Zuschauer unerwünscht

Mögt ihr es eigentlich, wenn euch jemand beim Arbeiten zuschaut?

Ich selber bin da hochgradig allergisch darauf und mag es weder, wenn man mir beim Programmieren noch beim Kochen über die Schulter schaut. Nachdem Till das für sein Leben gern macht, gibt es hier immer wieder Knatsch deswegen.

Es ist nicht so, dass ich irgendwas Verbotenes / Heimliches machen würd. Ich mag es nur einfach nicht.

Pair Programming ist lustigerweise kein Problem – allerdings versteht da der andere im Normalfall ja was ich tue und nervt mich nicht mit Fragen, die überhaupt nicht weiterführend sind und mich nur von der Arbeit abhalten. Ein grosser Fan bin ich allerdings davon nicht.

Kochen zu zweit ist jetzt auch nicht sooo meins – ich hab da einfach meine Handgriffe und wenn mir da jemand im Weg rumsteht, dauert das einfach alles länger als allein. Wenn ich nur schnibbel und jemand anders kocht, geht das. Wenn der andere (schnell !!) schnibbelt, geht das auch. Trotzdem koch ich lieber allein.

Zumindest ein Aufmerksamkeitsdefizit dürfte ich nicht haben … 😉

Wie haltet ihr es damit?

Veröffentlicht am 17. Januar 2016, in Alltag. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 41 Kommentare.

  1. Irgendwo in der Mitte. Mich stoert es bei denen die nach Fehler suchen (in etwa Vorgesetzte, oder frueher Eltern, oder mein Mann, beim Heimwerken…), aber wenn sie einfach nur Interesse haben (Kollegen die von mir lernen, oder mein Mann der gucken will was es zum Essen gibt) dann stoert es mich nicht. So lange sie nicht im Weg stehn. Das kann ich echt nicht haben (Kueche).

    • Kollegen, die fachlich verstehen, was ich da tue, stören mich auch (meist) nicht.

      Mir ging es mehr darum, dass es mich nervt, wenn man mir über die Schulter schaut, obwohl man überhaupt nicht versteht, was ich da tippe. Und ja – das Kontrolletti-Gefühl stört mich wohl auch…

  2. Ich mag das auch nicht, habe es auch immer gehasst, neue Mitarbeiter anzulernen.
    Zusammen kochen mag ich dann, wenn es Teil der Abendgestaltung ist… Aber das dann auch nur mit wenigen ausgewählten Leuten.

    • Einarbeitung finde ich noch was anderes – ich mag schon gern was zeigen und erklären.

      Aber Nur-Zuschauer mag ich halt net. Ich bin wohl eher der Typ allein-vor-sich-hin-arbeitender Nerd. Ich steh halt auch net gern im Mittelpunkt.

      Zusammen kochen geht nur mit ganz wenigen und ich fürchte, es geht schlicht mit mir nicht wirklich gut. Ich kenn aber auch mehr begeisterte Esser als Köche ;). Kochende Männer sind mir ohnehin suspekt.

  3. Sobald es sich um Kontrolle und/oder Besserwisserei handelt, hasse ich es. Bewunderndes oder interessiertes Zuschauen ist o.k., solange nicht durch Zwischenfragen dauernd unterbrochen wird .Allerdings bemerke ich dann bei mir manchmal, dass ich in eine Art „Performance/Show-Modus“ verfalle, was der zu leistenden Arbeit nicht unbedingt förderlich ist…

  4. Grantler-Modus? Hihi. Kochende Männer suspekt? Also hör mal, auch Männer können gut kochen! Rezepte lesen und verfeinern ist ja nun nicht sooo schwer. Ehrlich.

    Aber zeugt das sich-gestört-fühlen-beim-über-die-Schulter-schauen nicth von wenig Selbstbewußtsein? Ich mein, mir wäre es egal, ob da jemand schaut oder nicht. Ggf. lernt man noch was. Und wenn nur Sachen kommen wie „Das würd ich aber anders machen“ oder anderes, was eher Diskussion wird, dann kann man den-/diejenige doch aus der Küche oder vom Arbeitsplatz verdammen. Diekussionsrunde ist das ja nun nicht.

    • Jo. Natürlich gibt’s Männer, die gut kochen können. Ich mag aber lieber Männer, die gut essen können und mich in Ruhe kochen lassen. Das ist mein Revier.

      Mein (persönliches) Selbstbewusstsein ist nicht immer das beste. Mein fachliches Selbstbewusstsein ist aber stabil und durchaus gut. Darum geht’s nicht.

      Es geht mir nicht um fachliche Diskussionen. Mehr um das Zuschauen, obwohl man nix versteht. Wie, wenn ich jemandem dabei zuschauen würd, der einen Brief auf polnisch schreibt.

      Es nervt mich einfach unendlich. Es ist ja auch völlig sinnlos.

      • Männer, die gut kochen können, können sicher auch gut essen 😉

        Mir ist schon klar, dass solche Situationen nicht zur Diskussion gedacht sind. Deshalb erwähnte ich das ja. Die müssen an anderer Stelle/zu anderer Zeit stattfinden.

        Aber ich finde das schon spannend, bei anderen nur über die Schulter schauen zu dürfen. Selbst wenn es nur das Schreiben des Briefes auf polnisch ist …

        • Keine Ahnung – Männer, die mir mein Revier streitig machen, kommen mir nicht ins Haus ..

          Wenn ich arbeiten will, will ich arbeiten und weder plaudern noch beobachtet werden.

          Ich schau selber auch niemandem gern über die Schulter, wenn ich davon nichts versteh.

          • Ah ja, dann sind wir da grundsätzlich verschieden 😉

            Revier streitig machen, nur weil ich vielleicht genauso gut kochen kann wie du? Will ich keineswegs. Es gibt sicher Gerichte, die ich nie so hinkriegen würde wie du. Und ich fasse so etwas auch nicht als Wettkampf auf. Ist doch schon, wenn der andere – wenn auch vielleicht nur ein Gericht – richtig toll kann. Haben doch beide was von. Immer dieses Wettkampf-Gehabe … 😉

            Und beim Über-die-Schulter-Gucken will ich ja niemanden beplaudern. Oder kritisieren oder so. Nö, das ist einfach Interesse. Mehr nicht. Kann aber natürlich sein, dass andere dafür ganz andere Beweggründe haben …

            • Till kann ein Gericht (Pizza) – das darf er auch gern ab und zu kochen. Dann betrete ich die Küche aber nicht.

              Wenn man sich als einziges Mädel und mittleres Kind gegen 2 Brüder in einer sehr konservativen Familie aufwächst, erreicht man ohne (Wett-)kampf halt nix. Das steckt wohl sehr in mir drin. Geschenkt wurde mir definitiv nix.

              Ich mags auch nicht, wenn man mir beim Zeitungslesen ins Ohrwaschel schnauft.

              Nein nein nein. Interesse hin oder her. Zuschauer will ich keine. Wenn ich das wollen würde, wär ich Showgirl geworden oder so. Ich will vor mich hingranteln und -werkeln. So.

  5. „Ich mags auch nicht, wenn man mir beim Zeitungslesen ins Ohrwaschel schnauft.“
    Alleine schon die Vorstellung … ROTFL

    Ging es jetzt hier ums Zeitungslesen? 😉

    „Ich will vor mich hingranteln und -werkeln. So.“
    Sollst du ja dürfen – da würd ich ja jetzt gern mal Maus spielen … So ’ne grantelnde idgie ist das bestimmt wert 😛

    • Hab wohl den „Antwort'“-Button verfehlt …

    • Erinnert mich irgendwie an den Meister Eder … hingranteln. LOL.
      Du kleine Eigenbrötlerin … 😉

    • Ich wollte nur sagen, dass ich es generell nicht mag, wenn man mir über die Schulter schaut – egal bei was.

      Ich grantel eigentlich noch viel (und gern) bzw. ich sag oft stundenlang gar nix. Warum sollte ich auch? Muss ja meine Gedankenstränge (die verschiedenen Programmteile) in meinem Kopf fein säuberlich und parallel verarbeiten.

      • Versteh ich voll und ganz, keine Frage. Und ich weiß auch, dass ein über die Schulter schauen lassen nicht jedermanns Sache ist (wobei es ja dann nicht immer die Schulter sein muß).

        Der eine ist da halt abgeneigter als der andere. Vielleicht aber hast du dabei – für dich – negative Erfahrungen gemacht. Also bspw. hält dich das vom Nachdenken ab oder was weiß ich.

        Ich als gerne über die Schulter schauende finde das immer wieder spannend. Zeigt es doch, wie andere an ggf. gleiche Probleme herangehen oder andere Dinge, von denen man halt lernen kann. Und ich sehe das halt nicht als Wettkampf. Das ist wahrscheinlich auch bei vielen – ggf. unbewußt – da noch ein Ding, was reinspielt.

        • Nein – Wettkampf ist es nicht. Es stört mich auch weniger, wenn jemand das versteht, was ich da mache. Aber wenn jemand gar nicht weiss, was ich da tue und trotzdem wie ein Schaf auf den Monitor glotzt, regt mich das halt auf.

          Generell mag ich aber Zuschauer nicht gern. Ich bin relativ „unter ferner liefen“ als „uninteressantes Kind“ ohne grosse Aufmerksamkeiten (weil problemlos) aufgewachsen.

          • „Aber wenn jemand gar nicht weiss, was ich da tue und trotzdem wie ein Schaf auf den Monitor glotzt, regt mich das halt auf.“
            Naja, aber vielleicht sieht es so schön bunt aus …

            „Generell mag ich aber Zuschauer nicht gern.“
            Die armen Zuschauer. Vielleicht machst du ja etwas für die total interessantes … 😉

            Hast du nie in deiner Jugend mal irgendjemanden ganz fasziniert zugeschaut, ohne zu verstehen, was genau er da macht?

            • Ich tu nix spannendes. Und bunt ist das auch net. Einfach nur Code. Das ist ja der Teil, den ich nicht verstehe.

              Ich hab in meiner Jugend das Gleiche gemacht wie heute: gearbeitet. Auf dem Bauernhof steht man nicht rum und glotzt anderen zu.

              Ich glaub, wir reden aneinander vorbei. Natürlich kann ich es verstehen, wenn jemand z.B. Goldschmied ist oder Glasbläser und man schaut da zu (wenn der das will). Das ist ja auch spannend. Auch das geht für mich aber nur mit Erlaubnis.

              Aber ich hock mich doch auch nicht neben jemanden, der grade einen Brief tippt und guck da zu. Da will man doch seine Gedanken vor und zurück drehen und wenden und einfach seine Ruhe haben.

  6. Wir beide sind aus dem gleichen Holz. Mir geht es exakt genauso.
    Egal, für wie viele Personen ich koche, ich schmeiße alle aus der Küche raus. Sie stehen mir nur auf den Füßen herum. Sehe ich bei anderen zu, fallen mir immer Dinge auf, die ich anders oder mit anderen Wekzeugen machen würde. Dann bin ich lieber Gast und freue mich über das Ergebnis.

    • Ah .. danke für das Feedback … dachte schon, ich wär schrullig 😉

    • Hm,
      kann man denn nicht bei anderen zugucken und sich dennoch übers Ergebnis freuen? Man muß das doch nicht bewerten.

      • Wenn du es essen willst, schon.

      • Hm, gute Frage.

        Wenn jemand sehr umständlich arbeitet, ist es für mich schwierig, zuzuschauen und nicht einzugreifen. Ich geh dann lieber und mach was anderes. Dann kann ich mich sehr wohl am Ergebnis freuen.

        Generell bin ich aber eher der Macher als der Zuschauer.

      • Echt? Ihr bewertet das bzw. wollt eingreifen?

        Hm, vielleicht hab ich da inzwischen wirklich mehr Geduld. Ich laß machen und schau ungerührt zu – es sei denn, man fragt/bittet um Mithilfe. Sein/Ihr Ding, seine/ihre Küche – also lass ich machen, ich bin nur (zuschauender) Gast.

        Und ja, ich gebs ja zu: früher war das anders. Da konnte ich das auch nicht sehen, wenn das jemand voll umständlich angeht oder so. Aber warum sollte ich jemanden ungefragt meine Vorgehensweise aufdrücken? Nee, da lern ich doch im Zweifelsfall durchs Gucken noch dazu …

        • Und ich geh halt lieber und mach was sinnvolles als mich über Rumgetrödel zu nerven.

          Ich rede jetzt über den Alltag.

          Wenn ich wo zu Besuch bin, ein Gläschen Wein oder Bier in der Hand habe und mich nebenher nett unterhalte, ist mir das auch egal. Das meinte ich aber nicht.

          Ich hab es halt gern effizient 😉

          Ich lerne nicht durchs Gucken, sondern durchs selber Ausprobieren.

          • Ah ok,
            zwei unterschiedliche Situationen. Ich bin von der Gast-Situation ausgegangen. Alltag ist dann schon anders. Da würde ich ihn/sie machen lassen und mir dann andere Dinge suchen – entweder mithelfen durch schälen/schnippeln oder Tisch decken oder ganz andere eigene Dinge, um die ich mich kümmere derweil.

            Obiges war halt alles auf die Gast-Situation gemünzt. Zu Hause würde ich vielleicht auch mal kurz über die Schulter gucken – oder begeistert zugucken, wenn der Partner genial gut schnippeln kann mit dem Messer (wobei das sicher auch irgendwann langweilig wird).

  7. Damit kann ich überhaupt nicht umgehen, ich blockiere dann und es geht nichts mehr. Stillstand. Konzentrieren kann ich mich nur in Abwesenheit anderer Personen. Die stören sonst meine „Vibrations“.
    Klar kann ich jemandem etwas erklären, wie ich etwas mache, welche Zusammenhänge usw. Das kann auch Spass machen, aber das ist Freizeit, keine Arbeit. Im Produktionsmodus nur ohne Gäste.

  8. ich hasse es..also wenn jemand direkt hinter mir steht, und zusieht. Es gibt Grenzen, die sollte man einhalten- persönlicher Abstand ist auch eine Frage von Höflichkeit.
    Neulich habe ich in einer Location gespielt, wo sich eine Person extrem unhöflich und aufdringlich zeigte, und persönlichen Abstand absolut nicht einhielt.. der Manager der Location fand so ein Verhalten absolut normal, aber der war eine ähnlich unmögliche Person..

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