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Da kommt er wieder durch …

… der Perfektionist in mir.

Aber an dem Punkt halte ich ihn auch für extrem wichtig. Ich bastel nämlich grad an „Manschgerl“, sprich an den skalierbaren Figurinen mit grösstmöglicher Berücksichtigung der Anatomie.

Ich weiss jetzt auch, warum die ganzen Äbbs a la „Schick mir ein Bild – ich mach Dir ein Schnittmuster dazu“ nicht funktionieren. Selbst bei meiner kleinen anatomisch korrekten Figur verzerrt es mir sämtliche Proportionen so, dass dann vorne und hinten nichts mehr zusammenpasst.

Die Proportionen und Zusammenhänge hab ich jetzt zusammen – jetzt heisst es Splines mit möglichst wenig Punkten und Tangenten zu definieren, die ich dann 1:1 mit den Messdaten verknüpfen kann.

Ansonsten normaler Alltag hier – die letzten 2 Wochen waren wir im Büro, weil die Kollegen in Ferien / HomeOffice in der Ferienwohnung waren. Ab Montag muss ich aber wieder daheim bleiben. Gestern wurde das neue Garagentor montiert – schaut gut aus und kann per Knopfdruck geöffnet werden.

Heute waren wir noch mal im Büro, um aufzuräumen – der Estrich (Speicher für Dütsche) bekommt einen neuen Boden. Deshalb hab ich zum Zwischenlagern etwas Platz im Lager gemacht. Ausserdem hab ich meinen Schreibtisch leer geräumt – wir stellen um für neue Mitarbeiter und ich bekomme auch im Büro einen höhenverstellbaren Schreibtisch.

Suppenmutante

Ich hab allen Ernstes eben Suppenmutante statt Super-Mutante gelesen.

So langsam hat’s mich scheinbar …

Jetzt bereite ich mal meinen morgigen Kurs vor und danach wieder Webshop füllen.

Ach ja – meine weisse Strickjacke ist übrigens nach nur einem dreiviertel Jahr fertig:

Die Wolle für die Blende habe ich zukaufen müssen – aber man sieht es kaum, dass es eine andere Qualität ist, finde ich.

Wenn ich muss, mag ich nicht

Kennt ihr das von euch auch?

In dem Moment, wo etwas zur Pflicht wird, blockiert irgendwas in mir. Dabei ist es egal, ob die Pflicht von mir auferlegt ist oder von aussen kommt.

Das gilt explizit NICHT für meinen Job oder meine Dozententätigkeit. Damit kann ich problemlos umgehen. Da habe ich meine Aufgaben und Punkte zum Abhaken. Das geht tadellos. Da mache ich sogar eher zu viel als zu wenig.

Aber Sachen, die ich für meine Firma / privat machen müsste / sollte oder eh nicht sooo gern mach, die sind anfällig für dieses Blockadeverhalten.

Aufräumen z.B. – das kann ich wochenlang vor mir herschieben. Da hilft auch die Visualisierung, wie toll das nachher aussieht, nix. Ich kauf dann eher ein neues Schubladenmöbel, das ich ganz toll finde – und lass das dann leer rum stehen. Der Wille war da und der Plan war auch gut – aber nu ja – es steht dann mehr rum als vorher. Wenn Till mich dann noch anmeckert, ist es ganz vorbei. Er will immer, dass ich am liebsten ALLES wegwerf und das WILL ich nicht. Bloss weil er keine Hobbies hat und es nicht versteht, muss ich nicht meine guten Sachen wegballern. Wenn ich dann aufräum, ist es ihm nie genug – dann bekomm ich grad die nächste Baustelle aufs Butterbrot geschmiert. Dabei sind das meine Zimmer – das geht ihn eigentlich gar nix an. Das sag ich ihm auch – aber mich stressen diese Vorwürfe trotzdem.

Stoffe in den Shop einpflegen z.B. – so lange es um technische Probleme geht, wie neues Shopsystem einrichten, Mailserver zum Laufen bringen etc., brauch ich keine Motivation von aussen. In dem Moment, wo es stupide Tätigkeit wird, mit Bilder zurecht schneiden, Farben anpassen, Stoffqualität zuordnen, hochladen, verlässt mich die Begeisterung. Langer Rede, kurzer Sinn – 10 Stoffe am Tag schaffe ich nicht. Auch weil 10 Stoffe ca. 2.5 Stunden dauern. Es ist einfach die Masse, die mich da erschlägt. Ich habe jetzt aber ein einfaches Laptop bestellt, mit dem ich abends auf dem Sofa, stupide Bildbearbeitungen machen kann.

Schnittmustersoftware z.B. – da bin ich jetzt an den Figurinen dran. Aber dort sterbe ich gerade den Perfektionisten-Tod und verhedder mich in Gedanken-Widersprüchen und verschiebe das auf später. Ausserdem denke ich dann immer, dass ich doch Stoffe einpflegen müsste, um mal die Baustelle endlich zu schliessen.

Aus dem Nichts überfallen mich dann wieder neue Ideen, die ich so gerne ausprobieren würde, so dass die Projektliste eher länger als kürzer wird. Einerseits bewundere ich ja Leute, die nur ein einziges Thema konzentriert verfolgen und damit erfolgreich sind. Andererseits wäre mir das für mich einfach zu langweilig.

Vielleicht müsste ich einfach Freitag / Samstag zum festen Arbeitstag für Shop / Schnittmuster-Software erklären, an denen ich konzentriert nur daran arbeite. Eine Woche das eine, die Woche drauf das andere. Und Sonntag wär dann der freie Tag für Hobbies, Aufräumen und Co. Hm. Wär einen Versuch wert.

Mein Kernproblem bleibt: zu wenig Zeit für zu viele Projekte und Ideen. Vielleicht sollte ich einfach mal wieder Nachtschichten einführen 😉

Besonders früh

.. hat heute mein Arbeitstag begonnen.

Till hat eine Sitzung am frühen Morgen (Feuerwehr lässt grüssen) und ich habe die Gelegenheit genutzt, um zu schauen, ob meine Navigations-App die Positionsdaten, Zielvorgaben, Dauer bis Ziel, etc. richtig ermittelt, weiterschickt und in der angeschlossenen Web-Applikation entsprechend anzeigt.

Dank der dämlichen HomeOffice-Pflicht bekomme ich nur noch selten Bewegungsdaten zu sehen.

Schaut soweit gut aus – ich habe jetzt nur noch minimale Krümel zu verbessern.

Treppauf, treppab

Heute morgen hab ich mir gedacht, dass ich eigentlich ganz schön oft rauf und runter lauf. Also hab ich mal mitgezählt.

Wir haben hier 4 Etagen, auf denen wir wohnen:
-1 Waschküche, Gefrierschrank, Werkzeug, Gästezimmer, Kellerraum mit einem Teil der Strickmaschinen sind im Keller.
0 Schlafzimmer und Tills Büro und Tills Bad sind im EG.
1 Wohnzimmer, Esstisch, Küche, Nähzimmer und mein Bad sind im 1.Stock.
2 Mein Büro und Strick-/Webecke sind im 2.Stock unterm Dach.

Seit heute morgen bin ich 10x hoch und 8x runter gelaufen (in Klammer die Stockwerke, + bedeutet hoch, – runter):

  • Vom Schlafzimmer in den 1.Stock – WC und Kaffee holen (+1)
  • wieder runter, es gibt Kaffee im Bett, Katze kommt mit (-1)
  • Till läuft hoch, macht Frühstück, ruft runter: „Bringst Du Kafi mit?“
  • Ich zieh mich an, latsch mit den leeren Kafitassen hoch, Katze im Schlepptau (+1)
  • An der Kafimaschine stell ich fest, dass ich den Kafi vergessen hab
  • Also latsch ich wieder runter, hol den Kafi und wieder hoch. Katze kennt das Schauspiel schon und bleibt oben. (-1, +1)
  • Frühstück, d.h. Katze bekommt Schinken stückchenweise aus meiner Hand. Dann komm ich dran.
  • Während des Frühstücks macht die Katze Krawall, will raus.
  • Mit der Katze runter, Haustür auf, Katze sieht, dass es regnet, geht rückwärts retour und springt die Treppe wieder hoch. Ich hinterher. (-1, +1)
  • Frühstück beendet, ich geh hoch ins Büro, sortiere Stoffe und Bilder für den Webshop. Katze pennt in ihrem Sessel und bewegt sich von dort bis vermutlich nachmittags nicht mehr weg. Till ruft an, will mir was am Rechner zeigen. (+1)
  • 2 Stockwerke runter, geguckt und dann wieder hoch in die Küche. (-2, +1)
  • Ach ja – ein Kafi wär nett. Tasse ist noch oben im Büro. Also hoch, Tasse holen, wieder runter in die Küche, Kafi rauslassen und wieder hoch ins Büro. (+1, -1, +1)
  • Nachdem ich den heutigen Uploadteil definiert habe, will ich erst mal duschen. Also wieder einen Stock runter, duschen. (-1)
  • Dann runter ins Schlafzimmer und Wäsche in den Wäschekorb gelegt. Bei Till im Büro vorbei geschaut. (-1)
  • Hoch ins Büro mit Abstecher zur Kafimaschine und da bin ich jetzt. (+1, +1)

Ach ja: Zeitraum waren gut 2 Stunden. Das sind weder besonders viel noch wenig Treppen, das ist eigentlich relativ normal, wenn ich daheim bin. Meistens beweg ich mich zwischen 1. und 2.Stock hin und her (Büro – Kafimaschine). Es kommt aber schon auch vor, dass ich Werkzeug brauche oder für abends was aus dem Gefrierfach raus hole – dann geht es 3 Stockwerke runter und wieder hoch.

3 Hände für 85 Kilo

… sind etwas knapp bemessen. Aber irgendwie haben wir das Mörderteil reingeschleppt bekommen und auch Till hat jetzt einen höhenverstellbaren Schreibtisch.

Das „Schränkli“ dazu war leichter – nur 65 Kilo. Auch das steht jetzt an Ort und Stelle.

Ein Freund war so nett und hat uns sein groooooooooooosses Auto mit riesiger Ladefläche geliehen, so dass wir das heute direkt aussuchen und abholen konnten.

Alles ausgefüllt

… für die Einbürgerung habe ich jetzt.

Scheidungsurkunde, Bescheinigung der Wiederannahme meines Namens, etc. habe ich sofort gefunden. Wann ich jeweils die Wohnorte gewechselt habe, haben mir meine Gehaltszettel verraten. Lebenslauf ist angepasst. Referenzpersonen habe ich auch eingetragen.

Jetzt muss ich nur noch nächste Woche auf die Gemeinde und mir eine Wohnsitzbescheinigung holen und dann kann das ab auf die Post.

Und dann schau mer mal, wie schnell oder langsam die Mühle mahlt.

2 Jahre sind die Prognose …

Alle Läden gehen auf

… ab 1. März. Das freut mich für die Ladenbesitzer. Ebenso Museen, Bibliotheken. Im Jugendsport ist auch wieder mehr erlaubt. Private Treffen draussen: 15 Personen, drinnen: nach wie vor 5.

Die Restaurants und Beizen bleiben leider weiterhin zu – auch die Aussenterrassen. Das finde ich schade, aber nachvollziehbar. Trifft mich persönlich nicht, ich geh sehr selten essen. Aber für die Wirte tut es mir leid.

Home Office bleibt Pflicht. Bäh. Das nervt mich etwas. Das ist nämlich im Alltag meine einzige Einschränkung.

Till will einen neuen Schreibtisch (höhenverstellbar). Den werden wir gleich nächste Woche holen.

Die 5 Fenster und die Tür sind getauscht – ich habe etwas Kopfweh von dem Lärm und dem Kleber. Morgen gibt es eine neue Haustür.

Nur 1 Woche..

…liegt zwischen diesen Bildern

Die faule Sau sonnt sich heute bestimmt auch wieder und lässt sich den Bauch wärmen 🙂

Hier ist die hoffentlich letzte Woche im Home Office angesagt – am Mittwoch wissen wir mehr, da entscheiden Bund und Kantone, wie es weitergeht. Ausserdem sind Mittwoch / Donnerstag die Handwerker im Haus, um die ganz alten Fenster (noch 1-fach verglast) auszutauschen und die neue Haustür einzubauen. Beim Garagentor gibt es Lieferschwierigkeiten – das kommt später.

Ansonsten steht hier vermutlich eine eher ruhige Woche an, allerdings mit Zusatzaufgaben an der FH: ich muss noch Aufgaben korrigieren und benoten, hab noch Sitzung und Samstag ist wieder Kurs angesagt.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen..

Mein Webshop ist inzwischen so weit so, dass ich damit leben kann. Nicht perfekt, aber ich bin damit zufrieden. Inzwischen habe ich auch bereits 71 Stoffe und 6 Spitzenbänder rüber geladen. Pro Eintrag brauche ich 3-6 Minuten, abhängig davon, ob ich auch Muster anbiete oder die Bilder nochmals überarbeiten muss. Das ist etwa die Hälfte der Artikel, die ich im alten Webshop schon hochgeladen hatte. Sprich dort sind Texte, Artikelnummern und Bilder schon vorhanden.

Wenn ich die alle eingepflegt habe, schalte ich den neuen Shop live. Und dann beginnt die eigentliche Arbeit: alle weiteren Artikel beschreiben, Bilder zurechtschneiden, Texte dazu schreiben und hoch laden. Artikelnummern haben die meisten bereits. Stoffproben habe ich auch jeweils hier und auch Bilder von den meisten den Nummern schon zugeordnet (das habe ich vor 1 oder 2 Jahren mal gemacht).

Damit das leidige Thema endlich mal ein Ende findet, muss ich jetzt jeden Tag in den sauren Apfel beissen und daran weiter arbeiten. Zielvorgabe: 10 Artikel je Tag, 25 am Sa/So, 100 pro Woche. Mein Kontrollblatt liegt schon bereit. Wenn das ausgefüllt ist, bin ich einen grossen Schritt weiter.

Hab ich schon mal erzählt, dass ich es hasse, dass ich meine Ideen über Jahre mit mir rum schleppe, bis ich sie endlich umsetze?