Archiv der Kategorie: Familie

Verschickt

Seit heute Nacht sind alle Geschenkwünsche genäht und gestrickt:

  • 2 Nachthemden für Mama
  • 2 Kissenbezüge für Mama
  • Je 1 Hemdli plus 1-2 Hösli für Mama, Tills Schwester und 1 Nichte
  • 3 Hosen für die andere Nichte
  • 1 Kleidli für meine Nichte
  • 1 Einhornshirt mit Wendepailletten für meine Nichte
  • 1 dicker, fluffiger Schal für meine Schwägerin
  • 1 Paar Socken für Papa

Und so schaut das Ganze dann aus:

Alles verpackt und verschickt (von D aus):

Jetzt muss alles nur noch ankommen, passen und gefallen…

Untrügliches Anzeichen für November

.. sind für mich die Adventskalender-Basteleien.

Das ganze Wochenende und gestern bis spät nachts war ich damit beschäftigt, Kleinigkeiten zu basteln, alles zu verpacken, zu füllen und die Päckli zu schnüren. Ausserdem habe ich noch die Socken für Oma fertig gestrickt und auch verpackt.

Heute habe ich die 4 Pakete für Oma, Mama, Tills Schwester und sein Nichten auf die Post gebracht – schnell, bevor BaWü die Grenzen womöglich wieder zunagelt.

Das ist drin:

Bei der Gelegenheit habe ich auch noch meinen eigenen Woll-Adventskalender abgeholt. Der ist super liebevoll gestaltet – mit selbstgemalter und handgeschriebener Karte. Ich freue mich, dass ich das letzte Exemplar ergattern konnte.

Bin schon sehr gespannt auf die vielen kleinen Garnstränge und Farben – alle handgefärbt!

Daraus will ich mir eine Jacke mit einem grossen Muster (spiralig vermutlich) und fliessenden Farben stricken. Das Muster entwickelt sich dann beim Auspacken – zur Not kann ich dort auch noch Garn nachbestellen, wenn ich gern eine Grundfarbe hätte.

Sehr schön

… ist die Lage, in die es Paula (Tills Schwester) verschlagen hat. Es ist nur ca. 15km vom bisherigen Wohnort weg, aber halt richtig Dorf mit nur ca. 1000 Einwohnern, ohne Läden, aber dafür viel Grün und Land drum herum.

Ihr neues altes Haus ist so ein richtig traditionelles mit Klinker, Fachwerk und Reetdach mit viel Rasen und Hecke drumherum. Für uns ist so freie Fläche ja richtig ungewohnt – noch dazu ebene. Wir haben ziemlich viel Gefälle im Garten. Das Haus ist von aussen total schön und passt richtig gut zu ihr. Von innen wäre es mir persönlich etwas zu dunkel, die Decken zu niedrig und die Küche zu klein. Aber für sie ist es genau richtig so und das ist ja das Wichtigste.

Wir haben ihr beim Aufbauen und Montieren von ein paar Sachen geholfen, ein paar technische Geräte eingerichtet und beim Bilder aufhängen unterstützt. Jetzt ist es schon recht wohnlich. Die Fahrt war etwas mühsam. Fast 9 Stunden sind einfach lang für 1 Strecke. Aber es war total schön, sie und ihre beiden erwachsenen Töchter und auch weitere Bekannte endlich mal wieder zu sehen. Unsere Geschenke (v.a. auch die beiden Schürzen) sind extrem gut angekommen und haben grosse Freude bereitet.

Weil ich meinen neuen Mitarbeiter einarbeiten muss, ist es aktuell etwas stressig. Was liegen bleibt, arbeite ich meist abends nach. Zusätzlich muss ich aber neben Unterbrechungen zwischen verschiedenen Technologien und Projekten hin und her springen. Aber wir sind ja froh, dass wir überhaupt jemanden gefunden haben und eine gute Einarbeitung ist einfach schon sehr wichtig.

Das Gerüst ist inzwischen weg und das Haus ist richtig schön jetzt. Wir freuen uns jeden Tag daran – zumindest an der fertigen Eingangsseite.

Unterwegs habe ich auch etwas stricken können. Nachdem die Wolle aber recht fein ist, bin ich nach nun ca. 13 Stunden Strickzeit erst bei ungefähr 10cm.

In echt ist die Wolle etwas intensiver, ein richtig schönes Petrol.

Ansonsten gibt es von hier nicht viel zu berichten. Es ist normaler Arbeitsalltag ohne Ferien bis Ende Jahr zu erwarten. Ich hoffe, ich kann etwas Zeit für meine Strickmaschine frei schaufeln. Erst mal ist aber der Garten dran.

Meine Schönheit

… hat genau heute Geburtstag. 14 Jahre wird sie heute.

In Menschenjahren entspricht das einem Alter von 72 Jahren. Dafür ist sie noch ganz schön fit.

Darf ich vorstellen…

… meine Traummaschine (die Strickmaschine quer im Vordergrund):

Samstag morgen bin ich allein mit dem Transporter ca. 200km bis zu meinem Bruder gefahren. Er ist die restlichen 60km mitgefahren und hat tatkräftig beim Abbauen und Einladen geholfen. Dann ging es den gleichen Weg wieder retour. Abends noch ausgeladen (Till hat gnädigerweise geholfen), Transporter 30km mit Tankstop zur Abgabestelle gefahren und dann heim. 🥵

Heute Abend hab ich sie montiert und alles angeschlossen. Freitag versuch ich mal mein Glück und bin gespannt, wie die Lernkurve verläuft…

Ich bin ganz glücklich 😍 und sooooo froh, dass ich mich von Tills Genörgel nicht abhalten lassen hab.

Meine Oma

ist jetzt auch im Spital. Vor 3 Tagen wurde sie eingeliefert mit Oberschenkelhalsbruch und sofort operiert. Inzwischen rennt sie mit Rollator schon wieder in der Gegend rum.

Sie ist hart im Nehmen: erst 1 Woche nach dem Bruch ist sie ins Spital. Mit 93!

Jetzt müssen wir sie überzeugen, dass sie Reha machen sollte. Sie will sofort wieder heim. Immerhin lebt sie seit 74 Jahren in diesem Haus und hat nie auch nur 1 Nacht ausserhalb übernachtet (ausser sie war im Spital).

Gestern hab ich mit ihr telefoniert – sie hört sich ganz fit an. Aber es ist ihr langweilig den ganzen Tag im Bett und ohne Arbeit. Oma lebt allein auf ihrem Bauernhof (keine Viecher und keine aktive Landwirtschaft mehr).

Oh mein Kreuz..

… tut weh. Heute war ich von 11 bis halb 7 ohne Pause am Spachteln, Modellieren, Abkleben und Grundieren.

Alle Sockel und Fensterumrandungen geschafft, kurz vorm Dunkelwerden. Uff. Aber guuut schaut es aus.

Das Loch, das für die einzige Aussenjalousie, einfach ich die Umrandung gefräst wurde, haben wir zuzementiert. Kältebrücke beseitigt. Nachdem dort ein neues Fenster rein kommt im Frühjahr, musste sie weg und erst da haben wir diese weitere Quelle für den Zug in Tills Büro gefunden.

Morgen bekommt ihr Bilder von den beiden dann fertigen Seiten.

Ach ja: Papa durfte gestern wieder aus dem Spital heim. Aber ich bezweifle, dass er seinen Lebenswandel überdenkt und sehe etwas schwarz… Tabletten soll er jetzt an die 15 Stück pro Tag nehmen.

Tolle Geschenke

.. hab ich gestern bekommen 🙂

  • Riesigen dunkelroten Trekking-Rucksack mit unglaublich vielen Fächern und Verstellmöglichkeiten
  • Whiskey
  • Lustiges, weiches Tuch
  • Gutschein für den Zoo Basel
  • Gutschein für Norwegisch-Sprachkurs-Stunden
  • Orchidee mit 8 (!!) Blütenstengel
  • Pizzaschieber und -rollmesser

Drückt mir die Daumen, dass die Grenzen übers Wochenende noch auf bleiben – dann fahre ich nämlich Freitag früh zur Familie nach Bayern und auf dem Rückweg in BaWü bei meinem Bruder vorbei.

Oma auf der Wolke

Heute ist der Geburtstag meiner Oma, die mir mein Faible für Textiles vererbt und mir schon mit 3 Jahren stricken beibebracht hat. 94 würde sie heute werden. Leider ist sie bereits vor 29 Jahren kurz nach ihrem 65. Geburtstag gestorben. Sie fehlt mir immer noch.

Sie war immer fröhlich und gut gelaunt, obwohl sie als lediges Kind eine sehr schwierige Kindheit hatte und mein Opa nach der russischen Gefangenschaft auch nicht gerade einfach war.

Für alle Lebenslagen hatte sie einen Spruch auf Lager. Meine liebsten sind:

  • Kein Nachteil ohne Vorteil
  • Es hängt nicht 100 Jahre auf eine Seite
  • Du hast Recht und ich meine Ruhe

Sonntag Nachmittags ist sie immer zu uns gekommen und dann wurde um die Wette gestrickt (Oma, Mama und ich). Oder ich war bei ihr mit dem Strick-, Stick- oder Knüpfzeug bewaffnet.

Schnieff.

Vorbildlich

Nach exakt 2 Wochen habe ich mich heute ins Dorf gewagt, um einzukaufen.

Es lief äusserst diszipliniert ab: Direkt am Eingang wird man gebeten, die Hände zu desinfizieren, nimmt sich danach eine Nummer und geht in den Laden. Alle halten grosszügigen Abstand und sind dennoch freundlich.

Überrascht war ich über die vielen Angebote und, dass auch die Kartoffeln 50% günstiger waren. Scheinbar sind viele schon vom Kochen (und Kartoffelschälen) ernüchtert und werfen lieber Nudeln ins Wasser ;). Ich hab mich grosszügig eingedeckt – Kartoffeln sind mit mein wichtigstes Lebensmittel.

Ausser Vollkornmehl (von dem ich noch genug daheim hab) gab es alles. Auch Klopapier und Seife. Brauchte ich aber beides jetzt noch nicht.

An der Kasse sind die Kassierinnen jetzt durch eine Plexiglasscheibe und Handschuhe geschützt. Auf dem Boden sind Felder für jeden aufgemalt, damit man mit genügend Abstand wartet.

Der Einkauf reicht jetzt locker wieder für 2 Wochen.

***

Heute hat meine Mama Geburtstag – zum 1. Mal seit Jahrzehnten bin ich dann nicht bei ihr :(. Abgesehen davon, dass ich gar nicht über die Grenze dürfte, will ich ihr natürlich auch nix anschleppen. Etwas traurig finde ich das trotzdem. Aber sie hat sich ihren Lieblingskuchen mit viel Eierlikör gebacken. Sie hatte den letzthin schon zum „Grundnahrungsmittel“ erklärt .. ;). Da bin ich froh, dass sie es sich gut gehen lässt!

Sie wird heuer so alt wie mein Geburtsjahr – das Ganze wiederholt sich im Herbst an meinem Geburtstag. Dann können wir uns hoffentlich wieder in echt sehen und nicht nur in Skype.