Was rauchen die eigentlich?

.. die griechischen Grinsekäfer? Ich will das auch – das scheint zum völligen Realitätsverlust zu führen.

Selber andere erpressen, Verträge brechen, sich an keine Versprechen halten und dann wirft man genau das den Verhandlungspartnern vor?? Hä?

Die haben echt einen Sockenschuss.

Hoffentlich bleiben die so stur und fliegen endlich raus. Die EU hat weissgott grössere Probleme als einem reformunwilligen chaotischen Miniland Geld nachzuwerfen. Also mein Bedürfnis nach Sondergipfeln und Diskussionsrunden und die Grinsebacken ist schon lange mehr als übersättigt. Ich kann die Pappnasen nimmer sehen. Das Gelaber über Würde und Stolz ist jetzt auch genug. Worauf bitte bilden die sich was ein?

Verzockt. Jetzt auch bitte die Konsequenzen ziehen und nicht noch dauernd nachtreten, nur weil keiner mehr mitspielen will. Finito.

Veröffentlicht am 28. Juni 2015, in Alltag. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 27 Kommentare.

  1. Ach ja,
    wenn das so einfach wäre.

    Ich meine, dass die Griechen nicht ganz im Unrecht sind. Abgesehen davon, dass das Geld sowieso nie wieder auftauchen wird und es „nur“ Buchgeld ist, müßten wir uns in einigen Punkten auch an die Nase fassen.

    Denn schließlich waren wir es, die die Griechen damals „ermutigt“ haben, jeden nur erdenklichen Trick zu nutzen, um die Hürde für den Eintritt zu meistern. Wohl wissend, wie es dort aussieht. Und selber hat sich Deutschland da auch schon einige Male an Hürden „rumgemogelt“.

    Ich meine auch, dass ein Grexit in dieser Form als Option, wie er immer angesprochen wird, gar nicht möglich ist. Das würde die EU wahrscheinlich noch viel weiter runterreissen. Und ich nehme mal an, genau das ist den Griechen – oder konkreter: dem Varoufakis, der ja mWn BWLer ist – bewußt.

    • Das mag ja sein. Ist aber noch lang keine Berechtigung, um selber die Steuern der eigenen Leute nicht einzutreiben und sie dann lauthals von den Steuerzahlern der anderen Länder (teils deutlich ärmere) zu fordern.

      Die Grinsekäfer haben ihrem Land keinen Gefallen getan – Wer will denn dort noch investieren? Wer will da noch Urlaub machen? Die WIrtschaft liegt völlig am Boden.

      Ich denke, dass ein Grexit die EU und den Euro stärken würde. Aber wir werden sehen, was die Zukunft bringt.

      • Hm,
        mWn will Griechenland die Steuern bspw. nicht in dem Umfang eintreiben, wie die EU das will. Und eben Aufschläge in dem Umfang – also bspw. Steuern auf kleine Renten.

        Dass da einiges im Argen liegt und Steuern auf jeden Fall von den Vermögenderen eingetrieben werden müßten, was wohl die letzten Jahr(zehnt)e nicht passiert ist, das ist keine Frage.

        • Mir ging’s um die ca. 75 Milliarden ausstehenden Steuern der letzten Jahre, die Griechenland einfach nicht eingetrieben hat. Zahl Du mal Deine Steuern nicht.

          • Da kann ich dir nur zustimmen – da wird oft mit zweierlei Maß gemessen. Die sollte Griechenland definitv eintreiben, wobei das ja heute etwas schwieriger sein dürfte, da sich die Reichen ja schon arm gerechnet haben werden …

            Und wenn ich meine Steuern nicht zahle oder nur einen Cent zuwenig, habe ich eine Sachbearbeiterin, die auch sicher gern mein Konto pfändet. Sollte das allerdings einem Reichen in DE passieren, dürfte er mit milderen Drohungen rechnen. Auch hierzulande ist zweierlei Maß nicht unbekannt …

            • Ja – nur ist das dann ein Deutschland-internes Problem. Das mich zwar auch ärgert, aber bei dem man nicht Geld von einem anderen Land fordert.

              Von mir aus könnten die in Saus und Braus leben, mit 37 in Rente gehen, sich 27 Gehälter pro Jahr auszahlen und was weiss ich alles – so lang sie nicht von jemand anderem Geld fordern.

              Bei uns wird jetzt wohl der Franken noch deutlich mehr gewinnen – das wird der Wirtschaft hier ziemlich weh tun. Der Franken ist ohnehin schon deutlich überbewertet.

              • Insgesamt denke ich sowieso, ist das Ganze ein Problem des Konstrukts.
                Man möchte einen einheitlichen Markt, möglichst einheitliche Gesetze etc – also quasi ein Europa mit gleichen Rechten, REgeln, Pflichten etc pp.

                An sich eine legitime Forderung – nur eben so nicht umsetzbar, wenn jedes Land für sich souverän bleiben will, die Regierung möglichst keinerlei Machtbefugnisse aus der Hand geben will. Dann kann es einfach nur ein Verbund sein, keineswegs _ein_ einheitliches Land. Und das fährt die EU eben auf zwei Gleisen – auf dem einen versuchen sie, immer mehr anzugleichen und zu vereinheitlichen und auf dem anderen versprechen sie den Regierungen weiterhin ihre Befugnisse.

                Ich finde das Konzept „Europa“ nicht schlecht – nur muß das halt wesentlich besser durchdacht werden, die Konsequenzen des handelns besser verinnerlicht werden und dann mit dem richtigen Ziel vor Augen gehandelt werden.

                So wirkt das heutzutage auf mich nur wie „Schaut, was wir alles auf die Beine stellen können, schaut, noch ein Land mehr mit dem Euro, schaut … schaut“. Verschwiegen wird dabei ganz deutlich, was eben nicht geht, wo die Schwächen liegen.

                Und ich halte die griechische Regierung nicht für dumm. Die sind BWLer und die wissen auch, was sie tun. Und die lassen jetzt natürlich das Volk „abstimmen“. Letztlich auch nur, um hinterher zu sagen: „Ihr habt es so gewollt“ – ohne natürlich eine Alternative (also eine echte – Einführung der Drachme oder was auch immer ist ja keine) aufzuzeigen.

                Und die EU sitzt mMn nur da und sagt: „Diese böse griechische Regierung, die akzeptiert unsere Bedingungen nicht, also gibts kein Geld.“ Was fehlt, sind auch hier Alternativen:
                – wie unterstützt man die Regierung bei der Eintreibung der STeuern
                – wie verhindert man in jeglichem (EU-)Land das Armrechnen der Reichen
                – welche Gesetze sollten bzgl. dieser Problematik eingeführt werden – und vorallen Dingen, wie schafft man es, diese dann innerhalb eines kurzen Zeitraums einzuführen.

                Jedes Land ist sich doch selbst immer am Nächsten. Die Schweiz bildet da ja keine Ausnahme. Flüchten die Reichen von dort nach hier, um sich dort Steuern zu sparen, freut sich das Land hier an den STeuern, die sie zahlen. Oder lockt sie noch im Geld, damit hier dann investiert wird. Natürlich wie immer auf Kosten der Steuerzahler.

                Ach, ich könnte da noch ne Menge mehr schreiben – es würde nichsts ändern. Da muß ein globales Umdenken stattfinden und es muß sich soziale Verantwortung auch bei den Reichen wieder einstellen – sonst geht das „System an sich“ den Bach runter.

              • Sorry für den langen Kommentar – ich finde halt einfach, die Problematik wird viel zu einfach nur auf „die bösen Griechen“ runtergebrochen. Da spielt mMn noch viel mehr mit rein.

                • Du musst Dich doch nicht über einen langen Kommentar entschuldigen – ich freu mich da drüber 😉

                  Grundsätzlich stimme ich Dir da zu und ich habe nie verstanden, warum man eine Einheitswährung ohne gemeinsame Währungspolitik einführen will. Das kann nicht funktionieren.

                  Aber weisst Du: Unterstützung (auch beim Errichten eines Steuersystems / Katasteramtes und dem Eintreiben der Steuern) wurde in den vergangenen Jahren vielfach angeboten – von den Griechen (auch den Vorgängern) aus Stolz ausgeschlagen.

                  Ich finde eh, dass denen ihr Stolz und ihre Würde dann doch sehr im Weg stehen. Und ich mag auch nicht von Krieg und Kampf u.ä. lesen.

                  Die Schweiz hat 25% Ausländeranteil – wenn Deutschland mal in die Nähe davon kommt, können wir uns gerne mal da drüber unterhalten 😉

                  • Hm,
                    der Kommentar war halt länger geworden als gedacht.

                    Gemeinsame Währung – da ist nicht nur eine gemeinsame Politik von nöten, sondern noch so viel mehr. Bspw. gleiche Steuern, sonst suchen die Firmen die Oasen. Letztlich führt das dann aber zu Angleichungen in vielen, vielmehr Bereichen, als die Regierungen gewillt sind, hinzunehmen. Wie oben ja schon beschrieben.

                    Aber ist doch klar – ist hier die MwSt. 20 % und dort 5 %, hebt man dort die Nettopreise an und verkauft den Artikel brutto zum gleichen Preis. Und dann jammern die Leut drüber, dass die Firmen auf ihren Kosten GEwinne mache. Aber das ist das System – genau das. Und das forciert eben genau solche ein Handeln. Leider.

                    Denn letztlich führt genau das zu dem „Geiz-ist-geil“- und „Gewinn-auf-Teufel-komm-raus“-Verhalten. Und das reduzierst du über eine Angleichung, weil das System eben nicht jetzt regional auf ein Land, sondern auf Europa ausgedehnt werden muß/wird. Oder du änderst das System an sich, was ich für am Sinnvollsten halte. Denn so hat das einfach mMn keine Zukunft mehr, denn Wachstum ist irgendwann begrenzt und wir kommen in vielen Bereichen in die Sättigung.

                    Und wenn es den Reichen eben einfach nur ums „Und noch mehr Gewinn“-Machen geht, ist das einfach in meinen Augen fehl am Platz.

                    Bzgl. der Hilfe bei Einrichtung entprechender System weiß ich nichts, weil ich das zuwenig verfolgt habe. Man hätte aber damals schon – und nicht nur bei Griechenland – bei vielen Ländern eben genau auf so etwas achten müssen und einem Beitritt erst zustimmen dürfen, wenn dies und das erfüllt gewesen wären. Aber auch hier spielen natürlich Lobbyismus und die machbaren Gewinne der Unternehmen eine größere Rolle bei der Entscheidungsfindung.

                    Und ja, mag sein dass Stolz und Würde da zum Schluß im Wege standen. Aber das ist nun mal das, was man Mentalität nennt. Und warum hätte man dann Hilfe nicht so anbieten können, dass da niemand sein Gesicht verliert?

                    Und wenn die CH oder wer auch immer einen 25 % Anteil an Ausländern hat – inwiefern ändert das was am System? Meiner Meinung nach profitiert dann die CH von der guten Ausbildung der Ausländer (überwiegend Deutsche?). Wenn ich jetzt bös wäre, würde ich sagen, dann bietet die CH nicht kompetent genug aus 😉 Aber auch hier gibt es dann natürlich die Kehrseite: auch in der CH werden Ausländer gemobbt, meinen Informationen nach von Umfragen (ist jetzt ca. 3 Monate her), die ich gelesen habe, wollen viele auch wieder die CH verlassen.

                    Und letztlich stützt frisches Blut – denn die meisten dürften jünger sein – im Prinzip (egal wo) auch nur wieder das System. Nur junge Leute kann man ausbeuten, nur junge Leute sind kaum krank und stützen somit Krankenversicheurngssystem und Rentensystem. Und wie das System dann ist/auszahlt, wenn die dran sind – das entscheidet sich bei euch wie auch hier immer erst kurz vor Toresschluß. Und leider hast du keinerlei Anspruch auf Bestand. Hier werden den zukünftigen Rentnern jedes Jahr durch Gesetzesänderungen Zeiträume aberkannt/Lücken in der Zeitdauer der Versicherung geschaffen. Du kannst es nicht durch finanzielle Zahlungen ausgleichen, du wirst es später nur spüren. Und wenn du keine Kohle hast, um da selbst gegensteuern und vorsorgen/absichern zu können, ist das einfach ziemlich deprimierend. Du fühlst dich schlichtweg vera*scht.

                    Und das wird – dann vielleicht in anderer Form – überall so gehandhabt. Denn letztlich (über)lebt das System durch die aktuellen Beitragszahler. Sind zuwenig davon da, juckt das die da oben in der Regierung nicht (die haben Pensionen, da kommt Otto Normalo nie hin) – die kürzen dann einfach. Betrifft sie ja nicht.

                    • Ja – eben … so lang die Systeme so unterschiedlich sind, wird es immer welche geben, die die Lücken ausnutzen. Ein gemeinsamer Wirtschaftsraum mit nationalen Währungen wäre mir persönlich immer lieber gewesen. Aber mich fragt ja keiner …

                      Nein – leider kommen nicht nur junge, gut ausgebildete Leute. Weil wir ja leider kein Kontingentsystem mehr haben, sondern alles aus der EU aufnehmen müssen, platzen wir aus allen Nähten.

                      Aufgrund der geographischen Gegebenheiten (bei uns stehen halt Berg im Weg rum) kann man nicht einfach so Wohnraum, Strassen und Bahntrassen bauen. Zumal bei grösseren Vorhaben ja auch erst abgestimmt werden muss.

                      Der Negativzins bringt hier auch das ganze Pensionskassensystem durcheinander.

                      Die Zusammenhänge sind komplex – wir werden die Welt heute Nacht nicht mehr retten 😉

                    • … wir werden die Welt heute Nacht nicht mehr retten

                      Schade eigentlich …

                    • Gell?
                      Aber ganz so übergeschnappt bin ich dann ja doch nur und programmier stattdessen halt nur noch es bizzeli …
                      Was treibst Du so spät noch?

                    • Kommentare schreiben, die länger werden als gedacht 😉

                      Und natürlich auch im eigenen Blog Artikel vorschreiben und/oder fertig schreiben.

                      Und dabei hätte es unsere Welt verdient, mal so richtig in Ordnung gebracht zu werden. Und ich glaub, die Leute würden es mögen …

                    • 😛

                      Obwohl ich am Dienstag mit meinen Mädels wunderbar (endlich) Ordnung in mein Lager gebracht habe, bin ich dann doch eher jemand, der im kreativen Chaos versinkt … ob das der Welt so gut gefallen würd???

                      Ich weiss ja net so recht …

                    • Dass du Ordnung im Lager hast, zeigt, dass du

                      – es kannst
                      – es für sinnwoll hälst

                      Kreatives Chaos dient deinen Entwürfen, die Lagerordnung deinem Überblick und dem schnelleren Zugriff (auch und besonders deiner Mitarbeiter).

                      Und mMn braucht es für Kreativität etwas Chaos (Betonung natürlich auf „etwas“) 😉

                    • Och – bis mich Chaos stresst, dauert es dann schon etwas … 😉

                      Und der Zuschneidetisch verkraftet mit seinen 6 qm dann schon auch was .. 🙂

                • Nein – die griechische Regierung hat sich schlichtweg verzockt. Oder sie wollte aus dem Euro raus und hat einen Sündenbock gebraucht. Die haben ihr Land jetzt mit voller Wucht an die Wand gefahren.

                  Hätten sie ihre Energie mal in Reformen und neue Ideen gesteckt, statt in Boykott und Interviews, hätten sie sicher was bewegen können. Aber mit „Stolz“ und „Würde“-Gelaber verdient man im Allgemeinen kein Geld.

  2. Ad Chaos (das Scrollen nach oben dauert mir zu lang nu):
    Solange du da nur alleine am Tisch arbeiten mußt und niemand anderes auf deine zuarbeit angewiesen ist, ist das doch ok.

    Entscheidend ist ja eher, wenn andere von dir abhängig sind – also von dem, was du dann da gerade machst. und dann da auch einen Überblick/Durchblick haben müssen.

    Beispiel Zug und Auto:
    Auto fährst du individuell (= Chaos). Straßenverkehrsrgeln existieren, damit zumindest in Teilbereichen eine Zusammenarbeit (= keine Unfälle) möglich ist.

    Mit dem Zug kannst du nicht individuell fahren: Haltepunkte liegen fest, Abfahrtszeiten. Also kein Chaos, absolut durchorganisiert. Dafür bekommst du dann auch gleich ein paar Hundert Leute auf einmal weg.

    Okay, jetzt könnte ich noch was zur Pünktlichkeit schreiben. Und dem üblichen Chaos bei der Bahn – aber ich werd ja hier meine Argumente nicht ad absurdum führen 😉 Außerdem gehe ich jetzt schlafen 😛

  3. Bin hier ueber einen Link von Ednong. Fuers erste ein paar kurze Kommentare:
    1) Varoufakis ist sogar VWLer (@Ednong)
    Im Folgenden nur zum Artikel:
    2) das mit den so noblen EUlern sehen die Nachdenkseiten aber anders: http://www.nachdenkseiten.de/?p=26591 (Was ich damit sagen will: Deinen Kommentar finde ich nicht besonders reflektiert oder der Sitution dienlich)
    3) Die Regierung (die erste Partei, die nicht vom „Korruptionsdeckel“ durchsetzt ist) bekommt nicht mal 200 Tage Zeit? Wirkt das nicht etwas unfein von uns auf dich?
    4) Was ist denn so verkehrt daran, ein Referendum abzuhalten? Der Zeitpunkt/Vorbereitungszeitraum ist doof gewaehlt. Ein Kommentar sagte „es gibt der Demokratie die verlorengegangene Wuerde zurueck“. Sehe ich auch so – warum darf nochmal eine kleine Gruppe Menschen den Griechen ins Wort diktieren, wie sehr sie jetzt zu leiden haben?
    5) Und was, wenn dich gerade Deutschland verzockt? Gute Gedanken dazu: https://www.freitag.de/autoren/jwh/eines-tages-deutschland-ohne-euro

    liebe Gruesse

    • Danke für Deinen Kommentar und willkommen hier 🙂

      zu 2.) ich betreibe keinen politischen Blog und habe nie beanspruch reflektiert oder besonders dienlich zu sein. Für meinen Geschmack nimmt dieses kleine Land einfach deutlich zu viel Raum ein und ich kann die 2 Nasen einfach nimmer sehen.

      zu 3.) Auch Tsipras und Co. haben in der Regierung erst mal Vettern und Basen untergebracht. Auch sie treiben die Steuerschulden nicht ein (im Gegenteil – da heisst es dann, das zahlt doch keiner. Hallo? Zahl Du mal Deine Steuern nicht). Auch sie kümmern sich nicht um die Schwarzkonten in der Schweiz. Und Deadline ist nun mal Deadline, die war bekannt und die gilt auch für eine neue Regierung. Wo kämen wir da hin, wenn mit einem Regierungswechsel plötzlich bestehende Verträge nicht mehr gelten.

      zu 4.) Am Referendum ist gar nix falsch. Aber wieso liegt der Termin NACH der Deadline und wieso wird ein NEIN empfohlen? Sagt das Volk JA, muss man mit Gegnern des Vorschlags verhandeln. Sagt es NEIN, ist es sowieso durch. Wie soll sich das Volk denn in der kurzen Zeit vernünftig informieren und entscheiden können? Ich lebe in der Schweiz und obwohl hier viele Volksabstimmungen stattfinden, würde niemals eine innerhalb 1 Woche abgehalten werden. Das ist doch total unglaubwürdig.

      zu 5.) Ich bin selber Ingenieur – da macht den Deutschen so schnell keiner was vor. Eine Firma verlagert man so schnell nicht. Damit machst Du mir keine Angst. Die Situation halte ich für sehr unrealistisch.

      Liebe Grüsse retour

  4. Vielen Dank fuer das warme Hallo 🙂

    zu 2) Klar, du darfst ja gerne genervt sein. Ich waere auch froh, waer das endlich geloest. Aber wenn es danach klingt, als waere Deutschland daran unschuldig finde ich halt falsch.

    3) Dass die ausstehenden Steuern der reichen Griechen nicht eingetrieben werden, liegt nicht an den Griechen. Davon hat der IWF damals abgeraten (glaube ich). Siehe dazu die Arte-Doku (Link in meinem Blog). Arme Griechen sind zu grossen Teilen einfach pleite und koennen tatsaechlich nicht zahlen. Ich war letztes Jahr in Athen – das ist echt traurig!

    4) Das habe ich ja auch kritisiert – aber auch da kann ich es verstehen: Wie wuerdest du dich fuehlen, wenn du ein (gar nicht so schlechtes, weil viele eigene Positionen aufgebendes) Verhandlungspapier abgibst und es als Kopie der Ursprungsforderungen wiederbekommst – die zudem als „extrem grosszuegiges Angebot“ verkauft werden?
    (Nimm die Geschaeftsebene: Du willst maximal 10 Euro zahlen, bietest aber schon 20. Dein Verhandlungspartner will 40. Als du ihm die 20 anbietest, schreibt er wieder 40 drauf – statt dir wenigstens auf 30 entgegen zu kommen. Cool?)

    5) Es geht nicht ums Know-How. Wenn du zu teuer bist, bist du zu teuer. Siehe Schweiz, die durch den starken Franken Probleme hatten, Schokolade zu verkaufen. Oder hier in China, wo dank starkem Yen einige japanische Firmen pleitegehen – sicher nicht, weil die nicht wissen, wie man Auto(teile) baut. Und ohne den (durch Griechen etc.) niedrigen Wechselkurs liefe es zB in den USA aber mal ganz anders. (Darauf zielt der Freitag-Artikel ab). Als Ingenieur wuerde ich in so einem Fall uebrigens auswandern. Woanders wird dein Know-How dann mehr wert sein (in Kaufkraft). Ist dann doof fuer Deutschland, oder?

    • Dass alle andere unschuldig sind, stimmt sicher nicht. Es haben alle viel zu lange weggeschaut.

      Ich meinte damit die offizielle Steuerschuld, die sich über Jahre (Jahrzehnte) angehäuft hat.

      Was da in den Verhandlungen abläuft, weiss ich nicht. Was mir aber sehr sauer aufstösst, ist das völlig gegensätzliche Verhalten in Brüssel (freundliches Abnicken) und Athen („das ist absurd“, „Erpressung“) und das Gerede von Krieg, Kampf und Co. Ich dachte, wir wären über den Sprachgebrauch hinweg in Europa.

      Doch – es geht immer ums Know-How 😉
      Ich bin eine ausgewanderte deutsche Ingenieurin – Deutschland hat’s überlebt. Bisher sind die Auswirkungen des starken Schweizer Frankens gar nicht so wild. Das wird auch alles nicht so heiss gegessen wie es gekocht wird.

      Irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, dass uns das Thema noch länger erhalten bleibt … 😉

  5. Bekomm ich jetzt ein Eis für den neuen Leser und ein weiteres für den neuen Kommentator? 😉

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