Zweigeteilt

.. ist mein Tag heute. Vormittags habe ich noch etwas programmiert. Jetzt teste ich noch was. Nachmittags werde ich noch Schnittvariationen testen und etwas nähen.

Wenn ich zufrieden bin – und nur dann – werde ich das Schnittmuster für den Schneidplotter aufbereiten. Morgen möchte ich noch Schnittmuster in anderen Grössen erstellen, die die Mädels am Dienstag nähen sollen.

Auch bei den Mädels bin ich etwas zwiegespalten, ob sie irgendwann die Leistung bringen, die ich gerne hätte. Eine von den beiden „funktioniert“ nur gut, wenn alles – aber wirklich alles – rundum stimmt und nach Schema F läuft. Das geht aber schon aufgrund des Produkt-Portfolios nicht. Mir macht ihre Unflexibilität etwas zu schaffen.

Generell verbessern die reduzierten Arbeitsbereiche die Produktivität schon. Ich hatte da wohl zu viel erwartet. Aber wir sind noch weit von dem entfernt, was ich gern hätte. Letztendlich muss ich mich entscheiden, ob ich einen wirklichen Konfektionsbetrieb aufbauen will (mit deutlich mehr Angestellten, Aufträgen und natürlich Risiko) oder alles auf kleinerem Level lassen möchte und vieles selber mache.

Eine Alternative gäbe es noch. Aber die ist noch nicht spruchreif. Und auch die läuft auf „viel selber nähen“ raus.

Veröffentlicht am 30. Oktober 2016, in Alltag. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 15 Kommentare.

  1. Tja, es ist nicht immer ganz unproblematisch, wenn man auf die Zuarbeit anderer angewiesen ist.

    • Ja – das ist so.
      Allerdings bin ich ausgebildeter Fertigungstechniker. Deswegen kratzt das auch etwas an meiner Berufsehre, wenn es nicht so funktioniert, wie ich mir das vorstelle.

      • Es ist schon auch eine Herausforderung, die Aufgaben passend an verschiedene Mitarbeiter aufzuteilen.
        Manche können nur bestimmte Routinearbeiten, andere denken selbständig mit und sind vielseitiger einsetzbar.
        Ob größere Probleme auftreten könnten, ist aber – das kannst du selbst beurteilen – bei SW-Entwicklung wohl schwerer vorauszusehen, als bei Näharbeiten.

        • Dem würde ich so pauschal nicht zustimmen.

          • Pauschal wohl nicht, aber ich habe es schon einige Male erlebt, dass ich einen Entwickler mit einer Programmieraufgabe betraute, die ich für ziemlich straightforward hielt, und der Teufel dann unvorhergesehenerweise doch im Detail steckte.

            Deine Näherinnen müssen doch nur vorgeschnittene Teile nach deiner Vorgabe zusammennähen. Oder sehe ich das falsch?

            • Wenn wir nur 1 Modell nach immer gleicher Art und Weise fertigen würden, würde das schon stimmen. Oder wenn ich sehr viele Näherinnen hätte, wo jede genau einen Schritt durchführt. Wir haben aber viele verschiedene Modelle.

              Wenn ich neue Sachen entwickle, kann es aber schon sehr viel länger dauern als gedacht, weil auch hier der Teufel im Detail steckt. Das meinte ich eigentlich bei Deinem Vergleich.

              Wir stecken da in einer blöden Zwischengrösse, die ich erst noch produktiv bekommen muss.

  2. Man kann eben nicht alles (mathematisch) durchplanen, der „menschliche Faktor“ ist nicht zu 100 % berechenbar. Zum Glück. 😉
    Vielleicht ist es eine Option mal mit deiner Angestellten das Gespräch zu suchen, um sie vorsichtig auf ihre Unflexibilität hinzuweisen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen?

    • Jo – aber es ist mein Geschäft und mein Geld. Also muss ich sie so einsetzen, dass die Leistung stimmt. Da muss ich halt betriebswirtschaftlich denken.

      Sie weiss, dass sie nicht so flexibel ist. Und ich mag sie auch sehr. Sie bekommt jetzt einfach monotonere Arbeiten und ich hab ihr Mittagspause verordnet, weil sie sonst zu sehr einbricht.

      Aber für sie stimmt das auch so – insofern passt das.

  3. Da kommt der Dr. Dipl.-Ing. durch … 😉
    Es sind halt nicht alle so rational wie du. Nutze Ihre Vorteile für dich.

  4. Tja, so geht das, wenn der eigene Anspruch hoch ist.

  5. Du bist enorm fleissig. Ich bin gespannt auf deine Schnittvariationen. Was deine Mitarbeiterinnen angeht: vielleicht entwickelt sich die etwas Unflexiblere ja noch – mit zunehmender Erfahrung und Vertrautheit kann sie die Arbeitsschritte sicher besser einordnen und dann vielleicht auch einmal ausserhalb des „Schema F“ denken und handeln.

    • Naja – die Feuerwehr-Veranstaltung fällt nicht wirklich unter Arbeit. Von Fleiss kann da nicht die Rede sein .. 😉

      Nach 1.5 Jahren sollte sie doch mal eingearbeitet sein. Ich werde sie vorerst nur noch nach Schema F einsetzen – sie hatte genug Chancen und bekommt das einfach nicht hin.

      • Ich dachte auch eher an das Tüfteln bei den Variationen und das Aufbereiten für den Plotter.
        Schade ist das mit deiner Mitarbeiterin. Ist ihr das Problem eigentlich bewusst? Ich stimme dir zu, dass 1.5 Jahre eigentlich reichen müssten, es war mir nicht bewusst, dass es schon so lange ist. Schwierig, das Ungenügen dann zu vermitteln – sicher magst du sie, aber als Wohltätigkeitsverein kannst du eigentlich ja auch nicht weiterbestehen…

        • Das fällt erst recht nicht unter Arbeit 😉

          Heute hat es gut geklappt. 6.5 Stunden Schema F (mehr oder weniger) und 5 fertige Probe-BHs (haben beide dran genäht und ich hab unterstützt). Meiner passt perfekt! So perfekt es ohne Bügel geht..

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