Archiv der Kategorie: Alltag

Vorbildlich

Nach exakt 2 Wochen habe ich mich heute ins Dorf gewagt, um einzukaufen.

Es lief äusserst diszipliniert ab: Direkt am Eingang wird man gebeten, die Hände zu desinfizieren, nimmt sich danach eine Nummer und geht in den Laden. Alle halten grosszügigen Abstand und sind dennoch freundlich.

Überrascht war ich über die vielen Angebote und, dass auch die Kartoffeln 50% günstiger waren. Scheinbar sind viele schon vom Kochen (und Kartoffelschälen) ernüchtert und werfen lieber Nudeln ins Wasser ;). Ich hab mich grosszügig eingedeckt – Kartoffeln sind mit mein wichtigstes Lebensmittel.

Ausser Vollkornmehl (von dem ich noch genug daheim hab) gab es alles. Auch Klopapier und Seife. Brauchte ich aber beides jetzt noch nicht.

An der Kasse sind die Kassierinnen jetzt durch eine Plexiglasscheibe und Handschuhe geschützt. Auf dem Boden sind Felder für jeden aufgemalt, damit man mit genügend Abstand wartet.

Der Einkauf reicht jetzt locker wieder für 2 Wochen.

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Heute hat meine Mama Geburtstag – zum 1. Mal seit Jahrzehnten bin ich dann nicht bei ihr :(. Abgesehen davon, dass ich gar nicht über die Grenze dürfte, will ich ihr natürlich auch nix anschleppen. Etwas traurig finde ich das trotzdem. Aber sie hat sich ihren Lieblingskuchen mit viel Eierlikör gebacken. Sie hatte den letzthin schon zum „Grundnahrungsmittel“ erklärt .. ;). Da bin ich froh, dass sie es sich gut gehen lässt!

Sie wird heuer so alt wie mein Geburtsjahr – das Ganze wiederholt sich im Herbst an meinem Geburtstag. Dann können wir uns hoffentlich wieder in echt sehen und nicht nur in Skype.

Verkehrte Welten

Irgendwie sind das seltsame Zeiten.

Die so besonnenen Schweizer reagieren doch sehr restriktiv auf die Corona-Fälle:

  • untersagen alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen,
  • lassen Fasnacht ausfallen,
  • setzen alle Ligaspiele aus,
  • kommunizieren offen, dass sich eine Epidemie nicht vermeiden lassen wird,
  • richten schon mal Notplätze in Spitälern ein und
  • sagen voraus, dass es für das medizinische Personal sehr anstrengend werden wird.

Sie bitten um Vermeidung von Risiken (ÖV zu Stosszeiten, Besuchen in Altersheimen, PartyPartyParty).

 

Die sonst so zur Hysterie neigenden Deutschen

  • warnen vor Hysterie (WTF?),
  • halten sich in den Spitälern nicht an die Empfehlungen vom RKI,
  • lassen unbesorgt Bundesligaspiele laufen,
  • veranstalten Ärztekongresse,
  • geben keine nationalen Richtlinien zu Veranstaltungen raus,
  • machen munter Schulausflüge in Risikogegenden,
  • öffnen die Schulen, nachdem Tausende in Italien (!) in Ferien waren
  • reden von „milder Grippe“.

Meiner Meinung nach sind die Fallzahlen in Deutschland nur so niedrig, weil sie wohl nur im äussersten Notfall testen.

Ich muss gestehen, dass ich mir angesichts der Fallzahlen in Italien (v.a. den rapide steigenden Todesfällen unter alten Menschen) grosse Sorgen um meine Mutter mache. Sie gehört klar zu den Risikopersonen mit 71 Jahren, zahlreichen Vorerkrankungen und chronischen Krankheiten. Leider muss sie regelmässig zu Ärzten und Physiotherapeuten, wo so ein Virus sich ja munter verbreiten kann.

Ich kann nur hoffen, mein Gefühl, dass es Deutschland ganz bös erwischen wird, täuscht mich.

Viel unterwegs

Normalerweise pendel ich ja nur zwischen 2 Dörfern (2’000 und 230 Einwohner) per Auto und geh einmal die Woche Lebensmittel einkaufen.

Ausgerechnet zur Zeit bin ich aber viel unterwegs. Montag morgen um 5 ging mein Zug nach Frankfurt zur wirklich spannenden und interessanten Entwickler-Konferenz mit hunderten Teilnehmern. Dienstag um Mitternacht war ich dann wieder retour am Bahnhof in Basel.

Am Wochenende ist das lang ersehnte „Swiss Yarn Festival“, zu dem ich auch sicher hingehen werde – ich habe 3 Kurse gebucht und freue mich auch schon sehr drauf. Eine Freundin, die auch hingehen wollte, überlegt allerdings momentan, ob sie sich dem Risiko aussetzen soll. Sie war in den letzten Monaten aber auch mehrfach krank – das kann ich in ihrem konkreten Fall noch gut nachvollziehen.

Meine persönliche Einschätzung ist, dass sich eine Epidemie gar nicht vermeiden lässt und ich vertraue da im Moment auf meine guten Abwehrkräfte, sorge mit Ingwer und Vitamin C vor. Ab nächster Woche habe ich auch erst mal keine auswärtigen Termine mehr. Im absoluten Notfall kann ich im Homeoffice arbeiten. Mehr Sorgen mache ich mich um meine Mutter, die zur Zeit eh etwas angeschlagen ist, und um meine 92-jährige Oma. Aber die ist zäh.

Schau mer mal, dann seng mer scho – wie der gemeine Bayer so gern sagt 😉

Nachtrag:
Der Bundesrat hat jetzt alle öffentlichen Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bis 15. März verboten. Ich habe aber keine Ahnung, ob das meinen Strickevent betrifft oder nicht.

20 Jahre

… glücklich geschieden bin ich heute 🙂

Wenn das kein Grund zu Feiern ist, weiss ich auch nicht … 😉

Ansonsten gibt es hier nicht viele Neuigkeiten. Der 1. von 10 Vorhängen hängt, der 2. ist fast fertig. Der angekündigte Orkan war eher ein laues Lüftli. Die Katze hat trotzdem Angst gehabt und erhöhten Kuschelbedarf angemeldet.

Uuuuuund ich hab mit meiner Software angefangen. Operation Polarstern läuft weiter.

Etwas faules Wochenende

Gestern hatte ich etwas Mühe, mich aufzuraffen und habe relativ lang im Netz rumgehangen …

Schlussendlich hab ich es dann aber doch noch geschafft, mir einen Überblick zu verschaffen, festzulegen, in welches Buch / in welchen Ordner was rein kommen soll. Ich brauch fix definierte Strukturen und versink sonst im Chaos .. Abends habe ich dann endlich herausgefunden, was ich mir beim (teilweisen) Zuschneiden der 13m Vorhangstoff gedacht hatte.

Heute ging es mir besser von der Hand und ich habe schon alle 10 Vorhangbahnen (für 5 Fenster im EG) zugeschnitten. Ausserdem waren wir noch etwas spazieren (nicht lang, nur 6km) und ich hab schon meine gesamte Post erledigt. Neben Kreditkarten-Rechnungen, Telefon und so Kram sind auch alle Steuerrechnungen (Gemeinde-, Staats- und direkte Bundessteuer) bezahlt. Und es ist noch Geld übrig. Juhu 😉

Jetzt guck ich noch etwas im Netz rum und dann fang ich an, die Vorhänge zu nähen.

Neuer Monat, neues Kalenderbild

Wie versprochen, gibt es immer am Monatsanfand das neue Kalenderbild:

Kalender_2020_02

Hach … da packt mich grad wieder die Sehnsucht …

In den letzten 5 Tagen war ich sehr fleissig und erfolgreich. Die Releases sind ohne Reklamationen durch die Tür. Meine Nebentätigkeit hat auch erfolgreich gestartet. Bäder sind schon geputzt.

Dieses Wochenende hab ich keine Termine!

Ausser etwas Post erledigen hab ich nichts, das gemacht werden müsste. Ich denk jetzt mal drüber nach, was ich mache 😉

Nix konkretes

Inzwischen hatte ich mein Gespräch mit dem Google-Recruiter. Es ist nicht für eine bestimmte Stelle, sondern einfach für den ganz üblichen Bewerbungsprozess. Der ist dort ja sehr aufwändig und umfangreich in mehreren Stufen mit richtigen Tests und Aufgaben, bevor es überhaupt um etwas konkretes geht.

Ganz ehrlich: Nach fast 25 Berufsjahren als Software-Entwickler hab ich keinerlei Bock, mich mehrfach prüfen zu lassen, ob ich was von meinem Handwerk verstehe – zumal ich einen Wechsel nur in Erwägung ziehen würde, wenn die Aufgabe tatsächlich superspannend wäre. Die Einladung, mich quasi mit Empfehlung zu bewerben, ist 10 Tage gültig und werde ich verstreichen lassen. Dafür ist mir meine Zeit zu schade.

Wiss’mer des etz aa, dass des nix is 😉

Selbst ist die Frau

Vorletzte Woche hat die Deckenlampe in meinem Büro den Geist aufgegeben.

Also hab ich erst mal eine neue kreisförmige Neonröhre bestellt. Besser gesagt, ich hab 3 bestellt, weil Till die gleiche Lampe in schwarz in seinem Büro hat.

Angekommen, aufgeschraubt, Röhre getauscht. geht nicht 😐🤔

Till stellt fest, dass seine nur von aussen gleich ausscgaut, aber LED hat 🙄

Sein Vorschlag: kauf Dir eine neue Lampe. Seh ich nicht ein – die hat über 100 CHF gekauft und ich hab 3 Ersatzröhren. Recherchiert und herausgefunden, dass vermutlich das Vorschaltgerät defekt ist.

Das hab ich jetzt für 15 Euro bestellt und bin gespannt, ob die Lampe dann wieder geht… 😏

Alltag

Hier herrscht gewöhnlicher Alltag mit grossem Schwerpunkt auf Software-Entwicklung. Nach den langen Weihnachtsferien freue ich mich darüber sehr. Ich mag meinen Alltag.

Privat mache ich weiter Norwegisch-Kurse per Skype, bereite meinen Kurs vor, plane meine Norwegen-Reise und kruschtel in meinem Nähzimmer, das so langsam Struktur bekommt. Dafür füllt sich der Gang mit Sachen, die nicht ins Nähzimmer gehören, sondern ins Büro, das Textileck, den Keller oder in die Firma. Die Räumlichkeiten kommen danach dran. Eins nach dem anderen.

Ansonsten füllt sich mein Terminkalender neben Norwegisch-Stunden mit Einträgen wie Nähhilfe für Freunde im Nachbarort, Google-Gespräch per Skype, Besuch von Freunden, Konferenzbesuch in Frankfurt, Strickevent in Züri, Dozententreffen in Züri.

Alles recht unspektakulär.

(Die Hysterie in den deutschen Nachrichten nervt mich nur noch und Artikel, die bestimmte Nasen zeigen oder Schlagwörter im Titel haben, klicke ich gar nicht mehr an. Da lese ich lieber die schweizerischen Medien – das ist nicht so ein Gegacker.)

Was würdet ihr klicken?

Heute hab ich völlig überraschend via LinkedIn eine Anfrage von einem Google-Recruiter bekommen.

Antworten kann ich nicht – nur Ja oder Nein klicken.

Eigentlich bin ich absolut nicht auf Stellensuche – ausser es wär in Norwegen oder super-super-spannend ;). Beides wird höchstwahrscheinlich nicht der Fall sein.

Oder entgeht mir da eine grosse Chance? Ach was .. odr?

Was meint ihr?