Marketingklinkenputzer

Gestern Vormittag war mal wieder ein Marketingklinkenputzer bei mir.

Das Angebot:

Eine Apotheke lässt Papiertaschen (Auflage 10’000 Stück) drucken. Darauf visitenkartengrosse Inserate verschiedener Firmen.

Ich hab mir das angehört (hab das in der Form schon mit Werbetafeln, Tischsets, Ortskarten, usw. vorgestellt bekommen). Als er dann angefangen hat, meine Visitenkarte an die verschiedenen Stellen zu halten und mich zu fragen, welche mir denn am besten gefällt, meinte ich: „Moment – es geht jetzt nicht ums Aussuchen eines Platzes, sondern darum, ob ich mich da überhaupt beteiligen will. Was kostet das überhaupt?“

Die günstigsten Felder waren mit 830 CHF angeschrieben. Als dann kam, die Aktion läuft 3 Jahre, hab ich nachgehakt, ob der Preis für alle 3 Jahre ist oder je Jahr. Der Preis wird jedes Jahr fällig – insgesamt also 2’500 CHF für ein Feld unter 20 anderen Feldern auf einer billigen Papiertasche. Pro Tasche also 25 Rappen.

Ich hab dankend abgewunken und gemeint, dass ich für 2’500 CHF gezielter Marketing machen kann. Viel zu teuer.

Aber ich hab die Apotheke jetzt mal angemailt, ob ich Ihnen mal meine Sachen zeigen dürfte / Flyer auslegen darf.

Veröffentlicht am 28. Mai 2016, in Alltag. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 9 Kommentare.

  1. Haha,
    hast du ihn ausgetrickst 😉

    Wirkt ja recht teuer – oder sind das die Preise in der CH?

  2. Papiertaschen? Also noch nicht mal wiederverwendbar… Dann lass uns doch mal wissen wie viele Firmen nach her ueberhaupt auf der Tasche zu sehn sind…

    • Hier sind Papiertaschen üblich. Die werden auch mehrfach verwendet.

      Irgendwann werd ich in der Apotheke mal was einkaufen – das interessiert mich nämlich auch.

  3. Ich glaube, ich achte überhaupt nicht auf derartige Werbung.,

    • Das bringt auch echt nicht viel.

      Er meinte dann noch, ich könnte ja auch einen Rabattgutschein damit verbinden. Da hab ich nur gemeint: „wir fertigen hier in der Schweiz mit Schweizer Löhnen und Schweizer Materialien – da ist nichts mit Rabatt.“

      Typisch dütsch. Geiz ist nicht immer geil.

  4. Irgendwie muss ich gerade lachen, da ich bei dieser Vermarktungsstrategie eher an den Bereich Controlling denke. Wer bitte ist hier für die Messung des ROI zuständig? Wäre natürlich toll, wenn die Agentur, die die Taschen vermarktet, auch diesen Input liefern würde.

    • Er hat eine Prozentzahl genannt. Die war recht niedrig (unter 5% der ausgegebenen Taschen), genau weiss ich es nicht mehr.

      Ich bezweifle auch, dass das für alle gelisteten Firmen gleichmässig zutrifft und das seriös ermittelt wurde.

      Meiner Meinung nach ist die Fläche viel zu klein für gezielte Werbung, die Tasche viel zu schäbig, um überhaupt bemerkt zu werden und das ganze schlichtweg zu teuer.

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