Drecks-Städter!!!

Gestern bin ich in mein Atelier gefahren, um meine Masken-Prototypen zu nähen und verschiedene Verarbeitungsweisen und Stoffkombinationen zu testen. Es ist unglaublich, wie viele auswärtige Kennzeichen hier auf dem Land unterwegs waren und wie viele Leute hordenweise durch die Gegend gerannt sind!

Und Töffs und Velos in rauen Mengen!

Verdammt noch mal, was habt ihr an „keine notwendigen Fahrten“ nicht verstanden???

Bis Anfang Jahr noch uns Dörfler verächtlich als Hinterwäldler belächelt und uns jetzt eure Drecksviren raus tragen. Bleibt gefälligst daheim in euren ach so fortschrittlichen Städten.

Grrrrrrrrrrrrr!!

Gute Nachrichten übrigens aus Norwegen: nur noch 0.7 steckt 1 Infizierter an. Die haben es allerdings auch von Anfang an sehr schlau und konsequent gehandhabt. Davon sind wir noch weit entfernt.

Veröffentlicht am 6. April 2020, in Frust, Gesundheit. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 6 Kommentare.

  1. Das ist die Stadtflucht. Die Ansteckungsgefahr ist in der Stadt einfach höher.

  2. Die Möglichkeiten, in der Stadt etwas Bewegung in Luft und Sonne zu bekommen (was wichtig ist, um gesund zu bleiben) sind sehr beschränkt Parks, Rheinbord und Spazierwege sind so voll, dass man sie nicht nutzen kann oder will. Etwas weiter ausserhalb kann man zumindest die Abstandsregel einhalten. Das sollte natürlich nicht zu einem Massentourismus führen, da kann ich Deinen Unmut wirklich verstehen. Aber auch ich versuche, mit dem Velo zumindest soweit herauszufahren, dass ich nicht dauernd jemandem über die Füsse stolpere. Obwohl ich in der Stadt lebe, hasse ich die „Provinz“ keineswegs. Ich habe kein Auto und könnte auf dem Land nur mit viel mehr Mobilitätsmöglichkeiten meinem Beruf nachgehen – und mir im Alter eine gewisse Infrastruktur erhalten. Meine Mutter war in dem Moment, wo sie nicht mehr mit dem Auto mobil war sehr isoliert und von anderen abhängig. Deswegen lebe ich nicht auf dem Land, nicht aus einem Dünkel heraus, die Stadt sei fortschrittlicher und besser. Inzwischen haben ja eher die Privilegierten ihr Eigenheim auf dem Land und sind mobil genug, um trotzdem von Kultur und Arbeitsplätzen ausserhalb des Dorfs zu profitieren. Ihr seid da natürlich eine Ausnahme, da ihr alles mehr oder weniger alles in nächster Nähe vereinbaren könnt und so den Idealfall darstellt. Ohne Auto ginge es aber wahrscheinlich auch nicht.
    Ich bin selber ein Dorfkind und habe mich nie als Hinterwäldlerin betrachtet – und dich auch nicht. 😉

    • Solche Städter wie Dich meinte ich natürlich nicht. Du bist ja umsichtig und rücksichtsvoll.

      Aber muss man knapp 100 km fahren, um am Grillplatz eines 230-Seelen-Ortes seine Bratwurscht zu grillieren? Der Altersdurchschnitt ist in so kleinen Orten nun mal sehr gross und ich finde so ein Verhalten absolut rücksichtslos.

      Ohne Auto ginge es bei uns nicht wirklich. Das ist so. Aber ich versuche aktuell wirklich nur zum Einkaufen oder beruflich (wenn es sich nicht vermeiden lässt) zu fahren.

      Mir ging es mehr darum, dass doch jeder bitte in seinem Umkreis (kurz) rausgehen soll und nicht die Deutschschweizer ins Jura, die Welschen ins Baselbiet und die Zürcher ins Tessin fahren. Das wurde jetzt schon mehrfach betont, dass man keine Spassfahrten unternehmen soll und ich finde so ein Verhalten einfach rücksichtslos. Ich will wegen solch uneinsichtigen Deppen keine Ausgangssperre.

  3. Da kann ich Dir voll und ganz zustimmen. Für Spasstourismus in der jetzigen Zeit hab ich auch null Verständnis.

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