Archiv der Kategorie: Freude

Der Anfang ist gemacht

.. und eigentlich geht es unerwartet einfach zu stricken. Till verdreht nur die Augen – er findet es schrecklich. Mir egal – ich find’s toll 🙂

Strickrechner, die letzte

​Und hier kommt der letzte Eintrag zum Thema Fraktalflächen.

Die 6 Teilflächen sind definiert:

Ich hab sie mal rasch auseinandergeschoben, damit man sie besser erkennen kann.

​Alle Flächen habe ich mir segmentieren und rastern lassen. Macht insgesamt genau 198 Teilflächen.

Mal schauen, ob das Stricken so funktioniert, wie ich mir das so vorstelle :classic_blush:

Flächenunterteilung

… ist jetzt auch fertig und schaut so aus:

Für jede der Unterflächen gibt es dann so ein pixeliertes Bild wie im letzten Eintrag gezeigt.

Die Kurven kann ich interaktiv eingeben, editieren, speichern und auch wieder laden.

Einen wunderbaren Start in 2022

… bei prächtigem Wetter hatten wir heute mit Freunden, Burgruine und Grillieren.

Euch allen ein gesundes, glückliches, gutes Neues Jahr 2022!

Ausgefüllt

… hab ich den Mietvertrag für mein neues Atelierdomizil eben. Morgen früh geht er auf die Post.

Ich freue mich ja so sehr 🙂

Untrügliches Anzeichen für November

.. sind für mich die Adventskalender-Basteleien.

Das ganze Wochenende und gestern bis spät nachts war ich damit beschäftigt, Kleinigkeiten zu basteln, alles zu verpacken, zu füllen und die Päckli zu schnüren. Ausserdem habe ich noch die Socken für Oma fertig gestrickt und auch verpackt.

Heute habe ich die 4 Pakete für Oma, Mama, Tills Schwester und sein Nichten auf die Post gebracht – schnell, bevor BaWü die Grenzen womöglich wieder zunagelt.

Das ist drin:

Bei der Gelegenheit habe ich auch noch meinen eigenen Woll-Adventskalender abgeholt. Der ist super liebevoll gestaltet – mit selbstgemalter und handgeschriebener Karte. Ich freue mich, dass ich das letzte Exemplar ergattern konnte.

Bin schon sehr gespannt auf die vielen kleinen Garnstränge und Farben – alle handgefärbt!

Daraus will ich mir eine Jacke mit einem grossen Muster (spiralig vermutlich) und fliessenden Farben stricken. Das Muster entwickelt sich dann beim Auspacken – zur Not kann ich dort auch noch Garn nachbestellen, wenn ich gern eine Grundfarbe hätte.

Endlich! Gestrickte Fraktale

Nachdem jeder 2. Freitag aktuell der Strickmaschine gehört, kann ich euch mein heutiges Tageswerk zeigen:

Beim 1. Versuch habe ich möglichst klare Einzelmuster stricken wollen (Julia-Menge bzw. Koch’sche Schneeflocke).

Fraktale1.png

Die Muster erkennt man zwar schön, allerdings sieht man auch die Fehler klar und deutlich und auch, dass die Technik nur bedingt für diese Art Muster geeignet ist. Im rechten bzw. linken Teil seht ihr jeweils den weissen Faden durchscheinen, der dann am Rand auch eine Schlaufe bildet. Die Farbe wird halt nur in der Mitte benötigt, muss aber irgendwie zur Seite wieder raus. Vermutlich wäre es schlauer gewesen, eine Seite weissgrundig zu machen.

Ausserdem wellt sich der Rand, weil ohne Muster 1re, 1li gestrickt wird, beim Muster aber glatt rechts. Fallmaschen hat es auch. Aber immerhin hat es im Prinzip funktioniert – und zwar mit Motor!

Hier noch ein paar Detailaufnahmen für die technisch Interessierten:

Technische_Details.jpg

Das Prinzip ist bei allen E-Maschinen von Passap-Maschinen gleich:

Die Position der Stösser gibt vor, ob eine Masche gestrickt wird oder nicht. Bei meiner Maschine erfolgt die Auswahl der Stösser über den Controller. Wenn der Schlitten drüber fährt, schaut ein optischer Sensor, welcher Stösser bewegt werden muss, die Bewegung erfolgt magnetisch.

Beim 2. Versuch wollte ich dann etwas in der gleichen Technik stricken, aber etwas kleingemusterter. Zum Ausprobieren habe ich einmal etwas verschwommeneres genommen und einmal klare Strukturen. Das „fluffige“ kommt nicht so gut raus. Meine 2 Farben haben halt auch nicht so viel Kontrast.

Wieder links Entwurf, rechts Vorder- bzw. Rückseite:

Fraktale2.png

Was man sehr schön erkennt: Die Art Muster passt sehr gut zu der Technik.

Man kann wie beim Handstricken auch verschiedene Techniken wählen. Ich könnte auch beide Seiten glatt rechts als Schlauch ohne Verbindung stricken.

Für 900 Reihen habe ich ca. eine Dreiviertelstunde gebraucht.

Die Maschen sind höher als breit. D.h. ich muss später dann auch noch eine Verzerrung einkalkulieren, damit das Muster so wird, wie ich mir das vorstelle ;)

Erste Strickerfolge

Vielleicht wundert sich jemand von euch, warum ich gar nichts von meiner tollen Strickmaschine schreibe. Wahrscheinlich haben die meisten von euch aber schon ganz vergessen, dass es die gibt oder es gar nicht mitbekommen.

Nach der ersten Euphorie kam recht schnell die Ernüchterung, weil es natürlich nicht mit Aufstellen, Einschalten, Stricken getan war. Am Anfang konnte ich die Muster nicht richtig laden – die blöden Stösser haben sich einfach nicht so bewegt wie sie sollten. (Die Stösser schieben die Nadeln in Strick- oder Ruheposition, sind also vereinfacht gesagt für das Muster verantwortlich). Das Problem lies sich durch einen SW-Update bzw. längere Stromzufuhr lösen.

Danach hatte ich ein Problem mit dem Farbwechsler. Bei den Probieraktionen hab ich dann auch noch 2 vermutlich schon brüchige Teile demoliert. Zum Glück konnte ich Ersatzteile organisieren. Dann kam die Fassadenstreichaktion und ich musste eine Pause einlegen. Das Austauschen der Plastikteile ist lt. Google-Group „a pain in the ass“, was ich bestätigen kann. Nach nur 1.5 Tagen Frickelei waren alle Federn wieder da, wo sie sein sollten (glaub ich) und der Farbwechsler funktioniert mechanisch viel besser als zuvor. Elektronisch tut er aber immer noch nicht. Das ignoriere ich im Moment (gehe ich später an).

Letzten Freitag war Strickmaschinen-Tag und ich hatte zumindest schon mal eine funktionierende optomechanische Steuerung der Stösser / Nadeln und mechanische Steuerung des Farbwechslers. Aus Sicherheitsgründen und zum besseren Verstehen wollte ich also Muster mit Schieben der Schlitten stricken. Die Steuerung der Nadeln ging problemlos, aber ich hatte viele Fallmaschen und Fehler, siehe hier:

Aber immerhin: das Prinzip ging schon mal. Sonntag hab ich dass am Vormittag nochmals eine Übungseinheit eingelegt und systematisch Nadeln getauscht, Farben getauscht, Wolle gewechselt, Fadenspannungen justiert, Warenabzug variiert, Wendepositionen ausprobiert, Maschenweiten überprüft und schlussendlich herausgefunden, wie die Einstellungen sein müssen, um Prozesssicherheit zu bekommen.

Ergebnis sind ein paar fehlerfreie Rapporte. Die Rückseite hat das gleiche Muster, könnte aber auch jedes andere haben. Hab ich nur zum Ausprobieren so gemacht. Die Pferde sind je 100 M vorne und hinten, ca. 17 cm breit. Garn Kaschmir, einfädig. Insgesamt kann ich je 388 M vorne und hinten stricken und natürlich auch etwas gröber. Das ist jetzt eher so die Feinheitsgrenze nach unten.

Muster vom Rechner zu laden, habe ich schon ausprobiert. Das geht und wird mein nächster Schritt: ein einfaches Fraktal soll es werden ;)

Und irgendwann (in ein paar Jahren) will ich die Maschine so umbauen, dass ich einen kleinen Kopf statt der Schlitten habe und 3D stricken kann…. 

Ich war den ganzen Sonntag am Grinsen, weil ich mich so sehr gefreut habe.

Sehr schön

… ist die Lage, in die es Paula (Tills Schwester) verschlagen hat. Es ist nur ca. 15km vom bisherigen Wohnort weg, aber halt richtig Dorf mit nur ca. 1000 Einwohnern, ohne Läden, aber dafür viel Grün und Land drum herum.

Ihr neues altes Haus ist so ein richtig traditionelles mit Klinker, Fachwerk und Reetdach mit viel Rasen und Hecke drumherum. Für uns ist so freie Fläche ja richtig ungewohnt – noch dazu ebene. Wir haben ziemlich viel Gefälle im Garten. Das Haus ist von aussen total schön und passt richtig gut zu ihr. Von innen wäre es mir persönlich etwas zu dunkel, die Decken zu niedrig und die Küche zu klein. Aber für sie ist es genau richtig so und das ist ja das Wichtigste.

Wir haben ihr beim Aufbauen und Montieren von ein paar Sachen geholfen, ein paar technische Geräte eingerichtet und beim Bilder aufhängen unterstützt. Jetzt ist es schon recht wohnlich. Die Fahrt war etwas mühsam. Fast 9 Stunden sind einfach lang für 1 Strecke. Aber es war total schön, sie und ihre beiden erwachsenen Töchter und auch weitere Bekannte endlich mal wieder zu sehen. Unsere Geschenke (v.a. auch die beiden Schürzen) sind extrem gut angekommen und haben grosse Freude bereitet.

Weil ich meinen neuen Mitarbeiter einarbeiten muss, ist es aktuell etwas stressig. Was liegen bleibt, arbeite ich meist abends nach. Zusätzlich muss ich aber neben Unterbrechungen zwischen verschiedenen Technologien und Projekten hin und her springen. Aber wir sind ja froh, dass wir überhaupt jemanden gefunden haben und eine gute Einarbeitung ist einfach schon sehr wichtig.

Das Gerüst ist inzwischen weg und das Haus ist richtig schön jetzt. Wir freuen uns jeden Tag daran – zumindest an der fertigen Eingangsseite.

Unterwegs habe ich auch etwas stricken können. Nachdem die Wolle aber recht fein ist, bin ich nach nun ca. 13 Stunden Strickzeit erst bei ungefähr 10cm.

In echt ist die Wolle etwas intensiver, ein richtig schönes Petrol.

Ansonsten gibt es von hier nicht viel zu berichten. Es ist normaler Arbeitsalltag ohne Ferien bis Ende Jahr zu erwarten. Ich hoffe, ich kann etwas Zeit für meine Strickmaschine frei schaufeln. Erst mal ist aber der Garten dran.

Eben noch Bad geputzt

… und jetzt geht dann so langsam ein eher faules Wochenende in die Schlusskurve mit Essen vom Grill (Schweinsfilet im Senf-Rohschinken-Mantel mit Minikartoffeln) und etwas stricken.

Heute hab ich nur ca. 4 Stunden Unterlagen für meinen neuen Mitarbeiter vorbereitet und 360 M für mein neues Shirt angeschlagen, Brombeeren gezupft, Stoff für eine Geschenksschürze raus gesucht. Spazieren waren wir auch.

Gestern haben wir unser Gerätehäusli aufgebaut (angegeben waren 2 Stunden, gebraucht haben wir 5, aber supertolle Qualität) und die ganzen Farbeimer, Werkzeug und Müll versorgt, geräumt und sauber gemacht.

Vorgestern sind schon unsere Fensterläden montiert worden und wir sind sehr begeistert und freuen uns auf den Anblick ohne Gerüst.

Die Woche wird stressig, weil uns 1 Arbeitstag fehlt. Wir fahren Freitag ganz früh gen Bremen bis Montag.