Ob ich zügeln soll?

Hier an meinem Wohnort ist ein Gewerberaum frei, der ziemlich perfekt für mein Atelier passen würde. 5 Minuten Fussweg vom Haus. Nur minimal teurer als das jetzige.

Jetzt bin ich ja im EG von Tills Firma als Untermieter. Das Haus dort ist recht alt mit vielen Schwellen, Ecken und Winkeln. Das Büro oben ist mit inzwischen 5, bald vielleicht auch 6 Leuten an der Belastungsgrenze. Evtl. steht dort in 2022 ein Ortswechsel an, so dass ich ohnehin dann dort raus müsste. Das ganze Haus kann ich mir nicht leisten und wäre einfach auch unpraktisch für mich.

Und ganz ehrlich hätte ich auch gern mal wieder etwas Raum für mich alleine – ohne Kommentare von der Seite, ohne „kannst Du mal schnell gucken“, etc. Wir sehen uns ja 24/7 – und haben uns doch oft nichts zu sagen, was nichts mit dem Geschäft zu tun hat. Für meine Strickleidenschaft kann er sich ohnehin gar nicht begeistern und ich bin die dummen Kommentare einfach leid.

Die neue Räumlichkeit wär einfach nur mein Revier, der Ort liegt nicht ganz so abgelegen, hat eine gute ÖV-Anbindung und Besucherparkplätze. Auch Nähkurse wären (wieder) möglich, weil ich alles einfach besser stellen könnte. Es ist eine schöne grosse Küche und eine kleine Terrasse dabei. Plus 1 Lagerraum und 1 grosser heller Atelierraum.

Ich habe es Donnerstag angeschaut und heute mal meine grossen Teile auf einem ausgedruckten Grundriss positioniert. Das würde alles sehr gut reinpassen und viele Möglichkeiten bieten, die ich nutzen kann, aber nicht muss.

Vorm Umzug selber graut mir – aber es sind nur 12 km. Ich würde 1 grosse Etappe mit Hilfe machen (Maschinen, Tische, Regale). Dann alles aufbauen und Stoffe und Co. nach und nach selber mit einem Sprinter transportieren und jeweils gleich einräumen. 1 Monat Übergang würde ich mir leisten. Die Kosten für den Umzug und Neuinvestitionen werden sich sicher auf ein paar Tausend Franken summieren.

Spätestens nächste Woche werd ich mich entscheiden (und dann hab ich es ja noch gar nicht).

Veröffentlicht am 15. Oktober 2021, in Alltag. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 11 Kommentare.

  1. Ist das Atelier eigentlich mehr Hobby oder wirft es tatsächlich Gewinn ab?

    • Momentan ist es mehr Hobby. Das kann sich aber auch wieder ändern, muss es aber nicht.
      Und nein, auflösen will ich es nicht. Ins Haus bekomm ich die vielen Maschinen und Stoffe nicht.

  2. Was spricht denn dagegen? Du hast nur Gründe aufgezählt, die dafür sprechen. Sieht so aus, als hättest du dich bereits dafür entschieden. Wenn also alles passt, dann greif doch zu!

    12 Kilometer sind für dich 5 Minuten Fußweg? Oder habe ich da etwas übersehen?

    • 12 km ist das jetzige Atelier weg.

      Dagegen spricht der Aufwand, die Zeit und die Kosten für den Umzug.

      • Dann kommt es m.E. darauf an, wie lange du noch in der Gegend bleiben willst.
        Wenn du z.B. in zwei Jahren oder so doch nach Norwegen auswanderst (aber die Idee war doch IIRC vom Tisch?), lohnt es sich nicht wirklich.
        Aber wenn du dauerhaft dort sesshaft bleiben willst, würdest du dich in ein paar Jahren ärgern, die Chance nicht genutzt zu haben, bloß weil der Umzug so lästig ist.

  3. Du hast die Entscheidung doch schon getroffen. Mach es.

  4. Also für mich klingt das nicht nach Abwägen, sondern Rechtfertigung deiner schon gefallenen Entscheidung 😉

    Objektiv betrachtet verkürzt sich dein Anfahrtsweg. Du hast mWn separate Arbeitstage für dein Atelier, von daher gut.
    Du hast dann Abstand zu deiner anderen Tätigkeit und kannst dich ganz aufs Atelier fokussieren – gut.
    Du kannst mehr machen als momentan – gut.
    Du hast Kosten und Aufwand – eher negativ (gehört aber als Startinvestition dazu).
    Du hättest weniger soziale Kontakte, wenn du im Atelier bist und „frisst“ dich in Arbeit rein – ggf. nachteilig.

    Wenn da nicht noch so viel mehr negative Punkte auftauchen, die schwer(er) wiegen, halte ich den Umzug für eine gute Idee. Die Investitionen wirst du vermutlich auch wieder hereinbekommen (nicht verzetteln). Und so wie das aussieht, scheinst du ja gut zu planen.

    Ich würde es vermutlich an deiner Stelle machen.

    • Du hast das sehr schön übersichtlich aufgelistet 🙂
      Momentan bin ich nur jeden 2. Freitag im Atelier, würde dann aber wieder auf jeden Freitag und evtl. jeden 2. Samstag hochschrauben.
      Weniger soziale Kontakte eher nicht, weil ich vermutlich wieder Kurse (Nähen und neu Stricken) geben würde.

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