Archiv für den Monat Juli 2013

Planänderung

Eigentlich wollte ich heute Steuererklärung, Administration, Post und Co machen und morgen an der Diss schreiben. Weil ich mich aber ja kenne und befürchte, den Tag heute zu verbummeln (weil ich keinen Bock auf Administration & Co habe), habe ich die 2 Tasks getauscht und schreibe heute an der Diss weiter.

Ziel bis Ende Juli: Erstversion aller Kapitel ausser Anatomie und Stand der Technik fertig.

Meine Katze wirkt leicht desinteressiert … 😆

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Golf am Abend

Gestern Abend war unser Summer-Event.

Mit dem gesamten Team ging es zum Golf-Schnupperkurs mit anschliessendem Barbecue. Das Wetter war hervorragend, die Stimmung bestens und das Golfen auch recht unterhaltsam. Ich habe mich trotz immer noch nicht so ganz funktionsfähigem linkem Arm ganz OK geschlagen und hatte Spass dran 🙂

Badminton gefällt mir als Sportart aber ehrlich gesagt deutlich besser. Aber der Abend war echt perfekt so. Lustig war noch, dass – dank Cabrio – alle mit mir mitfahren wollten …. 😆 (was bei 14 Leuten natürlich nicht geht)

Näh-Wochenende

Das Wochenende war ein Nähmarathon:
Samstag habe ich zusammen mit Tanja (meiner Geschäftspartnerin) Schnittmuster für Slips entwickelt. Das Basismuster hatte ich Freitag Abend / Nacht noch im CAD gezeichnet. Wir haben daraus verschiedene Schnittformen entwickelt: Hüftslip, Hipster, Panty, Shorty, Taillenslip und String.

Die Schnitte passen so perfekt, dass unsere Begeisterung wirklich sehr gross ist. Ich werde die Schnitte jetzt noch im CAD nachkonstruieren und für die gängigen Konfektionsgrössen konstruieren. In 1.5 Wochen nähen wir dann die Probemodelle (jeder Schnitt in jeder Grösse), um diese für unsere Kundinnen zur Anprobe vorrätig zu haben.

Am Sonntag habe ich Shirt-Nähkurs gegeben. Es war nur 1 Teilnehmerin, aber die war HOCHbegeistert und ist mit 2 Standardschnitten und 1 wirklich tollen T-Shirt von dannen gezogen :cool:. Nachdem sie ja weniger Betreuung brauchte als 3 Teilnehmerinnen, konnte ich parallel dazu nähen und hatte am Ende des Tages 1 Panty für mich und den BH für Berry fertig 😀

Nachtrag zu Dresden

Mit dicker Verspätung hier jetzt endlich der Nachbericht zu Dresden:

Angekommen sind wir Sonntag Abend, haben in das bewährte Hotel eingecheckt und sind wie immer gleich im Gänsedieb eingefallen.

Montag war ich an den ganzen Tag an der Uni, weil das der einzige Tag war, an dem meine Betreuerin Zeit hatte. Ich habe ihr erklärt, warum ich die Gliederung wie umgeworfen habe. Wir sind jeden einzelnen Punkt durchgegangen, haben hier und dort noch ergänzt / was weggestrichen und waren am Nachmittag dann beide recht glücklich mit der jetzigen Version, die ich auch gleich entsprechend ins LaTeX eingetippt habe.

Ausserdem habe ich ihr noch meine Roadmap bis Ende Jahr vorgestellt. Bis dahin möchte ich abgeben, worüber sie wohl auch recht glücklich wäre :cool:. Und deshalb haben wir auch schon 2 weitere Termine (3 Tage im Oktober und 3 Tage im Dezember) vereinbart, an denen ich komplett an der Uni sein werde. Im Dezember wird Till am Abend des 3. Tages nachkommen und wir hängen noch einen gemeinsamen Weihnachtsmarkt-Freitag an. Flüge habe ich schon gebucht.

Ausserdem habe ich 3 Wochen Urlaub an der ETH beantragt. In der Zeit werde ich Vollzeit an den praktischen Verfeinerungen / Ausarbeitungen feilen. Ich bin recht zuversichtlich, dass ich das schaffen kann.

Geschützt: Mal wieder ein aktuelles Bild von mir …

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Aufbruchstimmung

So langsam herrscht hier Aufbruchstimmung. Kunststück .. in einer guten halben Stunde geht’s ja auch schon los gen Flughafen und dann ab nach Dresden. Gepackt haben wir schon alles (Schatzi kommt mit). Ich muss gleich nur noch mein Laptop in meine Tasche werfen und die Sonnenbrille aus dem Auto fischen – schon bin ich startklar B).

Geschrieben habe ich noch nicht so viel wie ich wollte und wie auch in meinem Kopf schon parat ist. Aber ich muss ja erst morgen früh an der Uni sein. Heute Nacht ist auch noch ein Tag. Und im Flieger mach ich noch die detaillierte Roadmap. Mei – ich bin halt ein last-minute-Mensch.

Probe-Panty

Den Vormittag heute habe ich genutzt, um meinen neu erstellten Panty-Schnitt auszuprobieren. Die Gradierung scheint nicht zu stimmen – ich musste eine Grösse kleiner nehmen. Das ist aber das kleinste Problem 😉

Ansonsten ist er sehr schön geworden (komplett aus violetter Spitze, passend zum BH) und sitzt sehr gut. Die Spitze ist sehr fein – beim nächsten Mal versuche ich, sie mal komplett mit Tüll zu unterlegen. Dann sollte der Rücksprung besser sein.

Jetzt mache ich noch meine firmentechnischen Überweisungen, beantworte Mails und ab mittags wird wieder programmiert.

Mama, die Hypochonderin …

Gestern hab ich meine Mama kurz angerufen, weil ich wusste, dass sie beim Lymphologen war. Schon als ich die Grabesstimme gehört hab, wusste ich, dass irgendwas nicht gut ist. „Ich muss wieder operiert werden“. Auf Nachfrage sprudelte es dann raus, der Lymphologe hat ihr ein Ganzjahresrezept für Lymphdrainagen (sie hat Lymphödeme in den Beinen) und neue Strumpfhosen verschrieben. Das war das, was sie wollte. Jetzt war das aber sofort ein Grund, um sich Sorgen zu machen. Es müsse ja schlimm um sie stehen, wenn der ihr das ohne grosse Gegenwehr verschreiben würde …. 🙄

Ausserdem wolle er ihr die Krampfadern raus nehmen. Hm. OK. Das waren also die grossen Neuigkeiten. Und sie hätte Punkte am Bein entdeckt (winzig kleine) – das wäre bestimmt Lymphdrüsenkrebs. Sie war – wie nach jedem Arztbesuch – total aus dem Häuschen und ich musste sie erst mal beruhigen und meinte, dass sie sich ja nicht operieren lassen muss, wenn sie das nicht will. Ist ja ihr Körper.

Eben habe ich kurz mit ihr telefoniert und sie hat sich immer noch nicht richtig beruhigt. Auf mein „beim Zahnarzt war es etwas mühsam, 1.5 Stunden das Maul aufzusperren, weil es so weit hinten war“ sagt sie doch glatt: „Du hast wenigstens ein grosses Maul. Bei mir ist das erst schlimm“. Grrr. Ich hab dann nur noch gemeint: „ja – bei DIR ist ALLES schlimmer“.

Manchmal kotzt es mich echt an. Meine ganze Krebstherapie hat sie benutzt um ihre Krebserkrankung 2 Jahre zuvor zu verarbeiten. Damals wollte sie nicht drüber reden. Dass ich gerne währenddessen auch über was anderes reden wollte, war ihr nicht begreiflich zu machen. BTW: Das Risiko, dass ich Lymphdrüsenkrebs bekomme, ist um ein Vielfaches höher – bei mir waren alle Lymphknoten am linken Arm und Schulterbereich befallen und 1 ist drin geblieben, weil er direkt an der Aorta liegt und inoperabel ist. Bei ihr war nicht einer befallen. Ihre 4 wöchentlichen Bestrahlungen waren auch viiiiel schlimmer wie meinen 40 täglichen. Ach – was reg ich mich überhaupt auf. Es war doch noch nie anders …

Zahni

Heute war der 5. (stimmt das?) Zahnarzttermin. Aufgrund spontanem Kariesbefall an unzugänglichen Stellen und auch unter Füllungen muss leider viel gemacht werden. Nachdem ich mich nicht anders ernähre und weder Kaffee noch Tee mit Zucker oder Softdrinks trinke, habe ich mal gegoogelt, ob das Nachwirkungen von Chemo & Co. sein könnten. Und tatsächlich berichten sehr viele Zahnprobleme, konkret Kariesbefall.

Wie auch immer .. es ist, wie es ist. Übermorgen Mittag habe ich nochmals einen zweistündigen Termin beim Wasserrättlein und dann ist es hoffentlich vorerst überstanden. Zum Glück hab ich so eine tolle Zahnärztin :).

Drehbuch

Gestern und heute habe ich das „Drehbuch“ zu meiner Doktorarbeit fertig gestellt: die Gliederung habe ich komplett überarbeitet und den Inhalt jedes Kapitels und Unterkapitels und Unterunterkapitels und Unterunterunterkapitels stichpunktartig umrissen. Dabei sind mir etlich Unstimmigkeiten, die mir immer missfallen haben, aufgefallen.

Bisher musste ich immer irgendwie vorgreifen oder hatte das Gefühl, dass ich Sachen mehrfach an verschiedenen Stellen verteilt beschreibe. Jetzt habe ich endlich einen roten Faden, an dem ich mich orientieren kann.

.. und ich hab bei der Gelegenheit noch einen Denkfehler gefunden, den ich bei den praktischen Arbeiten gemacht habe. Nichts grosses, kann ich einfach korrigieren.

Jetzt muss ich jeden Tag fleissig schreiben, damit ich nächste Woche meiner Doktormutter auch was zeigen kann.