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Erste Strickerfolge

Vielleicht wundert sich jemand von euch, warum ich gar nichts von meiner tollen Strickmaschine schreibe. Wahrscheinlich haben die meisten von euch aber schon ganz vergessen, dass es die gibt oder es gar nicht mitbekommen.

Nach der ersten Euphorie kam recht schnell die Ernüchterung, weil es natürlich nicht mit Aufstellen, Einschalten, Stricken getan war. Am Anfang konnte ich die Muster nicht richtig laden – die blöden Stösser haben sich einfach nicht so bewegt wie sie sollten. (Die Stösser schieben die Nadeln in Strick- oder Ruheposition, sind also vereinfacht gesagt für das Muster verantwortlich). Das Problem lies sich durch einen SW-Update bzw. längere Stromzufuhr lösen.

Danach hatte ich ein Problem mit dem Farbwechsler. Bei den Probieraktionen hab ich dann auch noch 2 vermutlich schon brüchige Teile demoliert. Zum Glück konnte ich Ersatzteile organisieren. Dann kam die Fassadenstreichaktion und ich musste eine Pause einlegen. Das Austauschen der Plastikteile ist lt. Google-Group „a pain in the ass“, was ich bestätigen kann. Nach nur 1.5 Tagen Frickelei waren alle Federn wieder da, wo sie sein sollten (glaub ich) und der Farbwechsler funktioniert mechanisch viel besser als zuvor. Elektronisch tut er aber immer noch nicht. Das ignoriere ich im Moment (gehe ich später an).

Letzten Freitag war Strickmaschinen-Tag und ich hatte zumindest schon mal eine funktionierende optomechanische Steuerung der Stösser / Nadeln und mechanische Steuerung des Farbwechslers. Aus Sicherheitsgründen und zum besseren Verstehen wollte ich also Muster mit Schieben der Schlitten stricken. Die Steuerung der Nadeln ging problemlos, aber ich hatte viele Fallmaschen und Fehler, siehe hier:

Aber immerhin: das Prinzip ging schon mal. Sonntag hab ich dass am Vormittag nochmals eine Übungseinheit eingelegt und systematisch Nadeln getauscht, Farben getauscht, Wolle gewechselt, Fadenspannungen justiert, Warenabzug variiert, Wendepositionen ausprobiert, Maschenweiten überprüft und schlussendlich herausgefunden, wie die Einstellungen sein müssen, um Prozesssicherheit zu bekommen.

Ergebnis sind ein paar fehlerfreie Rapporte. Die Rückseite hat das gleiche Muster, könnte aber auch jedes andere haben. Hab ich nur zum Ausprobieren so gemacht. Die Pferde sind je 100 M vorne und hinten, ca. 17 cm breit. Garn Kaschmir, einfädig. Insgesamt kann ich je 388 M vorne und hinten stricken und natürlich auch etwas gröber. Das ist jetzt eher so die Feinheitsgrenze nach unten.

Muster vom Rechner zu laden, habe ich schon ausprobiert. Das geht und wird mein nächster Schritt: ein einfaches Fraktal soll es werden ;)

Und irgendwann (in ein paar Jahren) will ich die Maschine so umbauen, dass ich einen kleinen Kopf statt der Schlitten habe und 3D stricken kann…. 

Ich war den ganzen Sonntag am Grinsen, weil ich mich so sehr gefreut habe.

Sehr schön

… ist die Lage, in die es Paula (Tills Schwester) verschlagen hat. Es ist nur ca. 15km vom bisherigen Wohnort weg, aber halt richtig Dorf mit nur ca. 1000 Einwohnern, ohne Läden, aber dafür viel Grün und Land drum herum.

Ihr neues altes Haus ist so ein richtig traditionelles mit Klinker, Fachwerk und Reetdach mit viel Rasen und Hecke drumherum. Für uns ist so freie Fläche ja richtig ungewohnt – noch dazu ebene. Wir haben ziemlich viel Gefälle im Garten. Das Haus ist von aussen total schön und passt richtig gut zu ihr. Von innen wäre es mir persönlich etwas zu dunkel, die Decken zu niedrig und die Küche zu klein. Aber für sie ist es genau richtig so und das ist ja das Wichtigste.

Wir haben ihr beim Aufbauen und Montieren von ein paar Sachen geholfen, ein paar technische Geräte eingerichtet und beim Bilder aufhängen unterstützt. Jetzt ist es schon recht wohnlich. Die Fahrt war etwas mühsam. Fast 9 Stunden sind einfach lang für 1 Strecke. Aber es war total schön, sie und ihre beiden erwachsenen Töchter und auch weitere Bekannte endlich mal wieder zu sehen. Unsere Geschenke (v.a. auch die beiden Schürzen) sind extrem gut angekommen und haben grosse Freude bereitet.

Weil ich meinen neuen Mitarbeiter einarbeiten muss, ist es aktuell etwas stressig. Was liegen bleibt, arbeite ich meist abends nach. Zusätzlich muss ich aber neben Unterbrechungen zwischen verschiedenen Technologien und Projekten hin und her springen. Aber wir sind ja froh, dass wir überhaupt jemanden gefunden haben und eine gute Einarbeitung ist einfach schon sehr wichtig.

Das Gerüst ist inzwischen weg und das Haus ist richtig schön jetzt. Wir freuen uns jeden Tag daran – zumindest an der fertigen Eingangsseite.

Unterwegs habe ich auch etwas stricken können. Nachdem die Wolle aber recht fein ist, bin ich nach nun ca. 13 Stunden Strickzeit erst bei ungefähr 10cm.

In echt ist die Wolle etwas intensiver, ein richtig schönes Petrol.

Ansonsten gibt es von hier nicht viel zu berichten. Es ist normaler Arbeitsalltag ohne Ferien bis Ende Jahr zu erwarten. Ich hoffe, ich kann etwas Zeit für meine Strickmaschine frei schaufeln. Erst mal ist aber der Garten dran.

Eben noch Bad geputzt

… und jetzt geht dann so langsam ein eher faules Wochenende in die Schlusskurve mit Essen vom Grill (Schweinsfilet im Senf-Rohschinken-Mantel mit Minikartoffeln) und etwas stricken.

Heute hab ich nur ca. 4 Stunden Unterlagen für meinen neuen Mitarbeiter vorbereitet und 360 M für mein neues Shirt angeschlagen, Brombeeren gezupft, Stoff für eine Geschenksschürze raus gesucht. Spazieren waren wir auch.

Gestern haben wir unser Gerätehäusli aufgebaut (angegeben waren 2 Stunden, gebraucht haben wir 5, aber supertolle Qualität) und die ganzen Farbeimer, Werkzeug und Müll versorgt, geräumt und sauber gemacht.

Vorgestern sind schon unsere Fensterläden montiert worden und wir sind sehr begeistert und freuen uns auf den Anblick ohne Gerüst.

Die Woche wird stressig, weil uns 1 Arbeitstag fehlt. Wir fahren Freitag ganz früh gen Bremen bis Montag.

Resümee Streichaktion

Vor 2.5 Wochen wurde das Gerüst im strömenden Regen aufgestellt und beim Hochschauen auf die 5 Ebenen wurde es mir zugegebenermassen schon etwas anders und ich habe mich gefragt, ob die Idee „Fassade in den Ferien selber streichen“ so eine gute war. Ich bin nämlich nicht ganz schwindelfrei und habe „Angst“ auf Treppen. Ausserdem hatte ich ja nur 2 Wochen zur Verfügung und war auf gutes Wetter angewiesen.

Das Wetter meinte es wirklich gut mit mir – in der 1. Woche hat es gar nicht geregnet. In der 2. immer nur kurz und so, dass ich ausweichen konnte auf „Innenarbeiten“.

Verbraucht habe ich an 11 Tagen in insgesamt ca. 120 Stunden:

  • ca. 85 kg Fassadenfarbe
  • ca. 7 kg Lackfarbe
  • ca. 1 kg Betonfarbe
  • ca. 500 m Kreppband
  • ca. 100 qm Folie
  • 1 Latzhose
  • 1 T-Shirt
  • 1 Paar Socken
  • 1 Paar Turnschuhe

Ich habe alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte und bin doch etwas stolz darauf. Für mich war das auch insofern eine gute „Therapie“, weil das Haus jetzt auch etwas „mein“ Haus ist. Ich hatte besonders am Anfang sehr gefremdelt damit, weil die Ex noch so präsent war für mich.

Hier jetzt also die direkten Vorher-Nachher-Vergleiche:

Mit dem Gerüst davor sieht man gerade auf der Rückseite nicht soooooo gut, wie viel schöner das jetzt alles ausschaut.

Als nächstes kommen die Fensterläden dran – so sollen alle werden:

Danach kommt das Gerüst weg und der Maurer muss ein paar Stellen sanieren und neu verputzen:

Und dann muss ich nur noch ein trockenes Wochenende finden, um den Sockel und die Umrandung der Balkontüre zu streichen. Das wird dann vermutlich September / Oktober. Ihr werdet jetzt also eine Zeitlang verschont von meinen Renovationsorgien.

Morgen geht es wieder ins Büro und lustigerweise erzählt mir jeder, ich würde total entspannt aussehen und meine Sommerbräune würd mir gut stehen 😉

Heute keine Renovationsarbeiten

Heute habe ich meine Schifffahrtsgutschein bei meiner Freundin eingelöst und wir haben eine Rundfahrt auf dem Thuner See mit Aufenthalt in Interlaken und Thun gemacht.

Ich lass euch ein paar hübsche Bilder von einem schöööööööönem Tag da.

Meine Schönheit

… hat genau heute Geburtstag. 14 Jahre wird sie heute.

In Menschenjahren entspricht das einem Alter von 72 Jahren. Dafür ist sie noch ganz schön fit.

Darf ich vorstellen…

… meine Traummaschine (die Strickmaschine quer im Vordergrund):

Samstag morgen bin ich allein mit dem Transporter ca. 200km bis zu meinem Bruder gefahren. Er ist die restlichen 60km mitgefahren und hat tatkräftig beim Abbauen und Einladen geholfen. Dann ging es den gleichen Weg wieder retour. Abends noch ausgeladen (Till hat gnädigerweise geholfen), Transporter 30km mit Tankstop zur Abgabestelle gefahren und dann heim. 🥵

Heute Abend hab ich sie montiert und alles angeschlossen. Freitag versuch ich mal mein Glück und bin gespannt, wie die Lernkurve verläuft…

Ich bin ganz glücklich 😍 und sooooo froh, dass ich mich von Tills Genörgel nicht abhalten lassen hab.

Das Streichen hat sich gelohnt

Vorher:

Nachher:

Der Grauschleier ist weg, es ist wieder schön rötlich (Lärche)

Wir haben zu zweit gestrichen und etwa 2.5 h gebraucht.

Nachher stellen wir Tisch und Stühle zurück. Dank tüchtig Wind trocknet es schnell.

Relegation #3, die 2.

Trotz 1:3 Niederlage hat es dank des 3:0 Sieges im Hinspiel gereicht.

Wir sind aufgestiegen 🥳🥳🥳🥳 und damit gibt es wieder innerfamiliäre Wettkämpfe mit Werder 😎

Relegation #3, die 1.

Sollten aller guten Dinge tatsächlich 3 sein?

Das Hinspiel haben wir heute mit 3:0 gewonnen. Da müsste im Rückspiel schon viel schief laufen – aber wir wollen mal lieber nichts verschreien und den Tag vor dem Abend loben.

Sonntag Mittag geht’s um die Wurscht = den Aufstieg in die 2. Liga zu vielen alten Bekannten.