Archiv für den Monat Mai 2016

Alles dabei

… war heute.

Bis 4 Uhr morgens hatte ich noch programmiert – das gehört aber ja eigentlich noch zum Sonntag. Vormittags habe ich einen BH genäht. Die Kundin kam um 14 Uhr zur Anprobe und ist eine sehr liebe und angenehme Person. Sie war total glücklich und hat sich mehrfach bedankt, dass ich ihr so was schönes nähe und dass es mich gibt 🙂

Anschliessend weiterprogrammiert, eingekauft, gekocht, telefoniert, gegessen – und abends Überweisungen gemacht, Rechnungen geschrieben, Formulare ausgefüllt und auch die Zahlungserinnerung für die Trantüte von der Orthopädie aufgesetzt. Das kann morgen alles auf die Post.

 

Marketingklinkenputzer

Gestern Vormittag war mal wieder ein Marketingklinkenputzer bei mir.

Das Angebot:

Eine Apotheke lässt Papiertaschen (Auflage 10’000 Stück) drucken. Darauf visitenkartengrosse Inserate verschiedener Firmen.

Ich hab mir das angehört (hab das in der Form schon mit Werbetafeln, Tischsets, Ortskarten, usw. vorgestellt bekommen). Als er dann angefangen hat, meine Visitenkarte an die verschiedenen Stellen zu halten und mich zu fragen, welche mir denn am besten gefällt, meinte ich: „Moment – es geht jetzt nicht ums Aussuchen eines Platzes, sondern darum, ob ich mich da überhaupt beteiligen will. Was kostet das überhaupt?“

Die günstigsten Felder waren mit 830 CHF angeschrieben. Als dann kam, die Aktion läuft 3 Jahre, hab ich nachgehakt, ob der Preis für alle 3 Jahre ist oder je Jahr. Der Preis wird jedes Jahr fällig – insgesamt also 2’500 CHF für ein Feld unter 20 anderen Feldern auf einer billigen Papiertasche. Pro Tasche also 25 Rappen.

Ich hab dankend abgewunken und gemeint, dass ich für 2’500 CHF gezielter Marketing machen kann. Viel zu teuer.

Aber ich hab die Apotheke jetzt mal angemailt, ob ich Ihnen mal meine Sachen zeigen dürfte / Flyer auslegen darf.

Brillen

Till hatte bei unserem Besuch bei meinen Eltern seine Brille vergessen. Ein Zeichen, dass er sich endlich eine neue zulegt. Davon redet er seit Jahren. Weil ich mich inzwischen auch in der Ferne etwas schwerer tue, war der Deal, dass ich auch eine kaufe.

Also waren wir letzte Woche beim Optiker im Nachbarort, er hat sich seine Augen ausmessen lassen und eine Brille ausgesucht. Er braucht wie erwartet Gleitsichtgläser. Seine letzte Brille war übrigens auch von dem Laden – und 11 Jahre alt. Dort gibt es gerade Aktion, dass man eine Sonnenbrille in seiner Stärke dazu geschenkt bekommt. Auch die hat er sich ausgesucht. Für mich haben wir für heute Abend einen Termin vereinbart.

Heute Abend wurde dann erst Sehtest gemacht. Wie erwartet, bin ich auf beiden Augen etwas kurzsichtig mit 1 bzw. 1.2 Dioptrien. Das Aussuchen der Brille ging relativ schnell. Anschliessend durfte auch ich noch eine Sonnenbrille gratis aussuchen.

Die beiden haben das Rennen gemacht:

BrilleSonnenbrille

In ein paar Tagen dürfen wir die 4 Brillen abholen.

Dann net.

Sylvia ist mein Angebot für den Oberkörper zu teuer und zu spät fertig. Ich habe einen Aufwand von 6 Monaten geschätzt, die ich bis August 2017 leisten könnte.

Früher hätte ich einen früheren Termin zu einem günstigeren Preis vorgeschlagen. Heute verzichte ich darauf, weil ich mich sonst wieder nur ausbeuten würde. Schneller geht es mit den ganzen anderen Belastungen einfach nicht.

Irgendwie fühl ich mich sogar erleichtert. Ist ja nicht so, dass ich sonst nichts zu tun hätte 😉

Lächerlich

Madame Orthopädie fällt wohl in die Kategorie „mühsam“.

Vor knapp 2 Wochen hab ich Bescheid gegeben zum Produktionsstand und nachgefragt, wo denn das Problem bei der Bezahlung der schon vor Monaten gelieferten Modelle liegt.

Antwort: „Werde morgen in der Administration nachfragen, weshalb der Betrag nicht überwiesen wurde. Entschuldigung!“

Das Geld ist immer noch nicht da. Also habe ich heute morgen geschrieben, dass ich die Modelle nach Eingang der Zahlung (der „alten“ Modelle) liefere.

Antwort: „Die Rechnung wurde von mir an die Administration weitergeleitet zum Ausdrucken und erfassen, leider wurde meine Anweisung nicht ausgeführt. Habe den Auftrag nochmals erteilt und werde die Zahlungen überwachen und mich bei Ihnen melden wenn bei uns der Betrag belastet wurde. Sorry- ist für mich peinlich.“

Das ist doch lächerlich, bei einem kleinem Familienbetrieb mit wenigen Angestellten hochtrabend von „Administration“ zu reden. Auf jeden Fall schicke ich nichts, bevor kein Geld da ist. Und auf das nächste Geld muss ich dann wohl auch wieder warten…

Wenn das so weiter geht, werde ich nur noch gegen Vorkasse liefern.

Deckblatt und Cover

.. von der Diss hab ich jetzt auch endlich überarbeitet und Sylvia inklusive Aufgaben- und Zeitschätzung für den Oberkörper gemailt.

Mein Kartenzeugs sieht auch gut aus und damit schleich ich jetzt mal in die Heia. Ist ja auch schon wieder halb 3 …

Mindestens einen halben Tag pro Woche

… will ich nicht vor Rechner oder Nähmaschine verbringen.

Deshalb hab ich heute Vormittag:

  • ausgeschlafen (bis halb 9)
  • eingekauft
  • 4 Stunden im Garten gebuddelt
  • Rhabarber geerntet
  • geduscht
  • Kuchen gebacken (Rhabarber-Quark-Frischkäse)

Jetzt programmiere ich noch bis spät abends. Unterbrochen von Kaffee und frischem Kuchen sowie grilliertem Steak mit grünem Spargel.

Mein Auto hatte übrigens Fehlalarm (Heizung Lambda-Sonde). Insofern muss ich nur Räderwechsel und Servicecheck zahlen. Hab es gestern Abend frisch geputzt, gesaugt und gewaschen mit schicken Alufelgen und Sommerrädli wieder abholen können.

Schwierige Kundschaft

Im Normalfall habe ich ja sehr, sehr nette, umgängliche Kundinnen. Aktuell habe ich aber leider mal wieder eine, die vermutlich (?) mit sich selber recht unglücklich ist und einen relativ depressiven / lustlosen Eindruck macht.

Bei Fragen zur Passform kommt meist „ach – ist doch alles egal“ oder „weiss auch nicht“. Das macht Anpassungen doch relativ schwierig. Zeigen kann ich nichts, weil sie nicht viel sieht – ihr Mann ist aber ein guter Beobachter und Tippgeber. Irgendwann platzt dann aus ihr „aber da isses zu eng / weit / tief / hoch“ heraus.

Ich empfinde den Umgang mit ihr als sehr mühsam und tue mich etwas schwer, es nicht auf mich / meine Arbeit zu beziehen. Gerade nähe ich ihren Prothesen-BH fertig, den sie morgen abholen will. Meine Motivation hält sich sehr in Grenzen …

Meine Ärztin meinte, dass solche halt immer wieder drunter wären und die meist vorher schon mit Depressionen / Verstimmungen gekämpft hätten und mit der Brustamputation meist sehr hadern. Machen könne man da nicht viel – ausser es nicht persönlich zu nehmen.

Wieder daheim

Seit heute Nachmittag sind wir wieder retour von meinen Eltern.

Und das Flöckli ist auch wieder daheim bei ihrer überglücklichen Katzenmama. Meine Nachbarin hatte mir einen Aushang am Milchhüsli gezeigt – ich hab das Flöckli gerufen und mit dem Bild verglichen, dort angerufen und sie kam sofort angesaust. Ich hab ihr das Flöckli dann in die Arme gelegt.

Sie hatte gehört, eine grau-weisse Katze wär überfahren worden und gedacht, das wär ihre. Deshalb hat sie nicht mehr nach ihr gesucht. Über Umwege hatte sie von einer rumstreunernden grau-weissen Katze gehört und den Aushang gemacht. Sie war so glücklich und hat mich noch umarmt zum Schluss. Etwas vermissen tu ich das Tierli schon – aber jetzt ist sie wieder da, wo sie hingehört und Missy ist vermutlich auch froh, dass sie ihr Revier wieder allein hat.

*brummbrumm*

Heute Abend wollte ich eigentlich mal nicht so spät los, hab aber glücklicherweise erst im Internet geschaut, was der Verkehrsfunk so sagt. Ein Lastwagen war in die Mittelleitplanke gefahren, Komplettsperrung in beide Richtungen, bis zu 3 Stunden Wartezeit.

Also hab ich lieber bis 8 noch gearbeitet und bin dann erst gefahren. Rechtzeitig bevor eine Seite des Tunnels wegen Unterhaltsarbeiten gesperrt wurde – wie immer abends. Bis auf eine Geschwindigkeitsbeschränkung wegen Öl auf der Fahrbahn bin ich problemlos durchgekommen.

In einer Woche kommt mein Auto in die Garage – meine Motorkontrollleuchte brennt nämlich seit gestern. Ausserdem kommt die Anzeige „Anomale Abgasreinigung“. Laut meinem Mechaniker ist das kein Problem, so lange das Auto keinen Leistungsabfall hat. Hat es nicht. Ich hoffe mal, es ist nichts teures.

So langsam kommt das Auto in das Alter, wo das Fahren wieder „spannend“ wird. Die meisten Symptome kenn ich ja – ich hab noch jedes meiner Autos bis zum bitteren Ende gefahren. Viel Kilometer hab ich noch nicht drauf (erst gut 134’000), aber es ist halt fast 12 Jahre alt.

Morgen geht’s zu Mami.