Archiv für den Monat November 2020

Immerhin ein Startpunkt

In letzter Zeit geht es bei meinem Schnittgenerator relativ langsam voran. Ich musste mich erst durch die Anatomie wühlen und einen Mittelweg finden zwischen „wichtig für die Berechnung“ – „verallgemeinerbar“ – „vernachlässigbar“ – „akzeptabel für das Perfektionisten-Ego“ – „gnnnaaaa“ finden. Jetzt ist das aber herausgeschwitzt, glaub ich.

Und damit geht es zum nächsten Problem: wie organisiere ich meine Daten so, dass sie flexibel genug für spätere Erweiterungen sind, aber unnötige Detailverliebtheit vermeiden? Wie kann ich das später auch noch so gestalten, dass eine Bedienung für andere Menschen ausser mir auch noch nachvollziehbar ist. Auch das habe ich jetzt gut definiert, glaub ich.

Weiter geht es mit der konkreten Umsetzung. Weil ich wiederverwendbare Module schreibe und nicht zu viele Zwischenschritte machen wollte, habe ich jetzt eine Mini-Desktop-Applikation zum Testen erstellt. Momentan macht die noch nicht viel mehr als ein paar Striche – die aber in der Technologie, die ich später für die Webapplikation und das Generieren der PDFs brauche. Damit kann ich mal meine Berechnungen ohne grosse Umwege testen. Das sieht ausser mir eh keiner – d.h. da kann ich hacken.

Die Kundenseite sieht dann nur die Webapplikation. Die muss ich erst noch etwas aufräumen und setze ich dann um, wenn meine Algorithmen stehen. Das Arbeitsprinzip habe ich ja schon getestet und funktioniert.

Langer Rede, kurzer Sinn: der mühsamste Teil neigt sich dem Ende zu. Es gibt hoffentlich bald was zu sehen.

Ganz schlicht

ist unser Advents“kranz“ heuer:

Ich habe einfach ein paar Zweige von unserer Föhre im Garten geholt. Paar Kerzen und Dekoteile dazu. Fertig. Ich bin ja kein grosser Deko-Fan.

Tills Wichtel hat auch wieder Proviant für die 24 Tage ab Dienstag bis Weihnachten bekommen:

Nur mein dänischer Julkalender hängt immer noch in Kopenhagen rum … da bewegt sich seit knapp 2 Wochen nix.

Wissbegierig

Zur Zeit habe ich wieder eine sehr wissbegierige Phase und will mein Wissen in Robotik auch ganz praktisch erweitern. Ich habe mir ein paar Bücher bestellt und ein Fischertechnik-Paket, mit allen Bauteilen, um verschiedene Sachen nachzubauen. Arduino habe ich ja da – den kann ich programmieren.

Als erstes will ich den XY-Plotter nachbauen und dann zu einem Braille-Plotter umbauen, damit ich meiner Nichte auch mal eine Karte schreiben kann und sie die dann lesen kann.

Zu Till sag ich da aber lieber jetzt noch gar nichts – sonst kommt nur wieder „Du fängst alles an und machst nix fertig“. Das stimmt mich immer wieder traurig – weil es aus meiner Sicht einfach nicht so ist. Ich mach so viel gleichzeitig, dass es einfach manchmal sehr lange dauert, bis was fertig wird. Aber manche Sachen müssen in mir einfach reifen und schlussendlich ist das ja mein Bier, was ich in meiner spärlichen Freizeit mache.

Er ist halt NULL wissbegierig für nix und versteht mich in dem Punkt einfach nicht. Wir sind da sehr verschieden und ich mag mich nimmer rechtfertigen für mein Wesen.

Über Weihnachten sollte ich ein paar Tage frei haben und da werde ich dann etwas basteln, löten, programmieren und mich mit den Strickmaschinen vergnügen. Ich freu mich schon 🙂

Da kann ich ja lang warten ..

.. auf meinen Garn-Adventskalender, wenn er noch gar nicht unterwegs ist…

Ich hab gestern Abend mal nett (auf dänisch) nachgefragt, ob ich eine Tracking-Nummer haben könnte. Heute kam gleich morgens die Antwort, das Paket wäre heute verschickt worden. Die Tracking-Nummer habe ich auch bekommen und sehe jetzt, dass da was auf dem Weg ist zu mir 🙂

Bestellt habe ich ja auch erst am 4.11.

Egal – ich freue mich schon drauf 🙂

Meine Oma

ist jetzt auch im Spital. Vor 3 Tagen wurde sie eingeliefert mit Oberschenkelhalsbruch und sofort operiert. Inzwischen rennt sie mit Rollator schon wieder in der Gegend rum.

Sie ist hart im Nehmen: erst 1 Woche nach dem Bruch ist sie ins Spital. Mit 93!

Jetzt müssen wir sie überzeugen, dass sie Reha machen sollte. Sie will sofort wieder heim. Immerhin lebt sie seit 74 Jahren in diesem Haus und hat nie auch nur 1 Nacht ausserhalb übernachtet (ausser sie war im Spital).

Gestern hab ich mit ihr telefoniert – sie hört sich ganz fit an. Aber es ist ihr langweilig den ganzen Tag im Bett und ohne Arbeit. Oma lebt allein auf ihrem Bauernhof (keine Viecher und keine aktive Landwirtschaft mehr).

MEIN Zitat

Die Adventszeit steht ja schon fast vor der Tür und ich bin nebenher schon wieder etwas am Zusammensammeln von netten Zitaten für meine Adventskalender.

Und dabei bin ich über DAS Zitat gestolpert, das von mir sein könnte bzw. das mich und mein Leben so richtig gut beschreibt:

Ich bin nicht gescheitert. Ich habe 10’000 Wege entdeckt, die nicht funktioniert haben.

Thomas Alva Edison

Genau SO geht es mir doch immer wieder. Und trotzdem ist das eine positive Grundeinstellung. Das gefällt mir.

BTW: Wollt ihr auch wieder Adventszitate bekommen?

Überraschung für mich

Heute hab ich mir nur für mich ganz allein einen Strick-Adventskalender in Dänemark bestellt.

Alles hab ich beim Überfliegen nicht verstanden – aber die Sachen auf der Webseite gefallen mir und bei der Farbkombi blau-grün bin ich auf der sicheren Seite. Darin enthalten sind wohl 24 Garnsträngelchen und 2 Anleitungen.

In Norwegen habe ich leider nichts gefunden und ganz tolle mit pflanzengefärbten Farbspektren sind schon ausverkauft.

Jetzt bin ich gespannt, ob das Päckli bis zum 1.12. den Weg zu mir findet …

Winterschlappen

… bekommt mein Schnucki morgen – und Service. Das ist dann mein vorerst letzter Termin ausserhalb vom Büro.

Ansonsten freue ich mich, dass die Arbeiten draussen fertig sind (Garten und Fassade). Stattdessen möchte ich mich in nächster Zeit mit meinen Strickmaschinen beschäftigen und freue mich schon darauf.

Ausser dem Umbau von den beiden alten Strickmaschinen zu einer, habe ich noch eine Idee für ein neues Funktionsprinzip für eine flexible Maschine, die zwar langsam, aber vielseitig wäre. Ob das funktionieren kann, weiss ich noch nicht. Das muss ich ausprobieren. Wenn ja, wär das cool. Wenn nicht, hab ich was gelernt.

Und mein Schnittgenerator will auch weiter programmiert werden. Nächsten Samstag ist aber erst mal wieder dozieren angesagt – weiterhin online. Das ist mir aber ganz recht.

Im Moment hadere ich etwas damit, dass ich dauernd neue Ideen habe und dann die Umsetzung doch so lang dauert – ich bin einfach zu langsam und perfektionistisch. Da muss ich immer aufpassen, dass meine Unzufriedenheit über mich selber nicht Überhand nimmt.

Beruflich wird es bis Ende Jahr noch hektisch werden – und anspruchsvoll.

Allerheiligen

… ist heute. Früher bin ich an dem Tag mit meiner Familie am Familiengrab gestanden – wie alle anderen im Dorf auch. Ich mochte das nie und habe den „Sinn“ erst begriffen, als meine Oma dort drin lag. Dafür bin ich dann auch aus dem Studienort extra heimgefahren, um etwas Trost in der Gemeinschaft zu finden.

Damit beginnt der Monat November und es gibt das neue Kalenderblatt.

Ihr seht, auch in Norwegen scheint nicht jeden Tag die Sonne 😉 und es ist trotzdem schön.

Mangels Ferien muss ich mir so langsam überlegen, ob es für nächstes Jahr auch einen selbst gemachten Kalender gibt. Der wäre dann allerdings mit Bildern aus der Schweiz. Grosse Ausflüge haben wir zwar nicht gemacht – aber Bilder habe ich trotzdem etliche.