Archiv für den Monat Juni 2013

Guter Kompromiss

Mich hat schon etwas länger geärgert, dass ich jetzt zwar ein supertolles Atelier und supertolle Industrie-Nähmaschinen habe, aber kaum Zeit dafür. Und wenn, habe ich immer abends oder am Wochenende dort genäht.

Gestern habe ich mit Denis gesprochen, ob es für ihn OK wäre, wenn ich einen Teil meiner Arbeit nicht vor Ort (also 1 Stock oberhalb von meinem Atelier) mache, sondern im Homeoffice. Er meinte, das wäre für ihn total OK – Hauptsache wir sehen uns noch ab und an, um Sachen zu besprechen. Er wolle in Zukunft auch freitags von daheim aus arbeiten, weil da der Verkehr immer eine Katastrophe wär.

Bisher war ich immer Mi und Fr ganztags bei ihnen und Mo, Di, Do an der ETH. In Zukunft werde ich Mo, Do, Fr an der ETH sein und Di, Mi je einen halben Tag bei den beiden programmieren und die andere Hälfte des Tages bei mir unten nähen / Schnittmuster entwickeln. Kann sich aber auch mal in die eine oder andere Richtung schieben.

Das ist für mich perfekt – ich nähe lieber im Hellen und programmiere lieber im Dunklen. Und jetzt: weiter mit der Doktorarbeit.

Hauptsache weggeworfen

In einem Punkt sind Till und ich uns gar nicht einig: die liebe Ordnung. Während ich gerne Sachen horte, schmeisst er liebend gern weg – was gerade während meines Umzugs für massive Streitereien gesorgt hat. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass meine Sachen mir gehören und er mir da nicht reinzufunken hat. Ich red ihm ja auch nicht rein.

Nun habe ich vor ein paar Tagen eine Spiegelreflex mit normalem Objektiv und zusätzlich einem Makroobjektiv gekauft. Denis (der Geschäftspartner und Freund von Till) hat sie abgeholt und auch gleich ausgepackt, weil er sie für einen geschäftlichen Auftrag gebraucht hat. Das war so abgesprochen, dass wir alle die Kamera nutzen, ich sie aber zahle und sie auch mein Eigentum ist. Sie haben dafür die Speicherkarten bezahlt und wenn sie ein weiteres Objektiv dazu brauchen, kaufen sie das.

Aktuell gibt es eine Cashback-Aktion von Canon in der Schweiz, d.h. es gibt aktuell 60 CHF für die Kamera und 80 CHF für das Makroobjektiv zurück. Das war für mich eines der Argumente für genau diese Produkte. Eben will ich die Formulare dafür ausfüllen und sehe, dass man dazu die Strichcodes von der Original-Verpackung ausschneiden und zusammen mit dem Kaufbeleg einschicken muss.

Die Verpackung von der Kamera ist noch da, die Verpackung vom Objektiv hat Till schon entsorgt. Ich habe mir jetzt von ihm die 80 CHF geben lassen – mir reicht es nämlich jetzt mit seiner Wegwerferitis und vielleicht kapiert er es mal, wenn es an seinen Geldbeutel geht.

Shirt in braun

Eine Kundin wollte ihr Lieblingsshirt nach genäht und neu interpretiert haben. Das ist das Ergebnis:

Shirt_braun_1

Shirt_braun_2 Shirt_braun_3

Die Falten kommen daher, dass die Schaufensterfigur andere Masse hat. Der Jersey ist sehr weich und glatt. Morgen schicke ich es ihr zu. Bin gespannt, wie es ihr gefällt und passt.

Ausstellungen

Hier in der Schweiz gibt es einige sehr renommierte Kunsthandwerker-Ausstellungen, an denen man nur sehr schwierig einen Stand bekommt.

Vor etlichen Jahren hatte ich an einigen einen Stand ergattert, mich dann aber zurückgezogen, als ich meinen Produktionsaktivitäten erst reduziert und später eingestellt habe zugunsten meiner Tätigkeit als Software-Entwickler.

Seit 3 Monaten produziere ich wieder, was ich aber noch nicht breit öffentlich gemacht habe. Inzwischen wurde ich zu 2 der Ausstellungen eingeladen. Eine ist im November (da habe ich schon eine feste Zusage), eine Ende März (da kam heute morgen die Einladung). Bei beiden werde ich teilnehmen und freue mich schon auf bekannte Gesichter.

Sonntagmorgen

… und wie immer kostet es mich eine immense Überwindungsenergie, um mit der Doktorarbeit überhaupt auch nur anzufangen …. 🙄

Alternativ könnte ich mich auch um meine Administration kümmern. Dazu hab ich aber noch weniger Lust.

In die Firma muss ich auch noch – 2 kurze Nähte mit der Industriemaschine machen. Und ein kleines Beispiel nähen / eine Bestellung erledigen.

Jetzt stell ich erst mal einen Topf mit Kartoffeln (für Kartoffelsalat) auf den Herd und lass mir noch einen Kafi aus der Nespressomaschine …

Gestern und heute

Freitag habe ich erst 1 Stunde Schnecken gejagt, anschliessend programmiert, IntelliCAD installiert, ein Shirt für eine Kundin genäht (es ist sooo schön geworden, morgen gibt’s ein Bild davon) und einen neuen Planungskalender, der dem GTD-Prinzip („Getting things done“ von David Allen) folgt, bestellt.

Heute Morgen aufgeräumt, Eis gemacht. Dann kam schon mein jüngerer Bruder mit Frau und Töchterlein. Die Kleine ist jetzt fast 2 und mein Patenkind. Sie hatten viel Freude an den Häschen, den Kleidchen, dem Sternenhimmel-Licht und der Plüsch-Barbamama. Weil Mimi (sie heisst natürlich anders) so eine Freude an meiner Riesen-Biene (ca. 1m) hatte, hab ich sie ihr geschenkt.

Sie hat sich in dem Jahr, in dem ich sie nicht gesehen habe, ganz prächtig entwickelt, läuft und spricht, kann sogar schon bis 10 zählen. Trotz ihrer starken Sehbehinderung schafft sie es, sich recht gut zu orientieren – auch in fremder Umgebung. Aber … ja .. nach wie vor: es ist schon schlimm *soifz*

Mittags haben wir miteinander grilliert, sind dann noch kurz in den Supermarkt (Schweizer Schoggi & Co. kaufen) und haben noch selbstgemachtes Eis und Erdbeeren aus dem Garten schnabuliert. Nachmittags sind sie schon wieder gefahren.

Danach sind Till und ich noch in den Garten und haben unsere Hecke von den verdammten Wicken befreit. Jetzt sieht das wieder besser aus.

Heute Abend habe ich MikTex, Emacs und Co. installiert. Damit ich morgen endlich mit der Doktorarbeit weiterschreiben kann. In 2 Wochen geht’s nämlich schon gen Dresden …

… vielleicht sollte ich doch wieder täglich bloggen – dann wird’s auch nicht immer so ein Sammelsurium. Oder lieber je Thema einen Post? Was meint ihr?

Hasenjagd

Nachdem am Samstag mein jüngerer Bruder mit seinen beiden Mädels zu Besuch kommt und die Kleine mein Stoffhäschen zum Lieblingsstoffviech erkoren hat, musste ich heute nochmals eines holen (schon das 3., das er bestellt hat).

Hase

Sie waren im Angebot (halber Preis) und ich hab gleich 3 genommen: in beige (wie das Original-Häschen), in hellblau und in rosa. Sie kann es vermutlich ohnehin nicht sehen 😦

Ausserdem bekommt sie noch eine kleine Nachtlampe mit integrierter Spieluhr, die einen farblich wechselnden Sternenhimmel an die Decke projiziert. Auf Licht und besonders auf farbiges Licht reagiert sie nämlich.

Schneckenplage

Ach .. und dann gibt’s da noch ein ganz leidiges Thema: ich habe eine Schneckenplage im Garten. Sie haben mir jetzt schon 20 Pflanzen Salat, 6 Pflanzen Gurken, Zucchetti, Krautstiel, Peroni, Lauch, Petersilie, Koriander undundund restlos abgefressen … *soifz*

Freitag Abend hab ich ca. 150 von den Viechern in der Mitte durchgeschnitten. Aber seit die Nachbarn keinen Urwald, sondern nur noch trockene Wiese haben, kommen die Mistviecher in Scharen in meinen Gemüsegarten.

Jetzt setz ich aber zur Gegenwehr an und lege erst mal Kupferdraht um die Beete – das soll für Schnecken giftig sein, so dass sie gar nicht in die Nähe kommen (angeblich). Ausserdem kommt ein dicker Rand Sägespäne drum herum – da kommen die nicht drüber.

… und abgeschnitten wird weiterhin jede Einzelne, die ich sehe.

Was soll denn die Amazon-Strategie?

Was ist das eigentlich für eine Mode bei amazon seit Neuestem, alles einzeln zu verschicken?

Ich habe dort 2 gleiche Tageslichtstrahler bestellt und die wurden im Abstand von 2 Stunden verschickt. Was soll das denn eigentlich?

Dummerweise zahle ich bei Lieferung nach Deutschland 2x Paketgebühr bei grenzpaket.ch. Die Lieferung in die Schweiz wäre deutlich teurer als die Differenz zwischen der schweizerischen und der deutschen MwSt. ausmacht.

Letzte Woche

Jetzt habe ich so lang nichts mehr geschrieben, dass ich gar nimmer weiss, wo ich anfangen soll. Vielleicht am besten chronologisch.

Montag / Dienstag letzte Woche war ich in Frankfurt auf der Messe. Das war sehr interessant. Ich habe auf der texprocess (Verarbeitungstechniken) die neuesten Entwicklungen auf dem Nähmaschinen- und Stickmaschinen-Markt gesehen. Wahnsinn, wohin sich das entwickelt – alles automatisiert (was den Entwickler und Techniker in mir freut, den Lokal-Patriot und Globalisierungsgegner aber schockiert) und zentral überwacht. Mit dem konventionellen Nähen hat das immer weniger zu tun. Bügeln, Transportieren, Zuschneiden habe ich nur im Vorbeigehen gesehen – dafür ist meine Firma viel zu klein. Montag Abend habe ich mich dann erst mit 2 Bekannten aus einem Forum getroffen und war dann abends noch bei Wildschön. Die 2. im Bunde, mit der wir uns treffen wollten, war leider vom Erdboden verschluckt und konnten wir weder per Telefon noch Facebook erreichen. Also haben wir uns zu zweit einen sehr schönen Abend gemacht – nochmals herzlichen Dank gen Wildschön :).

Am Dienstag war ich dann eher auf der techtextil (Technische Textilien), habe Vliesstoffe, smart textiles, Forschungsarbeiten gesehen und auch noch überraschenderweise ein paar Firmen, die ich dort nicht vermutet habe. Die werden mir noch Angebote, u.a. für Badestoffe schicken. Mittags habe ich mich noch mit Anja getroffen – das war sehr schön, hab mich sehr über das Wiedersehen gefreut. Und die 2 Studienfreundinnen von ihr sind ja auch total nett. Mit Martina (sie hatte mal Diplomarbeit vor Jahren bei mir gemacht) hab ich mich auch getroffen. Die hatte ich auch schon Jahre nicht mehr gesehen. Sie ist auch im textilen Bereich tätig und war an einem Stand. Der Rückweg war etwas mühsam, weil wegen Unwetter etliche Züge ausfielen. Ich war aber zu einigermassen zivilen Zeiten wieder daheim.

Mittwoch hab ich erst bei Til gearbeitet (programmiert) und abends war dann bei mir im Atelier noch Nähtreff bis 22 Uhr.

Donnerstag wieder Programmieren an der Uni.

Freitag wieder bei Til programmiert, abends noch eine Kundenanprobe bei mir im Atelier und abends gemütlich Grillieren mit einem Freund bei uns auf dem Balkon. Ach – und tagsüber noch schnell eine Digital-Spiegelreflex-Kamera, Lampen und Hintergründe bestellt. Die brauch ich für meine Artikel im Webshop.

Samstag Kundenbesuch bei mir im Atelier und nachmittags etwas Näharbeiten für eine Kundin. Abends waren wir auf dem Alicia Keys Konzert in Zürich. Das war super toll. Was für eine Stimme! Toll fand ich auch, dass der Gesang im Vordergrund stand und nicht wegen 1000 Kleiderwechseln ständig unterbrochen wurde und die Effekte gut aber nicht überbordend eingesetzt wurde. Fast 2 Stunden hat sie durchgesungen. Ganz toll.

Sonntag war Berry-Tag :). Nach einem leckeren Frühstück sind wir zu mir ins Atelier gefahren und haben den ganzen Tag geschnattert, Schnittmuster angepasst, zugeschnitten und genäht. Nachmittags kam Til noch und hat für uns (und ihn) grilliert – nicht ohne die obligatorischen Jammerbrummler. Abends hatte er sich scheinbar wieder beruhigt und hat mir Erdbeeren und selbstgemachtes Joghurteis zubereitet.

Jetzt ist wieder eine normale Woche angesagt.