbeitet hab, war ich auch noch kurz. Es war aber kein bekanntes Gesicht dabei – aber ich hab liebe Grüsse bestellt. Mal schaun, ob die ankommen.

Ansonsten find ich die Musterauswahl an den Stickmaschinen immer wieder amüsant – daran erkennt man sofort, aus welchem Land die kommen. Glitzerig-bunt ist immer indisch, patriotische Teddies (mit deutscher Flagge) ist chinesisch, Geishas ist japanisch, nüchtern ist deutsch.

Abends im Zug hab ich erst gemerkt, dass ich vom vielen Laufen Muskelkater hatte und meine Schulter weh tut – ich hab doch einiges eingesammelt unterwegs.

Frühlings-Ausstellung

Dieses Wochenende läuft die erste der beiden Frühlings-Ausstellungen. Obwohl das Ambiente echt nett ist, ist das Ganze bisher eine ziemliche Nullnummer: wenig Besucher und die wenigen, die kommen, sind nicht kauffreudig. Ich nehme an, das Problem ist, dass in 1 Woche am genau gleichen Ort die renommiertere Ausstellung stattfindet. Da ich bei der ja auch dabei bin, werde ich sehen, ob meine Theorie stimmt.

Heute ist der letzte Tag, um 18 Uhr bau ich ab, düs heim und Till erwartet mich mit selbstgemachter Pizza.

Hier aber ein paar Impressionen für euch:

ObereMühle2014_1

ObereMühle2014_2

ObereMühle2014_3 

Gedanken sortieren

In meinem Kopf schwirren gerade sehr viele Gedanken, weil sich aktuell wieder sehr viel häuft bei mir. Die sortiere ich jetzt mal rasch mit euch zusammen. Wir machen also eine ToDo-Liste für den Rest des Jahres:

  • Gestern habe ich eine Einladung für eine Kunsthandwerker-Ausstellung im März bekommen. Ich kläre gerade ab, ob das für die Organisatorin der Ausstellung 1 Woche später OK ist oder nicht. Wenn nicht, bin ich schon für 2015 gebucht.
  • Heute habe ich mich erkundigt, ob an der Ausstellung im Mai noch Platz ist für mich.
  • Gestern / Heute habe ich schon Termine für 2 neue Kundinnen (1x Bikini, 1x Prothesen-BH) vereinbart. Die Termine sind nächste Woche
  • Heute muss ich noch die Software-Version für Denis fertig machen. Anfang nächster Woche ist Präsentation im Welschen.
  • Heute Abend muss ich unbedingt meine Post erledigen, die ich seit Wochen vor mir her schiebe.
  • Heute muss ich auch noch eine Kursbestätigung für Februar 2014 verschicken & Islandwolle raussuchen + verschicken & Stulpen aus Spitze und Jersey nähen + verschicken & Stulpen aus Jersey nähen und morgen für meine ETH-Kollegin mitnehmen.
  • Und den Adventskalender für Tills Schwester muss ich auch heute Abend fertig machen, damit ich den morgen früh zur Post bringen kann. Bei der Gelegenheit hole ich auch gleich meine Namensbänder ab.
  • Morgen ist die nächste Nachsorge-Untersuchung. Danach arbeite ich an der ETH und mache dort einen Arbeitsplan bis Ende Jahr.
  • Freitag / Samstag muss ich unbedingt am Webshop und an der Diss arbeiten
  • Und dann ist auch letzte Gelegenheit für den Adventskalender von Till und Denis sowie unseren daheim.
  • Sonntag mache ich zusammen mit Tanja einen „Kooperations-Workshop“. Wir wollen unsere Kurstermine, Materialeinkäufe, Weiterentwicklungen aufeinander abstimmen und festlegen, wie wir in Zukunft weiter zusammenarbeiten wollen
  • Die letzten wenigen Änderungen am Anzug muss ich auch noch diese Woche machen.
  • Nächste Woche ist übliche Aufteilung mit 2 Tagen ETH und 2 Tagen Till / Denis, den Rest brauche ich für Webshop, Diss und Nähaufträge
  • Schwerpunkt muss die Diss sein, weil ich am 09.12. abends schon wieder nach Dresden fliege.
  • 10.-13.12. bin ich in Dresden an der TU
  • Arbeiten werde ich bis 23.12. an allen üblichen Fronten, also hauptsächlich programmieren
  • In den Weihnachtsferien steht Diss ganz oben auf dem Programm, weil ich bis Ende Jahr die 1. Gesamtfassung abgeben möchte. Da muss ich aber noch ziemlich Gas geben, glaub ich.
  • 1 oder 2 Tage will ich über Weihnachten aber zu Mami. Ob ich auch bei meinem Bruder vorbeifahre, weiss ich noch nicht. Ist auch etwas abhängig vom Wetter.

Eigentlich alles wie immer .. 😉

Ich programmier dann mal weiter …

Überrumpelt

Heute kam an den Stand auch eine Frau, die selber ein Nähatelier und einen kleinen Stoffladen betreibt – und schon einige Nähkurse bei mir gemacht hat. Bisher hatte sie immer beteuert, keine BHs / Dessous für Kundinnen zu nähen – wobei mich das ja gar nicht stresst.

Am Stand hat sie mir dann erklärt, sie hätte eine Anfrage von einer Frau, der beide Brüste abgenommen wurden – und ich müsse (!!) ihr zeigen, wie ich die Prothesen in einen BH integriere. Sie wollte einen Termin mit mir ausmachen – da konnte ich aber nicht und wir haben vereinbart deshalb zu mailen.

Meine Antwort wird aber klar sein: „Mehrere Jahre Entwicklungsarbeit sind nicht gratis zu haben. Ich gebe keine Kurse für Prothesen-BHs und verkaufe auch nicht das Material dafür.“

Wenn sie der Kundin trotzdem helfen will, soll sie ihr Glück versuchen oder sie zu mir schicken.

Ausstellungstage

Bevor ich jetzt zur Ausstellung abrausche, lasse ich euch schnell noch ein paar Impressionen von meinem Stand da.

Ausstellung_Weiningen_4

Ausstellung_Weiningen_3

Ausstellung_Weiningen_2

Ausstellung_Weiningen_1

Gestern lief es ganz gut an. Heute ist von 10-20 Uhr geöffnet.

Duftsäckli

.. mal nicht in weiss oder pastell:

Duftsäckli 

Gefüllt mit Rosenköpfen, Hortensienblüten und natürlich Lavendel. Alles aus dem eigenen Garten und sehr aromatisch duftend. Davon mach ich noch ein paar in verschiedenen Farben hinterlegt. Vielleicht auch noch ein paar mit weissen Tupfen. Mal schauen, was mir morgen in mein Körbchen springt.

Die Nateltäschli sind jetzt auch ausgereift und gehen morgen in Produktion. Jerseystulpen sind 32 Paar fertig inzwischen. Wird so langsam ..

Nachschub

.. habe ich die letzten Nächte produziert und es warten noch 15 weitere bereits zugeschnittene Modelle aufs Nähen.

stulpen_walk_spitze_2

@Berry: bunt genug? 😉

Vorbereitungen für die Kunsthandwerker-Ausstellung

Gestern habe ich den ganzen Tag Modelle und die Schnittmuster dazu entwickelt. Entwickelt habe ich Spitzen-Stulpen (mit und ohne Daumen und welche mit Schnürung), Jersey-Stulpen mit Spitzenabschluss, Wollwalk-Stulpen, Nikolaus-Stiefel zum Füllen, Windlicht-Hüllen aus Spitze, kleine runde Täschchen für Ohrstöpsel / Kleingeld, Lavendelsäckchen.

Heute habe ich mit dem Zusammenstellen der Materialien und Nähen begonnen. Ich hab mit den Walk-Stulpen begonnen und bin von der Kombination mit Spitze doch recht angetan. Mal schauen, wie sie bei meinen Kundinnen ankommen. Morgen geht’s mit Zuschneiden weiter, damit ich unter der Woche abends daheim nähen kann.

stulpen_walk_spitze

Ausstellungen

Hier in der Schweiz gibt es einige sehr renommierte Kunsthandwerker-Ausstellungen, an denen man nur sehr schwierig einen Stand bekommt.

Vor etlichen Jahren hatte ich an einigen einen Stand ergattert, mich dann aber zurückgezogen, als ich meinen Produktionsaktivitäten erst reduziert und später eingestellt habe zugunsten meiner Tätigkeit als Software-Entwickler.

Seit 3 Monaten produziere ich wieder, was ich aber noch nicht breit öffentlich gemacht habe. Inzwischen wurde ich zu 2 der Ausstellungen eingeladen. Eine ist im November (da habe ich schon eine feste Zusage), eine Ende März (da kam heute morgen die Einladung). Bei beiden werde ich teilnehmen und freue mich schon auf bekannte Gesichter.