Kampf den Corona-Kilos

Wie so viele andere, hab ich mir im Lockdown ruckzuck ein paar Kilos eingefangen, weil ich auch tagsüber gegessen und wohl zu viele Süssigkeiten genascht habe. Normalerweise ess ich ja kaum Süsses. Aber wenn das Zeug halt so rumliegt, langt man schon mal zu. Till kann das Zeug ja kiloweise verdrücken, ohne zuzunehmen und er isst total gern Süsskram, Chips und Co.

Dummerweise hatte ich zuvor schon schleichend etwas zugenommen, ganz gleichmässig, vielleicht so 100 oder 200g pro Woche – aber in einem halben Jahr oder Jahr sind das halt auch gleich mehrere Kilo. Meine persönliche Wohlfühlzone hatte ich damit verlassen. Weil ich mich nicht wie ein Walfisch fühlen und auch nicht so aussehen will, hab ich wieder Fastentage in meinen Alltag eingebaut.

Nach nur 12 Wochen habe ich doch tatsächlich schon 5 Kilo abgenommen. Das Zunehmen geht bei mir leider sehr viel schneller und einfacher – aber irgendwas ist ja immer. Ich bin halt ein guter Futterverwerter und überlebe dafür jede Hungersnot problemlos.

Im Prinzip mache ich ja schon immer so was ähnliches wie intermittierendes Fasten – auch schon, bevor ich davon gehört hatte. Ich mag einfach nicht dauernd hinter Essen nachlaufen – mich stresst das und ich habe tagsüber auch keinen Hunger. Unter der Woche gibt es bei mir nie Frühstück, mittags esse ich vielleicht einmal im Monat und abends koche ich eine Kleinigkeit. Am Wochenende gibt es Frühstück und Abendessen. Das ist mein Normalzustand.

Seit 12 Wochen lasse ich auch an 2 Abenden (meist Montag und Mittwoch) das Essen weg, esse also an den 2 Tagen gar nichts. Zusätzlich trinke ich seither meinen Kafi schwarz – davor immer mit einem Schluck Milch. Der Milchzucker hatte aber wohl immer wieder meine Fastenphase unterbrochen. Die Wochenenden sind wie gehabt mit 2 Mahlzeiten geblieben – auch dann trinke ich den Kafi aber schwarz. Inzwischen schmeckt er mir so besser. Sklavisch sehe ich das mit der Milch aber nicht – ich trinke schon auch gern einen Cappuccino, wenn ich mal auswärts in einem Café bin. Das kommt vielleicht alle 8 Wochen vor.

Die Umstellung finde ich schmerzfrei und werde ich jetzt erst mal beibehalten. Es dürfte nämlich schon noch was weg und es kostet mich nichts ausser Geduld.

Veröffentlicht am 8. Oktober 2020, in Alltag, Gesundheit. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 15 Kommentare.

  1. Du machst das richtig. Viel Erfolg damit weiterhin.

  2. Komplett auf Essen könnte ich nicht verzichten. Durch meine Krankheit ist mein Stoffwechsel leider völlig eingebrochen. Jetzt bin ich bei 1400 kcal und 16:8. Damit schaffe ich 1,5 kg weniger Gewicht im Monat. Ich muss also die Kalorienzufuhr noch weiter runter schrauben.

  3. Sehr schön – klasse das es bei Dir funktioniert.
    Ich versuche auch gerade 1-3kg los zu werden…aber bei mir bewegt sich leider nichts….dafür koche und ich esse ich auch einfach zu gerne….seufz….aber solange ich nicht weiter zunehme, kann ich damit leben…

    • Bei mir ist das ein ewiger Kampf – aber ohne das würde ich mich kugeln und das will ich nicht:
      Ich koche halt auch super gern und esse gern leckere Sachen. Zum Glück mag ich aber kein Fertigfutter und bin kein Unterwegsesser.

      • Da geht es Dir wie mir….es ist schon erstaunlich, das mit dem Unterwegs-Essen hab ich mir größtenteils auch abgewöhnt…. manchmal gehe ich noch in eine Bäckerei und denke oooch ja…doch dann sehe ich diese genormten Standard-Teilchen und schon hab ich keinen Appetit mehr darauf 🤣, drehe mich wieder um und gehe hinaus…sogar bei den Eisdielen geht mir das inzwischen so…diese cremigen Berge und supervielen Sorten in den Auslagen….und schon weiß man, das ist auch nur noch Industrie-Herstellung..ne Danke…

        • Hier gibt es nicht mal die Gelegenheit… ich fahre ja von einem 2000-Seelen-Dorf in einen Ort mit 230 Einwohnern. In beiden Dörfern gibt es noch nicht mal einen Bäcker 😎
          Mir fällt das nur immer auf, wenn ich mal in Deutschland bin und dort in einer Stadt. Permanent kommt einem jemand kauend entgegen. Ich finde das total unangenehm.
          In der Schweiz und auch in Skandinavien ist das nicht so üblich.

          • stimmt, das hat sich richtig zu einer Unart entwickelt, das alles unterwegs gegessen wird..und da die Manieren auch oft wegfallen, macht das keinen spass anzuschauen oder zuzuhören 😨

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