Rückblick zum Paris-Wochenende

Tanja und ich sind ja nicht nur befreundet, sondern arbeiten auch zusammen – sie schneidert ebenfalls Unterwäsche und hat ein eigenes Atelier.

Unser Ziel in Paris war die interfiliere – die Messe, auf der die Zulieferer für die Unterwäsche-Branche ihre Produkte zeigen. Direkt daneben sind die Ergebnisse zu sehen und weil die armen Models den ganzen Tag in Wäsche rumstehen, ist es knackewarm da. Die interfiliere war deutlich weniger besucht und doch recht übersichtlich. Aber es waren die für mich wichtigen Lieferanten da und

– schnipp –

Stunden später kann ich dann um 2 Uhr morgens endlich weiterschreiben. Swisstopo hat das geocoding deaktiviert und ich musste auf die Schnelle einen Workaround finden und implementieren.

– schnapp –

.. und von daher war das tip-top. Wir sind am Samstag Nachmittag erst ins Hotel und waren wegen eines Metro-Unterbruchs recht lang (fast 2 Stunden) vom Bahnhof zum Hotel unterwegs. Anschliessend sind wir für 2 Stunden noch auf die Messe, um uns einen Überblick zu verschaffen. Bei meinem Gummiband-Lieferanten aus Wuppertal (hervorragende Qualität!!) hatte ich ein kurzes Gespräch und das sowie die ganzen andere Einflüsse haben eine ganze Kettenreaktion in meinem Hirn ausgelöst.

Bisher war meine Philosopie / Vorstellung von meiner Firma ja, dass ich individuell zusammenstellbare Wäsche für meine Kundinnen auf Mass fertige – zu einem bezahlbaren Preis. Davon habe ich mich Samstag Abend verabschiedet. Ebenso wie von dem Gedanken, alles synchron nacheinander zu organisieren – ich funktioniere nicht so. Das reizt mich nicht und dann lass ich es liegen.

Neues Konzept ist:
– Ich kaufe 1, 2 Standardstoffe in weiss und 1, 2 Spitzen dazu
– Gummibänder, Verschlüsse, Powernet, Laminat habe ich in weiss (keine weiteren Investitionen)
– daraus fertige ich meine erste Kollektion (komplett in weiss)
– und zwar immer eine neue Schnittform und dafür dann grad ein paar Modelle
– Beginnen werde ich mit Bestrahlungs-BHs, dann „normale“ / Prothesen-BH abwechselnd
– Danach kann ich Farben dazu nehmen, 1-2 pro Jahr / Saison je nach Umsatz
– Alle BHs bekommen innen Jersey aus reiner Seide, unbehandelt (soooo tolle Qualität)

Damit kann ich dann nämlich wirklich effizient fertigen und verbummel nicht ewig Zeit, um passende Materialien zusammenzustellen und alle Maschinen umzufädeln für jede Kundin. Individual-Anfertigungen mache ich schon noch – die werden aber deutlich teurer.

Ausserdem hab ich Tanja meine Bedenken mitgeteilt, dass sie jetzt doch auch BHs für grosse Grössen anbieten will (vorerst in den Kursen). Das ist aber Thema für einen neuen Eintrag.

Veröffentlicht am 29. Januar 2015, in Alltag. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 6 Kommentare.

  1. Also war der Besuch dahingehend erfolgreich, dass du jetzt mehr auf Kommerz setzt als vorher? Hebt sich denn deine Ware nicht gerade durch die Passgenauigkeit von der Standardware am Markt ab?

    Wie kann swisstopo einfach das Geocoding deaktivieren? Ich denke, die sind staatlich?

    Und den letzten Absatz deines Posts verstehe ich nicht.

    • Nein – nicht mehr Kommerz.

      Die individuelle Passgenauigkeit steht weiterhin im Fokus, ich will nur die Anzahl Farb- / Materialvarianten begrenzen, um effizienter fertigen zu können.

      Es wird einfach 2 Linien geben:
      – Fixe Kollektion in definierten Farben
      – Individuell gestaltete Modelle mit Aufpreis

      Scheinbar war das geocoding irrtümlicherweise über die letzten Jahre frei…

      Zum letzten Absatz kommt auch noch ein separater Eintrag 😉

      • Bzgl Geocoding: LOL. Die haben euch Hausnummern etc – das dürfte Geocoding sein? – ausgeliefert als Layer und eigentlich ist das ein Bezahldienst? Uh!

        Zum letzten Absatz meinte ich: grammatikalisch nicht verständlich. Vielleicht ein „mich“ zuviel oder so? Oder Schweizerdeutsch, das ich nicht verstehe 😉

        • Nicht als Layer, sondern als REST-Service. Wir sind in Verhandlung momentan – ich hab aber schon einen Workaround gebaut. Es haben wohl die Kantone Einspruch erhoben gegen die zu laxe Handhabung – man klärt jetzt aber ab, ob wir Sonderrechte bekommen, da es ja um öffentliche Sicherheit geht.

          Hab’s ausgebessert – danke für den Hinweis 🙂

  2. Was sind denn Powernet und was Laminat?

    • Powernet ist ganz festes bi-elastisches Material, mit dem ich den weicheren Stoff oft unterlege, um die Modelle stabiler / stützender zu gestalten und um den Druck über die ganze Fläche zu verteilen. Gerade bei Problemen mit den Lymphgefässen darf nichts einschneiden / drücken.

      Laminat heisst der Schaumstoff, der in den Cups oft drin ist – ich brauch das hauptsächlich zum Ausgleichen / Kaschieren von verschiedenen Brustgrössen.

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