Archiv für den Monat Juli 2019

Gastfreundschaft

Mich beschäftigt etwas und mich interessiert, wie ihr das seht.

Ich halte mich für recht gastfreundlich, koche und backe auch gern für Gäste ihr Lieblingsessen und erwarte dafür keinen besonderen Dank oder Gegenleistung.

Wir hatten von Samstag morgen bis Dienstag morgen Besuch von Tills Nichte (28-jährig) und ihrem Freund (jenseits der 30). Beide arbeiten und verdienen Geld. Sie hatten ihre Rennvelos dabei und er wollte immer Gewalttouren (100km oder viele Höhenmeter) machen. Sie ordnet sich ihm total unter und macht alles mit (aber das ist ein anderes Thema).

Damit wir sie morgens überhaupt zu Gesicht bekommen, mussten wir sonntags (!) um 7 aufstehen. Ich bin kein Langschläfer – aber am Wochenende steh ich schon erst gegen halb 9 auf. Abends kam dann schon eine SMS mit der Zeit, wann sie eintrudeln und „Hungaaaaaaaa“. So gegen 8, halb 9 waren sie dann auch meist da. Dann noch gegessen, er hat uns noch unser Bier weg gesoffen und um halb 10 / 10 sind sie total erschöpft ins Bett gefallen. Gespräche, gemeinsame Zeit quasi Fehlanzeige.

Zum Dank: eine WhatsApp: „Schön war’s bei euch“

Ich fühle mich etwas ausgenutzt. Wir sind doch kein Hotel mit Vollpension.

Übernächste Woche kommt Tills Schwester – die hat wenigstens Freude dran, Zeit mit uns zu verbringen und DER mach ich dann auch das selbstgemachte Joghurteis, das ihre Tochter nicht bekommen hat. Hatte ich ihr zwar versprochen – aber da wusste ich ja noch nicht, dass das so abläuft.

Seh ich das zu eng?

Ihr seht

.. am letzten Eintrag: hier passiert wirklich nichts spannendes.

Und deshalb hab ich grad auch keine Motivation, gross zu bloggen.

Ich nähe, ich programmiere, ich giesse mein Gemüse, ich koche und backe, ich frier mal was ein oder tau es auf. Jo. That’s it. Langweilig.

Ich mag meinen Alltag – so ist es nicht. Aber das ist einfach nicht interessant für andere. Und für mich ist es auch nicht spannend, das zu beschreiben. Es langweilt sogar mich selber.

Insofern werde ich jetzt mal eine Blogpause einlegen.

Woche im Schnelldurchlauf

Montag: Fleissig genäht, Päckli geschnürt und verschickt. Für die nächsten Aufträge zugeschnitten und genäht, Katze hatte Geburtstag, den 12.!

Dienstag: Weiter genäht, abends lange Planung für die nächsten SW-Aufgaben

Mittwoch: Lange Sitzung (SW) und programmiert, auch abends

Donnerstag: Programmiert und Hirn dabei etwas verrenkt, abends Johannisbeeren geerntet

Freitag: Programmiert und Knoten aufgelöst, abends Johannisbeeren abgezupft, Kuchen gebacken, Rest von den Beeren eingefroren, Gelee nochmals aufgekocht (mit GelFix, jetzt ist es fest)

Samstag: Neue Theorie für Hosenschnitte entwickelt, Schnitt für mich gemacht, Probemodell genäht, zu 85% zufrieden, abends grilliert

Heute: Verschiedene Änderungsvarianten ausprobiert und 1 Lösung gefunden, die mich zu 95% zufrieden stellt. Das Prinzip werde ich jetzt an anderen ausprobieren.

Jetzt muss ich unbedingt aufräumen. Abends geht’s auf „Diana Krall“-Konzert in Züri.