Lächerlich

Madame Orthopädie fällt wohl in die Kategorie „mühsam“.

Vor knapp 2 Wochen hab ich Bescheid gegeben zum Produktionsstand und nachgefragt, wo denn das Problem bei der Bezahlung der schon vor Monaten gelieferten Modelle liegt.

Antwort: „Werde morgen in der Administration nachfragen, weshalb der Betrag nicht überwiesen wurde. Entschuldigung!“

Das Geld ist immer noch nicht da. Also habe ich heute morgen geschrieben, dass ich die Modelle nach Eingang der Zahlung (der „alten“ Modelle) liefere.

Antwort: „Die Rechnung wurde von mir an die Administration weitergeleitet zum Ausdrucken und erfassen, leider wurde meine Anweisung nicht ausgeführt. Habe den Auftrag nochmals erteilt und werde die Zahlungen überwachen und mich bei Ihnen melden wenn bei uns der Betrag belastet wurde. Sorry- ist für mich peinlich.“

Das ist doch lächerlich, bei einem kleinem Familienbetrieb mit wenigen Angestellten hochtrabend von „Administration“ zu reden. Auf jeden Fall schicke ich nichts, bevor kein Geld da ist. Und auf das nächste Geld muss ich dann wohl auch wieder warten…

Wenn das so weiter geht, werde ich nur noch gegen Vorkasse liefern.

Veröffentlicht am 23. Mai 2016, in Alltag. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 25 Kommentare.

  1. Echt traurig. Stichwort „Zahlungsmoral“… Bei deiner Kundin scheint die nicht besonders ausgeprägt zu sein. An diese Frau würde ich an deiner Stelle tatsächlich nur noch nach Vorauskasse ausliefern.

  2. Das machen ja viele – bei Onlinebestellungen z. B. nur. Haette ich also gar keine Hemmungen.

  3. Richtig so – erst wieder was schicken, wenn das Geld da ist. Dass es mit dieser Dame nicht rund laufen würde, liessen ja die Schwierigkeiten in der Anfangsphase schon erahnen. Da ist es nur vernünftig, sich zu schützen und klare Bestimmungen festzulegen.

  4. Das die Reaktion Deiner Geschäftspartnerin nicht akzeptabel ist, steht außer Frage. Die Reaktion lässt m.E. den Schluß zu, dass sie sich in finanziellen Schwierigkeiten befindet.
    „Sorry- ist für mich peinlich.” zeigt zumindest ein Unrechtsbewußtsein.
    Mein Rat: ruf sie an, rede ganz freundlich mit ihr und biete ihr eine Ratenzahlung an.

    • Die haben einen grossen Orthopädieladen, mit 3 Läden plus 3 Filialen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die paar hundert Franken ein Problem sind. Erklären kann ich es allerdings auch nicht recht.

      Ausserdem wollte sie die Sachen (meine Ausstellungsmodelle) eigentlich zurückgeben. Als sie das nicht getan hat, hatte ich ihr angeboten, dass ich ihr dann eine Rechnung dafür stelle.

      • Also ich kann es mir schon vorstellen. 3 Läden plus 3 Filialen. Jede Menge Gehälter, Mieten und andere Kosten.
        Aber ist auch egal. Du mußt schauen, wie Du an Dein Geld kommst.
        Der juristische Weg ist immer erstmal teuer.
        Deswegen mein Rat, es erst mal so zu versuchen.

        • Dann soll sie nichts bestellen …

          Wenn kein Geld kommt, schicke ich keine Ware.
          Wenn bis Ende Woche nichts kommt, schicke ich mal die 1. Mahnung und stelle per sofort um auf Vorkasse.

          • Damit hast Du aber kein Geld.
            Ware würde ich auch nicht mehr liefern. Allenfalls gegen Vorkasse, die Mahnung würde ich auch schicken.
            Meiner Erfahrung nach erreicht man am meisten mit einem persönlichen Gespräch.
            Den meisten kleineren Unternehmern ist ihre finanzielle Situation nicht wirklich bewußt. (betriebsblind)

            • Ja – ich weiss. Die Modelle, die wir genäht haben, sind Standardmodelle. Das ist kein Drama, wenn sie die nicht nimmt. Aber die anderen hätt ich schon auch gern bezahlt oder wieder zurück.

              Mal schauen, wie es weitergeht ..

  5. Ich weiß ja nicht, was du mit ihr hoffentlich schriftlich ausgemacht hast. Aber es gab ja schon AnlaufSchwierigkeiten, wenn ich mich recht entsinne. Und wenn sie auf eigenes Risiko kauft und verkauft (und mit eigenen Preisen), dann sollte deine Bezahlung innert der gesehen Frist erfolgen und dann gibt Es neue Ware eben erst nach Bezahlung und beim nächsten mal halt nur gegen Vorkasse. Punkt.

    • Jaja .. es war von Anfang an mühsam mit ihr …
      Ich werde weiter berichten ..
      Am lächerlichsten finde ich halt das Getue, als ob sie eine riesige Firma wären und das nicht mit einem kurzen Gespräch gelöst werden könnte.

  6. Schick immer die 1.Mahnung 1 Woche nach Fälligkeit…das ist normal und gehört dazu…bei uns zahlen viele Kunden auch erst nach Aufforderung. die Zahlungmoral ist immer mehr auf dem Weg in den Keller.
    Gerade am Anfang einer Geschäftsbeziehung ist Vorkasse perfekt 🙂

    • Danke für den Tipp. Ich bin bei sowas immer recht grosszügig und damit bisher ganz gut gefahren.

      Durch den persönlichen Kontakt hatte ich damit auch nicht gerechnet, obwohl das ganze Thema ja von Anfang an harzig war.

      Ich versuch jetzt nur noch, meine Modelle / mein Geld zu bekommen und ob ich dann überhaupt noch was schicke, hab ich noch nicht entschieden.

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