Im Spital

.. bin ich seit gestern Nachmittag.

Montag Abend konnte ich meinen linken Arm plötzlich nicht mehr bewegen, nachts hatte ich Fieber, morgens war der Arm stellenweise rot. Dienstag war ich den ganzen Tag völlig ausgenockt, nachts noch gefühlt noch höhere Tempaturen (unser Thermometer ist kaputt). Mittwochs dachte ich, mir würds schon wieder besser gehen, als ich mittags sah, dass auch die ganze linke Brust und der Schulter- und Lungenbereich rot glühen.

Ab da schrillten die Alarmglocken – das ist ja die krebsoperierte Brust und links habe ich auch keine Lymphknoten mehr im Oberkörper. Also hab ich im Spital angerufen, ob ich kommen durfte. Durfte ich. Leider ist das Spital ja doch etwas weiter von uns weg, so dass wir rund 1.5 Stunden fahren mussten. Aber hier hatte ich die Krebstherapie und habe ich das grösste Vertrauen.

Die Ärztin wurde dann schon bleich, als sie die grossen roten glühenden Stellen gesehen hat. Noch bleicher wurde sie, als das Thermometer 40 Grad anzeigte und ich fröhlich meinte, es wär doch schon besser …

Dann wurde mir reichlich Blut abgezapft (was gar nicht so einfach war, weil meine Venen sich völlig ausgetrocknet versteckten. Der Anästhesist hat es dann geschafft) und eine Infusion gelegt. Erst da hab ich geschnallt, dass die mich nicht wieder gehen lassen. Antibiotikum, fiebersenkende Medikamente und Schmerzmittel machen es inzwischen erträglicher. Aber ich muss bis mindestens Anfang Woche bleiben. Morgen bekomme ich noch eine Schiene für den Arm.

Ach ja: Erysipel (oder auch Wundrose) heisst das, was ich hab. Sehr schmerzhaft und nicht zu empfehlen.

Veröffentlicht am 27. August 2015, in Alltag. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 17 Kommentare.

  1. Oh… Ja, dann mal gute Besserung,ne…

  2. Alles Gute für dich, schnelle Besserung und eine gute Nacht! *ganzliebundfestdrück*

  3. Oh man,
    irgendwie habe ich mir das schon gedacht, dass du ausgenockt irgendwo in einer Ecke liegst …
    40 Grad – und dir gehts schon besser, tsts.Kauf dir mal ein funktionierendes Thermometer, mensch.

    Und natürlich gute Besserung – und tu nicht soviel im Krankenhaus. Haste gehört, du Workaholic? Du sollst nicht soviel tun! 😉 Auskurieren sollste dich.

  4. Puh. Was für eine Horrorstory… Ich bin froh, dass du im Krankenhaus und dort unter Beobachtung bist. Ich denke an dich, und wünsche dir eine schnellstmögliche Genesung, Idgie.

  5. Och nee!
    Ich hatte mich schon etwas gewundert, dass man die letzten Tage so gar nichts von dir gehört hat. Aber – tja – du steckst ja oft bis über beide Ohren in Arbeit.
    Jetzt hat deine Gesundheit Priorität. Kurier‘ dich gut aus, und lass alle anderen Aufgaben erst mal warten.
    Werd‘ wieder schnell gesund, aber schon‘ dich noch!

  6. Liest sich am Anfang so locker und leicht. Im weiteren Verlauf klingt es dann schlimmer und wenn man Deine Antworten auf die Kommentare liest, bekommt man einen Eindruck wie schlimm es wohl wirklich ist.

    Gute Besserung und alles Gute

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