Vielleicht bin ich gar nicht immer meiner Meinung?

Prädikat lesenswert:

Meinungsbildung: Wie die Wissenschaft unsere Ansichten erforscht (nzz.ch)

Veröffentlicht am 2. Mai 2021, in Alltag. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 5 Kommentare.

  1. Sehr interessanter Artikel. Geht auch in die Richtung, was ich vor einigen Jahren gelesen habe. Oftmals ist es so, dass man eine Meinung hat oder einen Entschluss gefasst hat, der gar nicht wirklich mit irgendwelchen Fakten hinterlegt ist und man sammelt dann quasi im Nachhinein seine eigene Rechtfertigung. Andererseits ist man ja in einer komplexen Welt darauf angewiesen, bestimmten Fakten zu vertrauen. Am Beispiel Corona auch. Ich bin kein Wissenschaftler, ich nehme an, dass Virologen sich damit auskennen – letztendlich gibt es auch Menschen, die das völlig anders sehen und für mich als Laie klingt vieles logisch und nachvollziehbar. Unterm Strich hab ich jedoch keine Ahnung.

    • Ja, ich fand das auch spannend / ernüchternd. Man hat ja immer das Gefühl, die eigene Meinung wäre ach so fundiert.

      Je älter ich werde, um so mehr weiss ich, dass ich eigentlich gar nix weiss. Ich mutiere aber eher zum Skeptiker als zum Herdentier. Das mag aber auch an der schweizerischen Umgebung liegen.

      Bei Corona bin ich froh, in der Schweiz zu leben, die sich am Finden eines Mittelweges versucht*. Dafür wurde ich aber in deutschen Gruppen auch schon angefeindet. Das Untertanen-Gen hat mir allerdings schon immer gefehlt und ich erlaube mir meine eigene Meinung. Auch wenn das vielleicht doch gar nicht meine ist – womit wir wieder beim Artikelthema wären 😉

      *auch dazu heute zufällig einen Artikel gesehen: https://www.faz.net/aktuell/reise/rueckkehr-des-laechelns-die-schweiz-macht-auf-17314116.html

      • Ich finde es generell schlimm, dass alles immer gleich zum Glaubenskrieg mutiert, so auch bei Corona. Man kann doch Maßnahmen blöd finden, ohne gleich ein Querdenker zu sein und andererseits kann man ja auch Teile gut finden, ohne deswegen ein total unkritischer Mensch zu sein. Aber ich hab oft das Gefühl, dass schwarz-weiß ist abhanden gekommen. Vielleicht hängt es auch mit Socialmedia zusammen, zu echten Diskussionen kommt es ja kaum, es wird immer nur mit harten Meiningen aufeinander geballert.

        • Ja, das geht mir auch so. Ich mag das schwarz-weiss-Denken auch nicht, das mir in D aber deutlich mehr auffällt wie hier. In CH ist man sehr konsensorientiert und gesteht jedem eine eigene Meinung zu.

          Ich weiss aber inzwischen nicht mehr, ob sich meine Wahrnehmung so verändert hat oder die „Diskussionskultur“ in D.

          IMHO hat es weniger mit Socialmedia und mehr mit den klickorientierten hysterischen Medien zu tun. Auch das ist hier anders, es gibt mehr als 1 Thema.

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