Wege aus dem Wolldilemma

Vor ca. 3 Monaten hatte ich ja mit meiner weissen Strickjacke angefangen. Die Wolle habe ich schon seit knapp 10 Jahren. Sie ist aus Baumwolle / Leinen / Viskose und wechselt zwischen matt / glänzend / flauschig / glatt in mehr oder weniger regelmässigen Abständen. Ich würde die Wolle heute nicht mehr kaufen, aber wenn ich sie schon habe, sollte sie nun auch endlich verarbeitet werden.

Ein passendes Muster zu finden war nicht ganz so einfach, weil ein zu kleines / filligranes Muster in der unruhigen Qualität ersäuft. Nach ein paar Versuchen aus meiner japanischen Strickbibel hab ich eine Kombination gefunden, die mir gefällt. Allerdings habe ich unterwegs festgestellt, dass mir die Wolle vermutlich nicht reichen wird – ich mag keine dreiviertellange Ärmel und sie soll noch etwas länger werden.

Gestern war ich im örtlichen Wollladen, um mal zu schauen, ob es etwas ähnliches gibt. Hm. Gar nicht so einfach. Aber ich habe etwas in einer ähnlichen Qualität (auch Baumwolle / Leinen / Viskose) mit Anteilen in matt / glänzend mit einer ähnlichen Lauflänge und dem gleichen Weiss gefunden.

Das obere Garn ist der Neukauf. Bei den Ärmeln werde ich 2 Reihen mit dem einen und dann 2 Reihen mit dem anderen Garn stricken. Damit sollte sich auch die Unruhe aus dem Originalgarn, das sich durch die kürzeren Reihen ergibt, etwas reduzieren lassen.

Ob ich an den Ärmeln nach der Bordüre das gleiche kleine Streifenmuster mache oder ein anderes, weiss ich noch nicht. Das entscheide ich, wenn ich soweit bin. Die Blende mache ich vermutlich aus dem neuen Garn. Erst mal muss ich aber die Vorderteile und das Rückenteil fertig stricken. Mein linker Zeigefinger ist nach knapp 2 Wochen fast verheilt – mit Pflaster sollte das funktionieren.

Auch wenn der Sommer vorbei ist, stricke ich die jetzt fertig. Aus den Resten will ich nämlich lauter kleine Sternchen häkeln – für den Christbaum und als Geschenkanhänger. Muster dafür habe ich in meinem norwegischen Weihnachtsbuch. Und der nächste Sommer kommt ja auch und dann habe ich schon ein neues Jäckli 🙂

Veröffentlicht am 2. Oktober 2020, in Stricken. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 5 Kommentare.

  1. Das Phänomen ist mir auch bekannt, dass Woll(rest)e nicht ausreichen, um eine Jacke oder einen Pullover komplett zu stricken.
    Dann ist Kreativität angesagt, die Wolle mit anderer Wolle zu kombinieren.
    In jedem Fall erhältst du dann ein Unikat, das in seiner Art weltweit völlig einmalig ist.

    • Ehrlich gesagt, weiss ich gar nicht mehr, was ich damals aus der Wolle machen wollte. Und warum ich nicht 2 Knäuel mehr gekauft hatte, weiss ich auch nicht mehr.
      Bisher habe ich immer eine gute Lösung gefunden – ich bin da flexibel und strick ja ohnehin nicht nach Anleitung.

  2. das ist ja echt ein filigranes Muster….wow – viel Arbeit 🌷
    Du könntest aus der neuen Wolle die Ärmel stricken, aber in einem einfacheren Muster…dann sieht es wie gewollt aus, das die Wolle unterschiedlich ist….und es fällt weniger auf….
    aber Du hast bestimmt eine Kreativere Lösung …

  3. Das fertige Ergebnis musst du aber mit uns teilen, ja?!

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